Nehemiah 8

Lutherbibel 2017

1 versammelte sich das ganze Volk wie ein Mann auf dem Platz vor dem Wassertor, und sie sprachen zu Esra, dem Schriftgelehrten, er sollte das Buch des Gesetzes des Mose holen, das der HERR Israel geboten hat. 2 Und Esra, der Priester, brachte das Gesetz vor die Gemeinde, Männer und Frauen und alle, die es verstehen konnten, am ersten Tage des siebenten Monats 3 und las daraus auf dem Platz vor dem Wassertor vom lichten Morgen an bis zum Mittag vor Männern und Frauen und wer's verstehen konnte. Und die Ohren des ganzen Volks waren dem Gesetzbuch zugekehrt. 4 Und Esra, der Schriftgelehrte, stand auf einer hölzernen Kanzel, die sie dafür gemacht hatten, und neben ihm standen Mattitja, Schema, Anaja, Uria, Hilkija und Maaseja zu seiner Rechten, aber zu seiner Linken Pedaja, Mischaël, Malkija, Haschum, Haschbaddana, Secharja und Meschullam. 5 Und Esra tat das Buch auf vor aller Augen, denn er überragte alles Volk; und da er's auftat, stand alles Volk auf. 6 Und Esra lobte den HERRN, den großen Gott. Und alles Volk antwortete mit erhobenen Händen »Amen! Amen!«, und sie neigten sich und beteten den HERRN an mit dem Antlitz zur Erde. 7 Und die Leviten Jeschua, Bani, Scherebja, Jamin, Akkub, Schabbetai, Hodija, Maaseja, Kelita, Asarja, Josabad, Hanan, Pelaja unterwiesen das Volk im Gesetz; und das Volk stand auf seinem Platz. 8 Und sie lasen aus dem Buch, dem Gesetz Gottes, Abschnitt für Abschnitt und erklärten es, sodass man verstand, was gelesen wurde. 9 Und Nehemia, der Tirschata, und Esra, der Priester und Schriftgelehrte, und die Leviten, die das Volk unterwiesen, sprachen zu allem Volk: Dieser Tag ist heilig dem HERRN, eurem Gott; darum seid nicht traurig und weint nicht! Denn alles Volk weinte, als sie die Worte des Gesetzes hörten. 10 Und Esra sprach zu ihnen: Geht hin und esst fette Speisen und trinkt süße Getränke und sendet davon auch denen, die nichts für sich bereitet haben; denn dieser Tag ist heilig unserm Herrn. Und seid nicht bekümmert; denn die Freude am HERRN ist eure Stärke. 11 Und die Leviten hießen alles Volk schweigen und sprachen: Seid still, denn der Tag ist heilig; seid nicht bekümmert! 12 Und alles Volk ging hin, um zu essen, zu trinken und davon auszuteilen und ein großes Freudenfest zu feiern; denn sie hatten die Worte verstanden, die man ihnen kundgetan hatte. 13 Und am zweiten Tage versammelten sich die Häupter der Sippen des ganzen Volks und die Priester und Leviten bei Esra, dem Schriftgelehrten, dass er sie in den Worten des Gesetzes unterrichtete. 14 Und sie fanden geschrieben im Gesetz, das der HERR durch Mose geboten hatte, dass die Israeliten am Fest im siebenten Monat in Laubhütten wohnen sollten 15 und dass sie es laut ausrufen und kundtun sollten in allen ihren Städten und in Jerusalem und sagen: Geht hinaus auf die Berge und holt Ölzweige, Balsamzweige, Myrtenzweige, Palmenzweige und Zweige von Laubbäumen, dass man Laubhütten mache, wie es geschrieben steht. 16 Und das Volk ging hinaus, und sie holten sie und machten sich Laubhütten, ein jeder auf seinem Dach und in ihren Höfen und in den Vorhöfen am Hause Gottes und auf dem Platz am Wassertor und auf dem Platz am Tor Ephraim. 17 Und die ganze Gemeinde derer, die aus der Gefangenschaft wiedergekommen waren, machte Laubhütten und wohnte darin. Denn dies hatten die Israeliten seit der Zeit Josuas, des Sohnes Nuns, bis auf diesen Tag nicht mehr getan. Und es war eine sehr große Freude. 18 Und es wurde aus dem Buch des Gesetzes Gottes gelesen alle Tage, vom ersten Tag an bis zum letzten. Und sie hielten das Fest sieben Tage und am achten Tage die Versammlung, wie sich's gebührt.

Nehemiah 8

Hoffnung für Alle

1-2 Am 1. Tag des 7. Monats, als alle Israeliten wieder in ihren Städten wohnten,[1] versammelte sich das ganze Volk auf dem Platz vor dem Wassertor. Sie baten den Schriftgelehrten Esra, das Buch mit dem Gesetz zu holen, das der HERR dem Volk Israel durch Mose gegeben hatte. 3 Da las der Priester Esra das Gesetz vor den Männern und Frauen und vor den Kindern, die alt genug waren, um es verstehen zu können. Alle hörten aufmerksam zu, vom frühen Morgen bis zum Mittag. 4 Esra stand auf einer Plattform aus Holz, die man eigens dafür errichtet hatte. Rechts neben ihm waren Mattitja, Schema, Anaja, Uria, Hilkija und Maaseja, links Pedaja, Mischaël, Malkija, Haschum, Haschbaddana, Secharja und Meschullam. 5 Weil Esra einen erhöhten Platz hatte, konnten alle sehen, wie er die Schriftrolle öffnete. Da stand das ganze Volk auf. 6 Esra pries den HERRN, den großen Gott, und alle riefen mit erhobenen Händen: »Amen, so soll es sein!« Dann warfen sie sich vor dem HERRN nieder, mit dem Gesicht zum Boden. 7 Die Leviten Jeschua, Bani, Scherebja, Jamin, Akkub, Schabbetai, Hodija, Maaseja, Kelita, Asarja, Josabad, Hanan und Pelaja legten den Versammelten das Gesetz aus. 8 Sie lasen laut aus dem Buch vor und erklärten Abschnitt für Abschnitt, damit das Volk es wirklich verstehen konnte. 9 Als die Menschen hörten, was im Gesetz stand, begannen sie zu weinen. Aber der Statthalter Nehemia, der Priester und Schriftgelehrte Esra und die Leviten, die das Gesetz auslegten, ermutigten sie: »Seid nicht traurig und weint nicht! Heute ist ein Festtag; er gehört dem HERRN, eurem Gott! 10 Und nun geht nach Hause, esst und trinkt! Bereitet euch ein Festmahl zu und feiert! Gebt auch denen etwas, die sich ein solches Mahl nicht leisten können! Dieser Tag gehört unserem Gott. Lasst den Mut nicht sinken, denn die Freude am HERRN gibt euch Kraft!« 11 Auch die Leviten beruhigten das Volk und sagten: »Seid nicht traurig, denn dieser Tag gehört Gott!« 12 Da gingen die Versammelten nach Hause und feierten ein großes Freudenfest. Sie aßen und tranken und teilten mit denen, die selbst nichts besaßen, denn sie hatten verstanden, was man ihnen verkündet hatte. 13 Am zweiten Tag kamen die Sippenoberhäupter des ganzen Volkes, die Priester und Leviten zu Esra, dem Schriftgelehrten, um das Gesetz noch besser zu verstehen. 14 Dabei entdeckten sie, dass der HERR durch Mose befohlen hatte, die Israeliten sollten während des Festes im 7. Monat in Laubhütten wohnen. 15 Darum ließ man in Jerusalem und in allen anderen Städten bekannt geben: »Steigt auf die Hügel und bringt frische Zweige von Ölbäumen, Myrten, Palmen und anderen Bäumen mit dichten Blättern. Dann baut damit Laubhütten, wie es das Gesetz vorschreibt!« 16 Die Judäer folgten der Aufforderung. Sie schnitten Zweige ab und errichteten Hütten auf den flachen Dächern ihrer Häuser, in ihren Höfen, in den Vorhöfen am Tempel, auf dem Platz am Wassertor und am Tor Ephraim. 17 Alle, die aus der Verbannung zurückgekehrt waren, bauten Laubhütten und wohnten darin. Seit der Zeit von Josua, dem Sohn von Nun, hatten die Israeliten es nicht mehr so gemacht. Nun aber feierten sie mit großer Freude. 18 An jedem Tag des Festes wurde aus dem Gesetzbuch Gottes vorgelesen. Sieben Tage lang feierten die Israeliten, und am achten Tag beendeten sie das Fest mit einer Versammlung, wie es im Gesetz steht.[2]

Nehemiah 8

Neues Leben. Die Bibel

1 versammelte sich das ganze Volk wie ein Mann auf dem Platz vor dem Wassertor. Sie baten den Schriftgelehrten Esra, das Gesetzbuch des Mose zu holen, das der Herr Israel gegeben hatte. 2 So brachte der Priester Esra am ersten Tag des siebten Monats[1] das Gesetzbuch vor die Versammlung aller Männer und Frauen und aller Kinder, die das Gehörte verstehen konnten. 3 Vom frühen Morgen bis zum Mittag las er auf dem Platz vor dem Wassertor den Männern, Frauen und Kindern, die es verstehen konnten, laut daraus vor. Und das ganze Volk hörte der Verlesung des Gesetzbuches aufmerksam zu. 4 Der Schriftgelehrte Esra stand auf einer hölzernen Plattform, die eigens für diesen Zweck errichtet worden war. Zu seiner Rechten standen Mattitja, Schema, Anaja, Uria, Hilkija und Maaseja, zu seiner Linken Pedaja, Mischaël, Malkija, Haschum, Haschbaddana, Secharja und Meschullam. 5 Das ganze Volk sah, wie Esra die Schriftrolle öffnete, denn er stand höher als das Volk. Als er sie öffnete, standen alle auf. 6 Esra lobte den Herrn, den großen Gott, und das ganze Volk antwortete: »Amen! Amen!« und alle hoben die Hände zum Himmel. Dann knieten sie sich nieder, und mit dem Gesicht zur Erde beteten sie den Herrn an. 7 Daraufhin belehrten die Leviten - Jeschua, Bani, Scherebja, Jamin, Akkub, Schabbetai, Hodija, Maaseja, Kelita, Asarja, Josabad, Hanan und Pelaja - das Volk über das Gesetz, während die Leute an ihrem Platz stehen blieben. 8 Sie lasen abschnittsweise aus dem Gesetzbuch Gottes vor, erklärten die Bedeutung und halfen so dem Volk, die vorgelesenen Passagen zu verstehen. 9 Und der Statthalter Nehemia, der Priester und Schriftgelehrte Esra und die Leviten, die das Volk belehrten, sagten zu allen: »Heute ist ein heiliger Tag für den Herrn, euren Gott. Weint also nicht und trauert auch nicht!« Denn alle Menschen hatten geweint, als sie die Worte des Gesetzes hörten. 10 Nehemia[2] fuhr fort: »Geht und feiert ein Fest mit köstlichem Essen und süßen Getränken und teilt eure Speisen mit denen, die nichts vorbereitet haben. Denn dies ist ein heiliger Tag für unseren Herrn. Seid nicht traurig, denn die Freude am Herrn ist eure Zuflucht!« 11 Auch die Leviten beruhigten das Volk und sagten: »Still! Seid doch nicht traurig, denn dies ist ein heiliger Tag!« 12 Da machten sich die Leute auf den Weg zu einem großen Freudenfest, bei dem sie aßen und tranken und ihre Speisen miteinander teilten, weil sie die Worte verstanden hatten, die ihnen gesagt worden waren. 13 Am zweiten Tag[3] versammelten sich alle Familienoberhäupter und die Priester und Leviten bei Esra, um das Gesetz genauer zu studieren. 14 Im Gesetz, das der Herr durch Mose gegeben hatte, fanden sie geschrieben, dass die Israeliten während des Festes im siebten Monat[4] in Laubhütten wohnen 15 und dies auch bekannt machen sollten. Daraufhin ließen sie in Jerusalem und in allen Städten der Israeliten ausrufen: »Geht hinaus auf die Berge und holt Zweige vom Olivenbaum und vom wilden Ölbaum, Myrten- und Palmenzweige und solche von anderen Laubbäumen, um daraus Laubhütten zu bauen, wie es das Gesetz vorschreibt.« 16 Da zogen die Menschen hinaus und holten Zweige und bauten daraus Laubhütten auf den Dächern ihrer Häuser, in ihren Höfen, in den Höfen des Hauses Gottes und auf den Plätzen vor dem Wassertor und dem Ephraimtor. 17 Die ganze Versammlung, die aus der Gefangenschaft zurückgekehrt war, errichtete sich Laubhütten und wohnte darin. Dies hatten die Israeliten seit der Zeit Josuas, des Sohnes von Nun, nicht mehr getan bis zu diesem Tag. Überall herrschte große Freude. 18 An jedem Tag des Festes, vom ersten bis zum letzten, wurde aus dem Gesetzbuch Gottes vorgelesen, und sie feierten sieben Tage lang. Am achten Tag schließlich hielten sie eine feierliche Versammlung, wie es das Gesetz vorschrieb.