Dein Browser ist veraltet. Sollte ERF Bibleserver sehr langsam sein, aktualisiere bitte deinen Browser.

Anmelden
... und alle Funktionen nutzen!

  • Lies mal1. Mose 3
  • Notizen
  • Tags
  • Likes
  • Verlauf
  • Wörterbücher
  • Lesepläne
  • Grafiken
  • Videos
  • Anlässe
  • Spenden
  • Blog
  • Newsletter
  • Partner
  • Hilfe
  • Kontakt
  • Alexa Skill
  • Für Webmaster
  • Datenschutz
  • Erklärung zur Barrierefreiheit
  • Rechte der Betroffenen (DSGVO)
  • Impressum
  • Language: Deutsch
© 2026 ERF
Kostenlos anmelden

Apostelgeschichte 28

Das Buch

von SCM Verlag

Auf der Insel Melite

1 So kamen wir alle lebend an Land. Dann erfuhren wir, dass diese Insel Melite hieß. 2 Die dortigen Einwohner halfen uns in ihrer ungewöhnlichen Freundlichkeit sehr. Sie zündeten ein Feuer an und nahmen uns alle wegen des eingetretenen Regens und aufgrund der Kälte bei sich auf. 3 Als Paulus gerade viele brennbare Zweige zusammensammelte und auf das Feuer legte, kam durch die Hitze eine Schlange heraus und verbiss sich in seiner Hand. 4 Als die Einheimischen sahen, wie das Tier an seiner Hand hing, sagten sie zueinander: »Dieser Mann ist sicher ein Mörder, denn selbst nachdem er aus dem Meer gerettet worden ist, lässt ihn Dike, die Rachegöttin, nicht am Leben!« 5 Doch Paulus schüttelte das Tier ab, ins Feuer hinein, und es schadete ihm nichts. 6 Sie warteten darauf, dass er anschwellen oder tot auf den Boden fallen würde. Doch als sie sahen, dass nichts Ungewöhnliches mit ihm passierte, änderten sie ihre Meinung und sagten: »Das ist ein Gott!« 7 Der Inselstatthalter namens Publius besaß in der Umgebung dieses Ortes Ländereien. Er beherbergte uns in seiner Freundlichkeit drei Tage lang. 8 Dann ereignete sich Folgendes: Der Vater von Publius lag krank im Bett. Er hatte hohes Fieber und starken Durchfall. Paulus ging zu ihm in das Zimmer, betete, legte die Hände auf ihn und machte ihn gesund. 9 Als das geschehen war, kamen auch die anderen Bewohner der Insel, die krank waren, und wurden geheilt. 10 Sie überschütteten uns mit vielen Ehren, und als wir fortfuhren, versorgten sie uns mit allem, was wir brauchten. 

Weiterreise nach Rom

11 Nach drei Monaten fuhren wir mit einem Schiff aus Alexandria, das auf der Insel überwintert hatte, los. Es hatte als Schiffswappen die Zwillinge Castor und Pollux. 12 In Syrakus legten wir an und hielten uns drei Tage dort auf. 13 Von da segelten wir an der Küstenlinie entlang nach Rhegion. Nach einem Tag erhob sich ein Südwind, und so erreichten wir schon am zweiten Tag Puteoli. 14 Dort trafen wir auf Jesusnachfolger. Sie baten uns, sieben Tage bei ihnen zu bleiben. Danach machten wir uns dann auf den Weg nach Rom. 15 Dort hatten die Schwestern und Brüder schon von unserem Kommen gehört und kamen uns entgegen bis nach Forum-Appii und Tres Tabernae. Als Paulus die erblickte, sprach er ein Dankgebet zu Gott und fasste wieder neuen Mut. 16 Als wir dann in die Stadt Rom hineinkamen, erhielt Paulus die Erlaubnis, allein zu wohnen, zusammen mit dem Soldaten, der ihn bewachte. 

Paulus in Rom

17 Nach drei Tagen rief Paulus die führenden Männer der dort ansässigen Juden zusammen und sagte zu ihnen: »Ihr Männer, ihr Brüder! Ich habe nichts getan, was gegen unser Volk gerichtet wäre oder gegen die Sitten und Gebräuche, die uns von unseren Vorfahren überliefert worden sind. Dennoch wurde ich in Jerusalem als Gefangener in die Hände der Römer ausgeliefert. 18 Als die meinen Fall untersucht hatten, wollten sie mich freilassen, weil ich nichts getan habe, was die Todesstrafe verdient hätte. 19 Weil die Juden aber dagegensprachen, war ich gezwungen, Berufung beim Kaiser einzulegen. Dabei habe ich nichts gegen meine eigene Nation vorzubringen. 20 Aus diesem Grund habe ich euch zu mir gerufen, um euch zu sehen und mit euch zu sprechen. Denn ich trage diese Fesseln, weil ich an der Hoffnung Israels festhalte.« 21 Da sagten sie zu ihm: »Wir haben aus Judäa weder Briefe über dich erhalten noch ist irgendeiner von den dortigen Brüdern hierhergekommen und hat irgendetwas Schlechtes über dich berichtet oder erzählt, weder als offiziellen Bericht noch ganz persönlich. 22 Doch wir haben den Wunsch, deine Ansichten kennenzulernen, denn uns ist bekannt, dass diese Glaubensrichtung überall Widerspruch hervorruft.« 23 Als sie dann einen Tag für ihn festgelegt hatten, kamen mehrere von ihnen in die Herberge, wo er wohnte. Er erklärte ihnen ausführlich die Nachricht von Gottes neuer Wirklichkeit, belegte das mit vielen Beispielen und versuchte, sie aufgrund der Aussagen im Gesetzbuch des Mose und den Büchern der Propheten von Jesus zu überzeugen. Das zog sich vom frühen Morgen bis zum Abend hin. 24 Einige von ihnen ließen sich von dem, was er sagte, überzeugen, andere aber glaubten nicht. 25 So waren sie untereinander uneins. Als sie weggingen, machte Paulus noch eine abschließende Aussage: »Der heilige Gottesgeist hat genau das Richtige getroffen, als er durch den Propheten Jesaja unseren Vorfahren sagen ließ: 26 ›Geh zu diesem Volk und sprich: Ihr habt zwar die Möglichkeit zu hören, und doch versteht ihr es nicht. Ihr habt es direkt vor Augen und seht es doch nicht und nehmt es nicht wahr. 27 Denn das Herz dieses Volkes ist unempfänglich und ihre Ohren sind unfähig zu hören. Ja, sie haben ihre Augen verschlossen, dass sie mit ihren Augen nichts sehen und mit ihren Ohren nichts hören und auch nichts mit ihren Herzen begreifen und erst recht nicht zu mir umkehren. Und doch will ich sie heilen.‹ 28-29 Deshalb kündige ich euch nun feierlich an, dass dieses Angebot Gottes zur Rettung jetzt den nichtjüdischen Völkern überbracht wird. Und die werden dieser Nachricht Gehör schenken!« 30 Zwei Jahre lang blieb Paulus so in seiner eigenen Mietwohnung und empfing alle, die zu ihm kamen. Öffentlich kündigte er die neue Wirklichkeit an, Gottes Königsherrschaft, 31 und unterwies die Menschen in allen Dingen, die mit Jesus, dem Messias, dem wahren Herrn, zu tun haben. Das tat er frei heraus, mit voller Überzeugung und ungehindert. 

Das Buch. Neues Testament, Psalmen, Sprichwörter – übersetzt von Roland Werner
© 2022 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen

Apostelgeschichte 28

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk

Die Überwinterung auf Malta

1 Als wir gerettet waren, erfuhren wir, dass die Insel Malta heißt. 2 Die Einheimischen erwiesen uns ungewöhnliche Menschenfreundlichkeit; sie zündeten ein Feuer an und holten uns alle zu sich, weil es zu regnen begann und kalt war. 3 Als Paulus einen Haufen Reisig zusammenraffte und auf das Feuer legte, fuhr infolge der Hitze eine Viper heraus und biss sich an seiner Hand fest. 4 Als die Einheimischen das Tier an seiner Hand hängen sahen, sagten sie zueinander: Dieser Mensch ist gewiss ein Mörder; die Rachegöttin lässt ihn nicht leben, obwohl er dem Meer entkommen ist. 5 Er aber schüttelte das Tier von sich ab ins Feuer und erlitt keinen Schaden. (Mk 16,18; Lk 10,19) 6 Da erwarteten sie, er werde anschwellen oder plötzlich tot umfallen. Als sie aber eine Zeit lang gewartet hatten und sahen, dass ihm nichts Schlimmes geschah, änderten sie ihre Meinung und sagten, er sei ein Gott. (Apg 14,11) 7 In jener Gegend lagen Landgüter, die dem Publius, dem Ersten der Insel, gehörten; er nahm uns auf und bewirtete uns drei Tage lang freundlich als seine Gäste.[1] 8 Der Vater des Publius lag gerade mit Fieber und Ruhr im Bett. Paulus ging zu ihm hinein und betete; dann legte er ihm die Hände auf und heilte ihn. 9 Daraufhin kamen auch die anderen Kranken der Insel herbei und wurden geheilt. 10 Sie erwiesen uns viele Ehren und bei der Abfahrt gaben sie uns alles mit, was wir brauchten. 

Von Malta nach Rom

11 Drei Monate später fuhren wir mit einem alexandrinischen Schiff ab, das auf der Insel überwintert hatte und die Dioskuren als Schiffszeichen trug.[2] 12 Wir liefen in Syrakus ein und blieben drei Tage; 13 von dort fuhren wir die Küste entlang weiter und erreichten Rhegion. Nach einem Tag setzte Südwind ein und so kamen wir in zwei Tagen nach Puteoli. 14 Hier trafen wir Brüder; sie baten uns, sieben Tage bei ihnen zu bleiben. Und so kamen wir nach Rom. 15 Von dort waren uns die Brüder, die von uns gehört hatten, bis Forum Appii und Tres Tabernae entgegengekommen, um uns zu begrüßen. Als Paulus sie sah, dankte er Gott und fasste Mut. 

Ankunft und Wirken des Völkerapostels in Rom

16 Nach unserer Ankunft in Rom erhielt Paulus die Erlaubnis, für sich allein zu wohnen, zusammen mit dem Soldaten, der ihn bewachte. (Apg 27,3) 17 Drei Tage später rief er die führenden Männer der Juden zusammen. Als sie versammelt waren, sagte er zu ihnen: Brüder, obwohl ich mich nicht gegen das Volk oder die Sitten der Väter vergangen habe, bin ich von Jerusalem aus als Gefangener den Römern ausgeliefert worden. 18 Diese haben mich verhört und wollten mich freilassen, da nichts Todeswürdiges gegen mich vorlag. 19 Weil aber die Juden Einspruch erhoben, war ich gezwungen, Berufung beim Kaiser einzulegen, jedoch nicht, um mein Volk anzuklagen. 20 Aus diesem Grund habe ich darum gebeten, euch sehen und sprechen zu dürfen. Denn um der Hoffnung Israels willen trage ich diese Fesseln. (Apg 26,6) 21 Sie antworteten ihm: Wir haben über dich weder Briefe aus Judäa erhalten noch ist einer von den Brüdern gekommen, der uns etwas Belastendes über dich berichtet oder erzählt hätte. 22 Wir wünschen aber von dir zu hören, was du denkst; denn von dieser Sekte ist uns bekannt, dass sie überall auf Widerspruch stößt. 23 Sie vereinbarten mit ihm einen bestimmten Tag, an dem sie in noch größerer Zahl zu ihm in die Wohnung kamen. Vom Morgen bis in den Abend hinein erklärte und bezeugte er ihnen das Reich Gottes und versuchte, sie vom Gesetz des Mose und von den Propheten aus für Jesus zu gewinnen. (Lk 24,44; Joh 1,45; Joh 5,45; Apg 13,16; Apg 17,2; 1Petr 1,10) 24 Die einen ließen sich durch seine Worte überzeugen, die andern blieben ungläubig. 25 Sie waren uneins untereinander und gingen weg. Paulus aber sagte noch das eine Wort: Treffend hat der Heilige Geist durch den Propheten Jesaja zu euren Vätern gesprochen: 26 Geh zu diesem Volk und sag: / Hören sollt ihr, hören, aber nicht verstehen; / sehen sollt ihr, sehen, aber nicht erkennen. (Jes 6,9; Mt 13,14; Mk 4,12; Lk 8,10; Joh 12,40) 27 Denn das Herz dieses Volkes ist hart geworden / und mit ihren Ohren hören sie nur schwer / und ihre Augen halten sie geschlossen, damit sie mit ihren Augen nicht sehen / und mit ihren Ohren nicht hören, / damit sie mit ihrem Herzen nicht zur Einsicht kommen, / sich bekehren und ich sie heile. 28-29 Darum sollt ihr nun wissen: Den Heiden ist dieses Heil Gottes gesandt worden. Und sie werden hören![3] (Ps 67,3; Ps 98,3; Lk 3,6; Apg 18,6) 30 Er blieb zwei volle Jahre in seiner Mietwohnung und empfing alle, die zu ihm kamen. 31 Er verkündete das Reich Gottes und lehrte über Jesus Christus, den Herrn - mit allem Freimut, ungehindert. (Apg 1,3; Apg 28,23; Röm 1,15) 

Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift
© 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart
Alle Rechte vorbehalten.
Die Herausgeber sind: (Erz-)Bischöfe Deutschlands, Österreichs, der Schweiz u.a.
Herausgebender Verlag: Katholische Bibelanstalt GmbH

www.bibelwerk.de