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Zürcher Bibel

1 Es gibt eine Fundstätte für das Silber und einen Ort für das Gold, das man läutert.
2 Aus der Erde wird Eisen gewonnen, und aus dem Gestein wird Kupfer geschmolzen.
3 Der Finsternis hat man ein Ende gesetzt, bis in den letzten Winkel erforscht man das dunkle und finstere Gestein.
4 Fremde Leute haben einen Schacht gebrochen, niemand denkt an sie, ohne Halt für den Fuss hängen sie, schweben sie fern von den Menschen.
5 Oben auf der Erde sprosst das Getreide, und unten wird sie zerwühlt wie von Feuer.
6 Ihr Gestein ist der Ort des Lapislazuli, und Goldstaub findet sich darin.
7 Kein Raubvogel kennt den Pfad, und das Auge des Habichts hat ihn nicht erspäht.
8 Die stolzen Tiere haben ihn nicht betreten, der Löwe ist nicht auf ihm geschritten.
9 An Kieselgestein hat man die Hand gelegt, von Grund auf die Berge umgewühlt.
10 Durch die Felsen hat man Stollen geschlagen, und lauter Kostbares hat das Auge erblickt.
11 Die Wasseradern hat man eingedämmt, und was verborgen ist, bringt man ans Licht.
12 Die Weisheit aber, wo ist sie zu finden, und wo ist der Ort der Erkenntnis?
13 Kein Mensch kennt ihren Wert, und im Land der Lebenden ist sie nicht zu finden.
14 Die Urflut spricht: In mir ist sie nicht, und das Meer spricht: Bei mir ist sie nicht.
15 Man kann sie nicht mit Feingold kaufen und ihren Preis nicht mit Silber aufwiegen.
16 Mit Ofirgold kann man sie nicht bezahlen, nicht mit kostbarem Karneol oder Lapislazuli.
17 Gold und Glas haben nicht ihren Wert, und gegen goldenes Gerät kann man sie nicht eintauschen,
18 zu schweigen von Korallen und Kristall. Und wer Weisheit hat, besitzt mehr als Perlen.
19 Der Chrysolith aus Kusch hat nicht ihren Wert, mit reinem Gold kann man sie nicht bezahlen.
20 Und die Weisheit, woher kommt sie, und wo hat die Erkenntnis ihren Ort?
21 Den Augen aller Lebenden ist sie verborgen, und vor den Vögeln des Himmels ist sie versteckt.
22 Abgrund und Tod sprechen: Die Kunde von ihr kam uns zu Ohren.
23 Gott weiss den Weg zu ihr, und er kennt ihren Ort.
24 Denn er schaut bis zu den Enden der Erde, er sieht alles, was unter dem Himmel ist.
25 Als er dem Wind sein Gewicht gab und das Mass des Wassers bestimmte,
26 als er dem Regen eine Grenze schuf und Blitz und Donner einen Weg,
27 da hat er sie gesehen und ermessen, er hat sie gefestigt und ergründet.
28 Zum Menschen aber sprach er: Sieh, die Furcht des Herrn, das ist Weisheit, und Böses meiden ist Erkenntnis.
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