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Neues Leben. Die Bibel

Die drohende Invasion der Assyrer

1 Und der Herr sagte zu mir: »Nimm dir eine große Tafel und schreibe darauf in deutlicher Schrift: Maher-Schalal-Hasch-Baz.1«
2 Ich nahm dazu zuverlässige Zeugen mit: den Priester Uria und Secharja, den Sohn Jeberechjas.
3 Danach näherte ich mich der Prophetin und sie wurde schwanger und gebar einen Sohn. Der Herr sagte zu mir: »Er soll Maher-Schalal-Hasch-Baz heißen.
4 Denn noch bevor das Kind lernt `Vater´ oder `Mutter´ zu sagen, werden die Reichtümer von Damaskus und die Beute aus Samaria vor den König von Assyrien gebracht werden.«
5 Daraufhin redete der Herr weiter zu mir. Er sagte:
6 »Dieses Volk hat meine zärtliche Fürsorge2 zurückgewiesen und vergeht vor Angst vor Rezin und dem Sohn Remaljas.
7 Deshalb gebt Acht: der Herr bringt die starken Wassermassen des Euphrat über sie - den König von Assyrien mit seiner ganzen militärischen Macht. Dadurch werden alle seine Flussläufe überflutet und er tritt über alle Ufer.
8 Diese Flut ergießt sich über Juda und wird so hoch anschwellen, bis dir, Immanuel, das Wasser bis zum Hals steht. Es wird dein Land vollständig bedecken.
9 Tobt nur, ihr Völker und zerbrecht in Stücke! Hört genau hin, ihr fernen Länder: Rüstet euch - und zerbrecht! Ja, rüstet euch und zerbrecht!
10 Schmiedet Pläne - sie werden vereitelt werden! Fasst Beschlüsse - sie werden nicht zu Stande kommen. Denn Gott ist mit uns!«

Aufforderung zum Gottvertrauen

11 Dies hat mir der Herr tatsächlich gesagt, als mich seine Hand ergriff. So hat er mich davor gewarnt, den Weg des Volkes zu gehen:
12 »Nennt nicht alles Verschwörung, was das Volk dafür hält und habt keine Angst vor dem, was ihm Angst macht. Lasst euch von dem, was es fürchtet, nicht beeindrucken.
13 Erachtet nichts außer dem Herrn, dem Allmächtigen, als heilig. Ihn sollt ihr fürchten und vor ihm sollt ihr Ehrfurcht haben.
14 So wird er ein Heiligtum sein. Aber für beide Häuser Israels wird er zum Stein des Anstoßes und ein Stolperstein, über den man fällt. Er wird den Bewohnern Jerusalems zum Fangnetz und zur Falle werden.
15 Viele von ihnen werden stolpern und fallen und zerschmettert werden; sie werden verstrickt und gefangen.«
16 Bewahre deine Weisungen und schließe sie in die Herzen derer ein, die dafür zugänglich sind.
17 Ich will auf den Herrn warten, der jetzt sein Gesicht vor Israel verbirgt. Ich will auf ihn hoffen.
18 Schaut her: Ich und die Kinder, die der Herr mir geschenkt hat, sind für Israel Zeichen und Zeugnisse vom Herrn, dem Allmächtigen, der auf dem Berg Zion wohnt.
19 Und wenn sie euch raten, die Totenbeschwörer und Zauberer, die geheimnisvoll flüstern und murmeln, zu befragen, so antwortet: »Soll ein Volk nicht lieber seinen Gott befragen? Soll man die Toten über die Lebenden befragen?«
20 Richtet euch nach Gottes Weisung aus und wendet euch seiner Offenbarung zu. Wer damit nicht übereinstimmt, dem wird kein Morgenrot mehr leuchten.
21 Diejenigen werden müde und hungrig im Land umherirren. Hungrige Menschen werden zornig und verfluchen ihren König und ihren Gott. Sie schauen nach oben
22 und wieder zur Erde; dort sehen sie Kummer, Verzweiflung und bedrängendes Dunkel. Sie werden in die Finsternis hinausgestoßen werden.

Die Hoffnung ruht auf dem Messias

23 Doch diese Zeit der Dunkelheit und Verzweiflung wird nicht für immer andauern. Wurden früher auch das Land Sebulon und das Land Naftali gedemütigt, so wird später das Gebiet der Völker, die Gott nicht kennen, die Straße am Meer jenseits des Jordan, zu Ehren kommen.
1 8,1 Hebr. Raube-bald, Eile-Beute.
2 8,6 Hebr. die sanft fließenden Wasser von Siloah.
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