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Gute Nachricht Bibel

Vier Warnungen

1 Mein Sohn, hast du für einen anderen Bürgschaft übernommen? Hast du dich durch Handschlag verpflichtet, für seine Schulden aufzukommen?1
2 Sind deine eigenen Worte dir zur Schlinge geworden? Bist du durch deine Versprechungen in eine Falle geraten?
3 Dann hat der andere dich in seiner Gewalt, mein Sohn, und dir bleibt nur noch ein Ausweg: Geh zu ihm, bestürme ihn mit Bitten, lass nicht nach, damit er dich freigibt.
4 Gönne dir keine Ruhe, gönne deinen Augen keinen Schlaf,
5 bis du ihm entronnen bist wie eine Gazelle aus der Hand des Fallenstellers oder ein Vogel aus dem Netz.
6 Sieh dir die Ameise an, du Faulpelz! Nimm dir ein Beispiel an ihr, damit du weise wirst!
7 Sie hat keinen Aufseher und keinen Antreiber.
8 Und doch sorgt sie im Sommer für ihre Nahrung und sammelt zur Erntezeit ihre Vorräte.
9 Wie lange willst du noch liegen bleiben, du Faulpelz? Wann geruhst du endlich aufzustehen?
10 »Nur ein kurzes Nickerchen«, sagst du, »nur einen Moment die Augen zumachen und die Hände in den Schoß legen.«
11 Und während du das tust, kommt die Armut zu dir wie ein Landstreicher und die Not überfällt dich wie ein Einbrecher.
12 Nichtsnutzige, heimtückische Menschen laufen umher und verbreiten Lügen.
13 Sie zwinkern mit den Augen, um andere zu täuschen, und geben Zeichen mit den Händen oder Füßen.
14 Ihr Herz ist falsch; immerzu schmieden sie böse Pläne und zetteln Streitereien an.
15 Darum nehmen sie ein schreckliches Ende. Unerwartet wird das Verderben sie treffen und nichts wird es abwenden können.
16 Sechs Dinge verabscheut der Herr und das siebte kann er erst recht nicht ausstehen:
17 überhebliche Augen, eine lügnerische Zunge, Hände, die schuldlose Menschen töten,
18 einen Kopf, der böse Pläne ausheckt, Füße, die auf verbrecherischen Wegen laufen,
19 einen Zeugen, der nicht die Wahrheit sagt, und einen Menschen, der Brüder gegeneinander aufhetzt.

Ehebruch bleibt nicht ohne Folgen

20 Mein Sohn, halte dich an die Weisungen deines Vaters! Vergiss nicht, was deine Mutter dich gelehrt hat!
21 Lass dir die Worte deiner Eltern am Herzen liegen, so nahe wie das Schmuckstück, das du an einer Schnur um den Hals trägst.
22 Diese Worte werden dich bei deiner Arbeit leiten, dich beschützen, während du schläfst, und dich beraten, sobald du wieder aufgewacht bist.
23 Was Vater und Mutter dir beibringen, ist wie eine helle Lampe für deinen Weg. Wenn sie dich ermahnen und zurechtweisen, leiten sie dich an zu einem erfüllten Leben.
24 Sie schützen dich vor der schlechten Frau, vor der Frau eines anderen, die dich mit Schmeichelworten lockt.
25 Lass dich nicht von ihren Reizen verführen, und wenn sie dir schöne Augen macht, fall nicht darauf herein!
26 Für eine Prostituierte zahlst du nicht mehr als für einen Laib Brot, aber für die Frau eines anderen musst du mit deinem Leben bezahlen.2
27 Kann man Feuer in der Tasche seines Gewandes tragen, ohne das Gewand in Brand zu setzen?
28 Kann man über glühende Kohlen laufen, ohne sich die Füße zu verbrennen?
29 Ebenso wenig kann man mit der Frau eines anderen schlafen, ohne die Strafe dafür zu bekommen.
30 Einen Dieb verachtet man, auch wenn er nur stiehlt, weil der Hunger ihn treibt.
31 Wird er ertappt, so muss er es siebenfach bezahlen und schlimmstenfalls alles hergeben, was er besitzt.
32 Aber wer mit der Frau eines anderen Ehebruch begeht, muss den Verstand verloren haben. So etwas tut nur einer, der sein Leben leid ist!3
33 Schläge bekommt er und dazu Schmach und Schande, die er nie wieder loswird.
34 Eifersucht steigert die Wut eines Ehemannes bis zum Äußersten; und wenn die Gelegenheit sich bietet, wird er sich rächen ohne jedes Mitleid.
35 Mit Sühnegeld lässt er sich nicht besänftigen. Du magst ihm noch so viele Geschenke anbieten, er bleibt hart.
1 Die öfter ausgesprochene Warnung vor Bürgschaften (siehe Vergleichsstellen zu 6,1-5) ruft nicht zur Hartherzigkeit auf, sondern will verhüten, dass sich einer durch seine Gutherzigkeit selbst ruiniert (22,26-27).
2 Deutung unsicher.
3 Weil auf Ehebruch die Todesstrafe steht (Lev 20,10; Dtn 22,22), auf deren Vollstreckung der eifersüchtige Ehemann besteht (Vers 35).
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