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Gute Nachricht Bibel

Hoffnung in größter Not

1 1Ein Gedicht der Korachiter.
2 Wie ein Hirsch nach frischem Wasser lechzt, so sehne ich mich nach dir, mein Gott!
3 Ich dürste nach Gott, nach dem wahren, lebendigen Gott. Wann darf ich zu ihm kommen, wann darf ich ihn sehen?2
4 Tränen sind meine Nahrung bei Tag und Nacht, weil man mich ständig fragt: »Wo bleibt er denn, dein Gott?«
5 Wenn ich an früher denke, geht das Herz mir über: Da zog ich mit der großen Schar zum Hause Gottes, da konnte ich jubeln und danken in der feiernden Menge.
6 Warum bin ich so mutlos? Muss ich denn verzweifeln? Auf Gott will ich hoffen! Ich weiß, ich werde ihn noch einmal preisen, ihn, meinen Gott, der mir hilft.3
7 Ich weiß nicht mehr aus noch ein! Darum gehen meine Gedanken zu ihm – aus der Ferne, vom Land an den Jordanquellen, vom Hermongebirge mit seinen Gipfeln.
8 Rings um mich tost es und braust es:4 Flut auf Flut, von ihm geschickt, Welle auf Welle rollt über mich hin.
9 Am Tag wird er mir seine Güte erweisen und in der Nacht will ich ihm singen voller Dank; zu Gott will ich beten, der mir das Leben gibt.
10 Ich sage zu ihm, meinem Beschützer: Warum hast du mich vergessen? Warum geht es mir so elend? Und dazu quälen mich noch meine Feinde!
11 Wie eine tödliche Wunde ist ihr Hohn für mich, weil sie mich täglich fragen: »Wo bleibt er denn, dein Gott?«
12 Warum bin ich so mutlos? Muss ich denn verzweifeln? Auf Gott will ich hoffen! Ich weiß, ich werde ihn noch einmal preisen, ihn, meinen Gott, der mir hilft.
1 Wie der Kehrvers zeigt (42,6.12; 43,5), waren Ps 42/43 ursprünglich ein zusammenhängendes Lied.
2 ihn sehen: mit einigen Handschriften und der syrischen Übersetzung; H vor ihm erscheinen (so von den jüdischen Überlieferern geändert, da als anstößig empfunden; vgl. Ex 33,20).
3 ihn, meinen Gott ... (wörtlich die Hilfe meines Angesichts und meinen Gott): mit einigen Handschriften und alten Übersetzungen; entsprechend in Vers 12; 43,5. H die Hilfe seines Angesichts, 7 mein Gott.
4 Das Brausen der Jordanquellen am Fuß des Hermon-Massivs wird dem Beter zum Bild für die Unglücksschläge, die wie vernichtende Fluten über ihn hereinbrechen. Trotzdem hält er daran fest, dass Gottes Hilfe nicht ausbleiben wird.
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