Hiob 35 | Schlachter 2000 Einheitsübersetzung 2016

Hiob 35 | Schlachter 2000

Elihu rät Hiob, Gott und seine Belehrung zu suchen

1 Weiter redete Elihu und sprach: 2 Hältst du dies für Recht, wenn du sagst: »Ich bin gerechter als Gott«? 3 Denn du fragst dich, was es dir nützt: »Was habe ich davon, wenn ich nicht sündige?« 4 Ich will dir Worte erwidern und deinen Gefährten mit dir! 5 Sieh zum Himmel empor und betrachte ihn, und schau die Wolken an, die höher sind als du! 6 Wenn du sündigst, was tust du Ihm zuleide? Und sind deine Missetaten zahlreich, was schadest du Ihm? 7 Bist du aber gerecht, was gibst du Ihm, und was empfängt Er von deiner Hand? 8 Aber ein Mensch wie du leidet unter deiner Gottlosigkeit, und einem Menschenkind nützt deine Gerechtigkeit. 9 Sie schreien unter den vielen Bedrückungen, sie rufen um Hilfe wegen der Gewalt der Großen. 10 Aber man denkt nicht: Wo ist Gott, mein Schöpfer, der Loblieder gibt in der Nacht, 11 der uns mehr Belehrung zuteilwerden ließ als den Tieren des Feldes, und uns mehr Verstand gegeben hat als den Vögeln unter dem Himmel? 12 Dann schreien sie, doch Er antwortet nicht wegen des Übermuts der Bösen. 13 Gott wird auf Nichtigkeit gewiss nicht hören, und der Allmächtige sieht sie nicht an. 14 Auch wenn du sagst, du könntest ihn nicht sehen, so liegt die Rechtssache doch vor ihm; warte du nur auf ihn! 15 Und nun, weil sein Zorn noch nicht gestraft hat, sollte er deshalb um den Übermut nicht sehr wohl wissen? 16 So hat also Hiob seinen Mund umsonst aufgesperrt und aus lauter Unverstand so viele Worte gemacht!

Bibeltext der Schlachter Copyright © 2000 Genfer Bibelgesellschaft Wiedergegeben mit der freundlichen Genehmigung. Alle Rechte vorbehalten.

Einheitsübersetzung 2016

DRITTE REDE ELIHUS

Gottes Erhabenheit

1 Dann ergriff Elihu das Wort und sprach: 2 Hältst du es für richtig, / dass du sagst: Ich bin gerechter als Gott, 3 dass du fragst, was es dir nützt, und sagst: / Was habe ich davon, dass ich nicht sündige? 4 Ich will mit Worten dir erwidern / und deinen Freunden auch mit dir. 5 Schau den Himmel an und sieh, / blick zu den Wolken auf hoch über dir! 6 Wenn du gesündigt hast, was schadest du ihm, / sind zahlreich deine Frevel, was machst du mit ihm? 7 Tust du Recht, was gibst du ihm / oder was empfängt er aus deiner Hand? 8 Einen Mann wie dich trifft dein Frevel, / dein Gerechtsein nur den Menschen.

Gottes Langmut

9 Sie schreien über der Bedrücker Menge, / rufen um Hilfe unter dem Arm der Großen. 10 Doch keiner fragt: Wo ist Gott, mein Schöpfer, / der Loblieder schenkt bei Nacht, 11 der uns mehr lehrt als die Tiere der Erde / und uns weiser macht als die Vögel des Himmels? 12 Dort schreien sie und doch antwortet er nicht / wegen des Übermuts der Bösen. 13 Wahrhaftig umsonst, Gott hört es nicht / und der Allmächtige achtet nicht darauf. 14 Gar wenn du sagst, du sähest ihn nicht - / das Gericht steht bei ihm, du aber harre auf ihn! 15 Jetzt aber, da sein Zorn nicht straft / und er nicht groß des Frevels achtet, 16 reißt Ijob sinnlos seinen Mund auf, / macht große Worte im Unverstand.