Hesekiel 32 | Schlachter 2000 Einheitsübersetzung 2016

Hesekiel 32 | Schlachter 2000

Klagelied über den Pharao

1 Und es geschah im zwölften Jahr, im zwölften Monat, am ersten Tag des Monats, da erging das Wort des HERRN an mich folgendermaßen: 2 Menschensohn, stimme ein Klagelied an über den Pharao, den König von Ägypten, und sprich zu ihm: Du warst einem jungen Löwen gleich unter den Heidenvölkern, und du warst wie ein Seeungeheuer in den Meeren. Du brachst hervor in deinen Strömen; du trübtest das Wasser mit deinen Füßen und wühltest ihre Flüsse auf. 3 So spricht GOTT, der Herr: Ich will mein Netz über dich ausspannen durch eine Schar vieler Völker; die werden dich in meinem Garn heraufziehen. 4 Und ich will dich auf das Land werfen und aufs freie Feld schleudern; und ich will bewirken, dass alle Vögel des Himmels sich auf dir niederlassen sollen; ich will die Tiere der ganzen Erde mit dir sättigen. 5 Ich will dein Fleisch auf die Berge werfen und die Täler mit deinem Aas füllen. 6 Ich will das Land mit den Strömen deines Blutes tränken bis an die Berge hin, und die Talsohlen sollen voll werden von dir. 7 Wenn ich dich auslöschen werde, so will ich den Himmel bedecken und seine Sterne verdunkeln; ich will die Sonne in Gewölk hüllen, und der Mond wird seinen Schein nicht geben; 8 ich will alle leuchtenden Himmelslichter über dir verdunkeln und Finsternis über dein Land bringen, spricht GOTT, der Herr. 9 Ich will auch das Herz vieler Völker traurig machen, wenn ich deinen Untergang bekannt mache unter den Heiden und in den Ländern, die du nicht kennst. 10 Und ich werde bewirken, dass sich viele Völker über dich entsetzen und dass ihre Könige deinetwegen erschaudern werden, wenn ich mein Schwert vor ihren Augen schwingen werde. Sie werden jeden Augenblick erzittern, jeder für sein Leben, am Tag deines Falls. 11 Denn so spricht GOTT, der Herr: Das Schwert des Königs von Babel wird über dich kommen. 12 Ich will deine Menge fällen durch das Schwert der Helden; sie sind allesamt die Gewalttätigsten unter den Heiden, und sie werden die stolze Pracht Ägyptens verwüsten, und seine ganze Volksmenge wird vertilgt werden. 13 Ich will auch all sein Vieh an den vielen Wassern umbringen, dass künftig weder die Füße der Menschen noch die Klauen des Viehs sie trüben sollen. 14 Dann will ich bewirken, dass ihre Wasser sinken und ihre Ströme wie Öl daherfließen sollen, spricht GOTT, der Herr. 15 Wenn ich das Land Ägypten zur Wüste gemacht und das Land entblößt habe von allem, was es erfüllt, wenn ich alle, die darin wohnen, geschlagen habe, so werden sie erkennen, dass ich der HERR bin. 16 Das ist ein Klagelied, und man wird es klagend singen; die Töchter der Heiden werden es klagend singen; sie werden es klagend singen über Ägypten und über seine ganze Menge, spricht GOTT, der Herr.

Der Pharao und sein Heer fahren ins Totenreich

17 Und es geschah im zwölften Jahr, am fünfzehnten Tag des Monats, da erging das Wort des HERRN an mich folgendermaßen: 18 Menschensohn, erhebe eine Wehklage über die Menge in Ägypten und lass sie mit den Töchtern mächtiger Völker hinabfahren in die untersten Örter der Erde, zu denen, die in die Grube hinabgefahren sind. 19 Wen übertriffst du an Lieblichkeit? — Fahre hinab! Lege dich zu den Unbeschnittenen! 20 Mitten unter den vom Schwert Erschlagenen sollen sie fallen. Das Schwert ist übergeben; zieht sie hinab samt all ihrer Menge! 21 Die Vornehmen unter den Helden aus der Mitte des Totenreichs werden von ihm und seinen Helfern sagen: »Sie sind hinabgefahren, sie liegen da, die Unbeschnittenen, die vom Schwert durchbohrt sind!« 22 Da ist Assyrien mit seinem ganzen Haufen, ringsum sind seine Gräber, sie alle sind erschlagen, durch das Schwert gefallen. 23 Ihre Gräber sind in die tiefste Grube gelegt, und rings um sein Grab ist seine Schar; sie sind alle erschlagen, durchs Schwert gefallen, die zuvor Schrecken verbreitet haben im Land der Lebendigen. 24 Da ist auch Elam und alle seine Menge rings um sein Grab; sie alle sind erschlagen, durchs Schwert gefallen, unbeschnitten in die untersten Örter der Erde hinabgefahren; sie, die einst Schrecken verbreiteten im Land der Lebendigen und nun ihre Schande tragen samt denen, die in die Grube hinabgefahren sind. 25 Man hat ihm mit all seiner Menge unter den Erschlagenen ein Lager gegeben; ihre Gräber sind ringsum. Alle sind unbeschnitten, vom Schwert erschlagen; weil sie Schrecken verbreitet haben im Land der Lebendigen, müssen sie ihre Schande tragen samt denen, die in die Grube hinabgefahren sind; man hat ihn mitten unter die Erschlagenen gelegt. 26 Da sind auch Mesech, Tubal und ihre ganze Menge und ihre Gräber ringsum. Diese alle sind unbeschnitten vom Schwert erschlagen worden, weil sie Schrecken verbreitet haben im Land der Lebendigen. 27 Und sie liegen nicht bei den Helden, die unter den Unbeschnittenen gefallen sind, die mit ihren Kriegswaffen ins Totenreich hinabfuhren, denen man ihre Schwerter unter ihre Häupter legte; sondern ihre Missetat ist auf ihren Gebeinen, weil sie ein Schrecken der Helden waren im Land der Lebendigen. 28 So sollst auch du unter den Unbeschnittenen zerschmettert werden und bei denen liegen, die durch das Schwert umgekommen sind! 29 Da ist auch Edom mit seinen Königen und allen seinen Fürsten, die mit ihrer Macht zu denen gelegt wurden, die durch das Schwert erschlagen wurden. Sie liegen bei den Unbeschnittenen und bei denen, die in die Grube hinabgefahren sind. 30 Da sind auch alle Fürsten des Nordens und alle Zidonier, die mit den Erschlagenen hinabgefahren sind. Sie sind mit ihrer furchterregenden Stärke zuschanden geworden und liegen unbeschnitten unter denen, die vom Schwert erschlagen wurden, und tragen ihre Schande samt denen, die in die Grube hinabgefahren sind. 31 Der Pharao wird sie sehen, und er wird getröstet werden über alle seine Menge. Vom Schwert erschlagen ist der Pharao und sein ganzes Heer!, spricht GOTT, der Herr. 32 Denn ich habe ihn Schrecken verbreiten lassen im Land der Lebendigen; darum soll der Pharao und seine ganze Menge unter Unbeschnittenen hingestreckt werden, bei denen, die vom Schwert erschlagen worden sind, spricht GOTT, der Herr.

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Einheitsübersetzung 2016

Sechstes Wort gegen Ägypten Totenklage über den Pharao, das gefangene Krokodil

1 Es geschah im zwölften Jahr, im zwölften Monat, am ersten Tag des Monats, da erging das Wort des HERRN an mich: 2 Menschensohn, stimm eine Totenklage an über den Pharao, den König von Ägypten, und sag zu ihm: Einem Löwen unter den Nationen bist du gleich gewesen. Du jedoch warst wie das Ungeheuer in den Meeren, hast deine Flüsse aufgepeitscht, / die Wasser mit deinen Füßen verschmutzt / und ihre Fluten aufgewühlt. 3 So spricht GOTT, der Herr: / Ich spanne aus über dich mein Netz durch ein Heer von vielen Völkern, / die ziehen dich herauf in meinem Schleppnetz. 4 Dann werfe ich dich aufs Land, / schleudere dich aufs freie Feld. Ich sorge dafür, dass alle Vögel des Himmels sich auf dir niederlassen, / und ich sättige mit dir die Tiere der ganzen Erde. 5 Ich lege dein Fleisch auf den Bergen aus / und fülle die Täler mit deinem Aas. 6 Ich tränke das Land bis hin zu den Bergen / mit der Flut deines Blutes; die Schluchten sollen sich damit füllen. 7 Wenn dein Leben erlischt, / will ich den Himmel bedecken und seine Sterne verdüstern. Die Sonne decke ich zu mit Wolken, / der Mond lässt sein Licht nicht mehr leuchten. 8 Deinetwegen verdunkle ich / alle die strahlenden Lichter am Himmel und lege Finsternis über dein Land - / Spruch GOTTES, des Herrn. 9 Ich versetze das Herz vieler Völker in Kummer, / wenn ich ihnen und all den Ländern, die du nicht kanntest, / deinen Zusammenbruch unter den Nationen melde. 10 Über dich lasse ich viele Völker entsetzt sein, / ihren Königen sträuben sich deinetwegen die Haare, wenn ich mein Schwert gegen sie schwinge. Sie zittern erregt am Tag deines Sturzes, / jeder hat Angst um sein Leben. 11 Denn so spricht GOTT, der Herr: / Das Schwert des Königs von Babel kommt über dich. 12 Durch Schwerter von Kriegern / bringe ich dein Gefolge zu Fall. Sie alle sind die gewalttätigsten unter den Völkern. / Sie verwüsten den Stolz von Ägypten, all seine Pracht wird zerstört. 13 All sein Vieh lasse ich verschwinden / aus den großen Gewässern. Keines Menschen Fuß wird sie mehr trüben / noch werden die Hufe der Tiere sie trüben. 14 Dann mache ich ihre Gewässer klar / und ihre Ströme lasse ich dahingleiten wie Öl - / Spruch GOTTES, des Herrn. 15 Wenn ich das Land Ägypten zum Ödland mache / und wenn das Land, seiner Fülle beraubt, verödet ist, wenn ich alle seine Bewohner darin erschlage, dann werden sie erkennen, dass ich der HERR bin. 16 Eine Totenklage ist dies, die Totenklage, sie soll man anstimmen; die Töchter der Nationen sollen die Totenklage anstimmen. Über Ägypten und all seine Pracht sollen sie die Totenklage anstimmen - Spruch GOTTES, des Herrn.

Siebtes Wort gegen Ägypten Totenklage über den Pharao Totenklage über den Pharao und sein Gefolge

17 Es geschah im zwölften Jahr, am fünfzehnten Tag des ersten Monats, da erging das Wort des HERRN an mich: 18 Menschensohn, jammre über die Pracht Ägyptens und geleite sie hinab in das Land der Tiefe, sie und die Töchter mächtiger Nationen, bring sie zu denen, die in die Grube hinabgestiegen sind! 19 Wen hast du an Schönheit übertroffen? / Steige hinab und lieg bei den unbeschnittenen Männern! 20 Mitten unter jene, die das Schwert erschlug, / werden sie fallen. Dem Schwert wurde es übergeben. / Rafft es weg mit all seiner Pracht! 21 Dann sagen die mächtigen Helden mitten aus der Unterwelt / über ihn samt seinen Helfern: Sie sind hinabgestiegen, liegen da, / die Unbeschnittenen, die vom Schwert Erschlagenen. 22 Dort ist Assur und sein ganzes Heer, / rings um ihn sind ihre Gräber. Sie alle hat man erschlagen, / sie fielen unter dem Schwert. 23 Im tiefsten Grund einer Grube / gab man ihm sein Grab. Sein Heer liegt rings um sein Grab. / Sie alle hat man erschlagen, sie fielen unter dem Schwert, / sie, die einst im Land der Lebenden Schrecken verbreitet haben. 24 Dort liegt Elam und all sein Gefolge / rings um sein Grab. Sie alle hat man erschlagen, / sie fielen unter dem Schwert, in das Land der Tiefe sind sie hinabgestiegen, / Unbeschnittene, sie, die einst im Land der Lebenden / ihren Schrecken verbreitet haben. Sie aber haben ihre Schande zu tragen / mit denen, die in die Grube hinabgestiegen sind. 25 Mitten unter denen, die man erschlug, / hat man ihm mit seinem ganzen Gefolge ein Lager bereitet. Rings um ihn her sind seine Gräber, / sie alle sind Unbeschnittene, die man mit dem Schwert erschlug. Denn im Land der Lebenden / hatte sich der Schrecken vor ihnen verbreitet, sie aber haben ihre Schande zu tragen, / mit denen, die in die Grube hinabgestiegen sind. Mitten unter Erschlagene legte man sie. 26 Dort ist Meschech-Tubal und all sein Gefolge. / Rings um ihn her sind ihre Gräber. Sie alle sind Unbeschnittene, / mit dem Schwert Erschlagene; denn sie haben im Land der Lebenden ihren Schrecken verbreitet. 27 Aber sie liegen nicht bei den gefallenen Kriegern aus früheren Zeiten, / die mit ihrer Rüstung in die Unterwelt hinabgestiegen sind, denen man das Schwert unter den Kopf gelegt hat. Doch ihre Sünden lasten auf ihren Gebeinen; / denn der Schrecken der Krieger war im Land der Lebenden.* 28 Auch du wirst inmitten der Unbeschnittenen zerbrochen / und liegst bei denen, die das Schwert erschlug. 29 Dort liegen Edom, seine Könige / und all seine Fürsten, die man trotz ihrer Stärke zu denen gelegt hat, / die das Schwert erschlug. Sie, ja sie liegen da bei den unbeschnittenen Männern, / bei denen, die in die Grube hinabgestiegen sind. 30 Dort sind Fürsten des Nordens, / sie alle und alle Sidonier; sie stiegen hinab mit denen, die man erschlug. Trotz ihrer schreckenerregenden Stärke / sind sie zuschanden geworden; bei den Unbeschnittenen liegen sie, / bei denen, die das Schwert erschlug. Sie haben ihre Schande zu tragen / mit denen, die in die Grube hinabgestiegen sind. 31 Der Pharao wird sie sehen / und er tröstet sich über den Verlust seines ganzen Gefolges. Jetzt sind sie vom Schwert erschlagen, / der Pharao und seine ganze Streitmacht - / Spruch GOTTES, des Herrn. 32 Denn ich habe meinen Schrecken verbreitet / im Land der Lebenden. Doch jetzt liegt der Pharao da / mit seinem ganzen Gefolge inmitten der unbeschnittenen Männer, / bei denen, die das Schwert erschlug - Spruch GOTTES, des Herrn.