کتاب مقدس، ترجمۀ معاصر | Lutherbibel 2017 | Richter 19

Richter 19 | کتاب مقدس، ترجمۀ معاصر

عمل قبيح بنيامينیها

1 اين واقعه زمانی روی داد كه قوم اسرائيل هنوز پادشاهی نداشت: مردی از قبيلهٔ لاوی در آن طرف كوهستان افرايم زندگی میكرد. وی دختری از اهالی بيتلحم يهودا را به عقد خود درآورد. 2 اما آن دختر از وی دلگير شده، به خانهٔ پدرش فرار كرد و مدت چهار ماه در آنجا ماند. 3 سرانجام شوهرش برخاسته، به دنبال زنش رفت تا دوباره دل او را به دست آورد و او را به خانه بازگرداند. غلامی با دو الاغ همراه او بود. چون به آنجا رسيد، زنش او را به خانهٔ خود برد و پدر زنش از ديدن وی بسيار شاد شد. 4 پدر زنش از او خواست كه چند روزی با آنها بماند. پس او سه روز در خانهٔ ايشان ماند و اوقات خوشی را با هم گذراندند. 5 روز چهارم، صبح زود برخاستند و خواستند حركت كنند، اما پدر زنش اصرار نمود كه بعد از خوردن صبحانه بروند. 6 پس از صرف صبحانه پدر زن آن مرد گفت: «امروز هم پيش ما بمان تا با هم خوش بگذرانيم.» 7 آن مرد اول نپذيرفت، اما سرانجام بر اثر اصرار پدر زنش يک روز ديگر نزد آنها ماند. 8 روز بعد، آنها دوباره صبح زود برخاستند تا بروند اما باز پدر زنش مانع شد و گفت: «خواهش میكنم چيزی بخوريد و تا غروب بمانيد.» پس ماندند و به خوردن و نوشيدن پرداختند. 9 در پايان همان روز كه آن مرد و زنش و نوكرش آمادهٔ حركت میشدند، پدر زنش گفت: «اكنون دير وقت است. بهتر است شب را هم با خوشی دور هم باشيم و فردا صبح زود برخاسته روانه شويد.» 10 ولی آن مرد اين بار قبول نكرد و به اتفاق همراهانش به راه افتاد. آنها پيش از غروب به اورشليم كه يبوس هم ناميده میشد، رسيدند. نوكرش به وی گفت: «بهتر است امشب در همين شهر بمانيم.» 12 مرد جواب داد: «نه، ما نمیتوانيم در اين شهر غريب كه يک اسرائيلی هم در آن يافت نمیشود بمانيم. بهتر است به جبعه يا رامه برويم و شب را در آنجا به سر بريم.» 14 پس به راه خود ادامه دادند. غروب به جبعه كه در سرزمين قبيلهٔ بنيامين بود، وارد شدند، 15 تا شب را در آنجا به سر برند. اما چون كسی آنها را به خانهٔ خود نبرد، در ميدان شهر ماندند. 16 در اين موقع پيرمردی از كار خود در مزرعهاش به خانه برمیگشت (او از اهالی كوهستان افرايم بود، ولی در جبعهٔ بنيامين زندگی میكرد). 17 چون مسافران را در گوشهٔ ميدان ديد نزد ايشان رفت و پرسيد: «از كجا آمدهايد و به كجا میرويد؟» 18 مرد در پاسخ گفت: «از بيتلحم يهودا آمدهايم و به آن طرف كوهستان افرايم میرويم، زيرا خانهٔ ما آنجا در نزديكی شيلوه است. با اينكه يونجه برای الاغها و خوراک و شراب كافی برای خودمان همراه داريم، هيچكس ما را به خانهٔ خود راه نمیدهد.» 20 پيرمرد گفت: «نگران نباشيد. من شما را به خانهٔ خود میبرم. شما نبايد در ميدان بمانيد.» 21 پس آنها را با خود به خانه برد و كاه به الاغهايشان داد. ايشان پس از شستن پاها و رفع خستگی شام خوردند. 22 وقتی آنها سرگرم گفتگو بودند ناگهان عدهای از مردان منحرف و شهوتران، خانهٔ پيرمرد را محاصره نمودند. ايشان در حالی که در را به شدت میكوبيدند، فرياد میزدند: «ای پيرمرد، مردی را كه در خانهٔ توست بيرون بياور تا به او تجاوز كنيم.» 23 پيرمرد از خانهاش بيرون آمد و به آنها گفت: «برادران من، از شما تمنا میكنم چنين عمل زشتی را انجام ندهيد، زيرا او میهمان من است. 24 دختر باكرهٔ خودم و زن او را نزد شما میآورم، هر چه كه میخواهيد با آنها بكنيد، اما چنين عمل زشتی را با اين مرد نكنيد.» 25 ولی آنها به حرفهای پيرمرد گوش ندادند. پس مرد میهمان، زن خود را به آنها تسليم نمود و آنها تمام شب به وی تجاوز كردند و صبح خيلی زود او را رها ساختند. 26 سپيده دم، آن زن به دم در خانهای كه شوهرش در آنجا بود آمد و همانجا بر زمين افتاد و تا روشن شدن هوا در آنجا ماند. 27 صبح، وقتی كه شوهرش در را گشود تا روانه شود، ديد زنش كنار در خانه افتاده و دستهايش بر آستانهٔ در است. 28 به او گفت: «برخيز تا برويم.» اما جوابی نشنيد، چون زن مرده بود. پس جسد وی را روی الاغ خود انداخته عازم خانهاش شد. 29 وقتی به منزل رسيد، چاقويی برداشته، جسد زنش را به دوازده قطعه تقسيم كرد و هر قطعه را برای يكی از قبايل اسرائيل فرستاد. 30 قوم اسرائيل چون اين را ديدند خشمگين شده، گفتند: «از روزی كه قوم ما از مصر بيرون آمد تاكنون چنين عملی ديده نشده است. ما نبايد در اين مورد خاموش بنشينيم.»

Persian Contemporary Bible TM Copyright © 1995, 2005, 2018 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.

Lutherbibel 2017

Die Schandtat von Gibea in Benjamin

1 Zu der Zeit war kein König in Israel. Da wohnte ein Levit als Fremdling weit hinten im Gebirge Ephraim und hatte sich eine Nebenfrau genommen aus Bethlehem in Juda. 2 Und als seine Nebenfrau über ihn erzürnt war, lief sie von ihm fort zu ihres Vaters Hause nach Bethlehem in Juda und war dort vier Monate lang. 3 Da machte sich ihr Mann auf und zog ihr nach, um freundlich mit ihr zu reden und sie zu sich zurückzuholen; und er hatte seinen Knecht und ein Paar Esel bei sich. Und sie führte ihn in ihres Vaters Haus. Als ihn aber der Vater der jungen Frau sah, wurde er froh und ging ihm entgegen. 4 Und sein Schwiegervater, der Vater der jungen Frau, hielt ihn fest, dass er drei Tage bei ihm blieb. Sie aßen und tranken und blieben dort über Nacht. 5 Am vierten Tag erhoben sie sich früh am Morgen, und er machte sich auf und wollte fortziehen. Da sprach der Vater der jungen Frau zu seinem Schwiegersohn: Stärke dich zuvor mit einem Bissen Brot, danach könnt ihr ziehen. 6 Und sie setzten sich und aßen beide miteinander und tranken. Da sprach der Vater der jungen Frau zu dem Mann: Bleib doch über Nacht und lass dein Herz guter Dinge sein. 7 Als aber der Mann aufstand und ziehen wollte, nötigte ihn sein Schwiegervater, dass er noch einmal über Nacht dablieb. 8 Am Morgen des fünften Tages machte er sich früh auf und wollte ziehen. Da sprach der Vater der jungen Frau: Stärke dich doch, wartet, bis sich der Tag neigt. Und so aßen die beiden miteinander. 9 Da machte sich der Mann auf und wollte mit seiner Nebenfrau und mit seinem Knecht fortziehen. Aber sein Schwiegervater, der Vater der jungen Frau, sprach zu ihm: Siehe, der Tag hat sich geneigt und es will Abend werden; bleibt doch über Nacht! Siehe, der Tag geht zu Ende, bleib über Nacht hier und lass dein Herz guter Dinge sein. Morgen mögt ihr früh aufstehen und eures Weges ziehen zu deinem Zelt. 10 Aber der Mann wollte nicht mehr über Nacht bleiben, sondern machte sich auf und zog hin und kam bis gegenüber von Jebus – das ist Jerusalem – und hatte ein Paar beladene Esel bei sich und seine Nebenfrau und seinen Knecht. 11 Als sie nun nahe bei Jebus waren, war der Tag fast vergangen; da sprach der Knecht zu seinem Herrn: Komm doch und lass uns in diese Stadt der Jebusiter einkehren und über Nacht dort bleiben. 12 Aber sein Herr sprach zu ihm: Wir wollen nicht in die Stadt der Fremden einkehren, die nicht von den Israeliten sind, sondern wollen hinüber auf Gibea zu. 13 Und er sprach zu seinem Knecht: Geh weiter, damit wir an einen andern Ort kommen und über Nacht in Gibea oder in Rama bleiben. 14 Und sie zogen weiter ihres Weges, und die Sonne ging unter, als sie nahe bei Gibea waren, das in Benjamin liegt. 15 Und sie bogen ab vom Wege, um nach Gibea zu kommen und dort über Nacht zu bleiben. Als er aber hineinkam, blieb er auf dem Platz der Stadt; denn es war niemand, der sie die Nacht im Hause beherbergen wollte. 16 Und siehe, da kam ein alter Mann von seiner Arbeit vom Felde am Abend; der war auch vom Gebirge Ephraim und ein Fremdling in Gibea, aber die Leute des Orts waren Benjaminiter. 17 Und als er seine Augen aufhob, sah er den Wanderer auf dem Platz der Stadt und sprach zu ihm: Wo willst du hin? Und wo kommst du her? 18 Er aber antwortete ihm: Wir reisen von Bethlehem in Juda weit ins Gebirge Ephraim hinein, wo ich her bin. Ich bin nach Bethlehem in Juda gezogen und kehre jetzt nach Hause zurück, doch niemand will mich beherbergen. 19 Wir haben Stroh und Futter für unsere Esel und Brot und Wein für mich, deinen Knecht, und für deine Magd und den Knecht, der bei mir ist, sodass uns nichts fehlt. 20 Der alte Mann sprach: Friede sei mit dir! Alles, was dir mangelt, findest du bei mir; bleib nur nicht über Nacht auf dem Platz. 21 Und er führte ihn in sein Haus und gab den Eseln Futter, und sie wuschen ihre Füße und aßen und tranken. 22 Und als ihr Herz nun guter Dinge war, siehe, da kamen die Leute der Stadt, ruchlose Männer, und umstellten das Haus und pochten an die Tür und sprachen zu dem alten Mann, dem Hauswirt: Gib den Mann heraus, der in dein Haus gekommen ist, dass wir ihm beiwohnen. 23 Aber der Mann, der Hauswirt, ging zu ihnen hinaus und sprach zu ihnen: Nicht, meine Brüder, tut doch nicht solch ein Unrecht! Nachdem dieser Mann in mein Haus gekommen ist, tut nicht solch eine Schandtat! 24 Siehe, ich habe eine Tochter, noch eine Jungfrau, und dieser hat eine Nebenfrau; die will ich euch herausbringen. Die könnt ihr schänden und mit ihnen tun, was euch gefällt, aber an diesem Mann tut nicht solch eine Schandtat! 25 Aber die Leute wollten nicht auf ihn hören. Da fasste der Mann seine Nebenfrau und brachte sie zu ihnen hinaus. Die machten sich über sie her und trieben ihren Mutwillen mit ihr die ganze Nacht bis an den Morgen. Erst als die Morgenröte anbrach, ließen sie sie gehen. 26 Da kam die Frau, als der Morgen anbrach, und fiel hin vor der Tür des Hauses, in dem ihr Herr war, und lag da, bis es licht wurde. 27 Als nun ihr Herr am Morgen aufstand und die Tür des Hauses auftat und herausging, um seines Weges zu ziehen, siehe, da lag seine Nebenfrau vor der Tür des Hauses, die Hände auf der Schwelle. 28 Er sprach zu ihr: Steh auf, lass uns ziehen! Aber sie antwortete nicht. Da legte er sie auf den Esel, machte sich auf und zog an seinen Ort. 29 Als er nun heimkam, nahm er ein Messer, fasste seine Nebenfrau und zerteilte sie Glied für Glied in zwölf Stücke und sandte sie in das ganze Gebiet Israels. 30 Wer das sah, der sprach: Solches ist nicht geschehen noch gesehen, seit der Zeit, da die Israeliten aus Ägyptenland gezogen sind, bis auf diesen Tag. Nun denkt darüber nach, beratet und sprecht!