1Elihu fuhr fort und sagte:2„Hältst du das für richtig, / wenn du sagst: / 'Ich will mein Recht von Gott',3und wenn du sagst: 'Was macht es dir, / was nützt es mir, / wenn ich nicht sündige?'4Ich will dir Antwort geben / und deinen Freunden mit dir.“
Wir nehmen und geben Gott nichts
5„Blick zum Himmel auf und sieh, / und schau die Wolken an! / Sie sind höher als du.6Wenn du sündigst, was schadest du ihm; / verübst du viele Verbrechen, was tust du ihm an?7Wenn du gerecht bist, was gibst du ihm, / was empfängt er dadurch von dir?8Deine Bosheit trifft nur Männer wie dich; / und nur Menschen nützt auch deine Gerechtigkeit.“
Gott ist nicht unser Diener
9„Man schreit, dass viel Gewalt geschieht, / ruft um Hilfe vor der Willkür der Großen.10Aber keiner sagt: 'Wo ist Gott, mein Schöpfer, / der Lobgesänge gibt in der Nacht,11der uns Besseres lehrt als die wilden Tiere / und klüger macht als die Vögel?'12Da schreien sie, doch er antwortet nicht, / denn er kennt den Hochmut der Bösen.13Das Schreien ist umsonst, Gott hört es nicht, / der Allmächtige sieht es nicht an.14Wenn du auch sagst, du kannst ihn nicht sehen; / dein Fall liegt ihm vor, warte auf ihn.15Jetzt aber, weil sein Zorn nicht gestraft hat / und er den Übermut noch übersieht,16reißt Hiob seinen Mund auf zu leerem Gerede, / macht viele Worte ohne Verstand.“
Einheitsübersetzung 2016
DRITTE REDE ELIHUS
Gottes Erhabenheit
1Dann ergriff Elihu das Wort und sprach:2Hältst du es für richtig, / dass du sagst: Ich bin gerechter als Gott,3dass du fragst, was es dir nützt, und sagst: / Was habe ich davon, dass ich nicht sündige?4Ich will mit Worten dir erwidern / und deinen Freunden auch mit dir.5Schau den Himmel an und sieh, / blick zu den Wolken auf hoch über dir!6Wenn du gesündigt hast, was schadest du ihm, / sind zahlreich deine Frevel, was machst du mit ihm?7Tust du Recht, was gibst du ihm / oder was empfängt er aus deiner Hand?8Einen Mann wie dich trifft dein Frevel, / dein Gerechtsein nur den Menschen.
Gottes Langmut
9Sie schreien über der Bedrücker Menge, / rufen um Hilfe unter dem Arm der Großen.10Doch keiner fragt: Wo ist Gott, mein Schöpfer, / der Loblieder schenkt bei Nacht,11der uns mehr lehrt als die Tiere der Erde / und uns weiser macht als die Vögel des Himmels?12Dort schreien sie und doch antwortet er nicht / wegen des Übermuts der Bösen.13Wahrhaftig umsonst, Gott hört es nicht / und der Allmächtige achtet nicht darauf.14Gar wenn du sagst, du sähest ihn nicht - / das Gericht steht bei ihm, du aber harre auf ihn!15Jetzt aber, da sein Zorn nicht straft / und er nicht groß des Frevels achtet,16reißt Ijob sinnlos seinen Mund auf, / macht große Worte im Unverstand.
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