Hiob 33 | Neue evangelistische Übersetzung Einheitsübersetzung 2016

Hiob 33 | Neue evangelistische Übersetzung

Elihus erste Rede:

1 „So hör auf meine Rede, Hiob, / nimm meine Worte zu Ohren. 2 Sieh doch, ich habe meinen Mund geöffnet, / die Worte liegen mir auf der Zunge. 3 Ich rede mit aufrichtigem Herzen, / meine Lippen bringen klares Wissen vor. 4 Gottes Geist hat mich gemacht, / der Hauch des Allmächtigen belebt mich. 5 Wenn du kannst, so antworte mir, / leg es mir vor und stell dich! 6 Schau, vor Gott bin ich wie du, / aus Ton geknetet bin auch ich. 7 Furcht vor mir muss dich nicht schrecken, / ich setze dich nicht unter Druck.“

Zurückweisung der Worte Hiobs

8 „Du sagtest doch vor meinen Ohren, / und den Laut deiner Worte höre ich noch: 9 'Ich bin rein, ohne Vergehen, / makellos und frei von Schuld. 10 Doch er fand eine Sache gegen mich, / er hält mich für seinen Feind. 11 Er legt meine Füße in den Block, / überwacht jeden meiner Wege.' 12 Da liegst du falsch, / entgegne ich dir, / denn Gott ist mehr als ein Mensch. 13 Was haderst du mit ihm? / Auf solches Reden antwortet er nicht.“

Gott redet auf zwei Arten mit uns

14 „Doch in einer Weise redet Gott, / auch in zweien, und man merkt es nicht. 15 Im Traum, im Nachtgesicht, / wenn Schlaf die Menschen überfällt, / im Schlummer auf dem Lager. 16 Dann öffnet er dem Menschen das Ohr / und bestätigt die Warnung für ihn, 17 um ihn abzubringen von seinem Tun, / den Hochmut auszutreiben vom Mann. 18 Er will ihn vor dem Grab bewahren, / sein Leben vom Lauf in den Tod. 19 Er wird gemahnt durch Schmerz auf dem Lager, / den er in allen seinen Gliedern fühlt. 20 Dann ist ihm selbst das Essen zuwider, / die Lieblingsspeise mag er nicht mehr. 21 Er magert ab bis auf die Knochen; / sie stehen vor, wo man sie früher nicht sah. 22 Sein Leben nähert sich dem Grab, / seine Seele den Mächten des Todes. 23 Ist dann ein Engel für ihn da, / ein Mittler, einer von tausend, / der dem Menschen das für ihn Richtige erklärt, 24 so ist er ihm gnädig und spricht: / 'Lass ihn nicht ins Grab hinuntergehen, / ich fand das Lösegeld für ihn.' 25 Dann wird sein Körper wieder frisch und stark, / er kehrt in die Zeit seiner Jugend zurück. 26 Dann fleht er zu Gott, und dieser nimmt ihn gnädig an; / er darf sein Angesicht mit Jubel schauen, / und dieser gibt dem Menschen seine Gerechtigkeit wieder. 27 Er wird vor den Leuten singen und sagen: / 'Ich hatte gesündigt und das Recht verdreht, / und er hat es mir nicht vergolten. 28 Er hat mich erlöst vor dem Abstieg ins Grab, / und mein Leben schaut das Licht.' 29 Ja, das alles tut Gott / zwei- und dreimal mit dem Mann, 30 um sein Leben vom Grab abzuwenden, / dass das Licht des Lebens ihm leuchte. 31 Gib Acht, Hiob! Hör mir zu! / Sei still, jetzt rede ich! 32 Doch hast du etwas zu sagen, dann antworte mir! / Sprich, denn gerne gäb ich dir recht! 33 Wenn aber nicht, dann hör du mir zu; / sei still, und ich zeige dir, was Weisheit ist!“
Einheitsübersetzung 2016

Zusammenfassung der Argumente Ijobs

1 Du aber, Ijob, hör doch auf meine Rede, / all meinen Worten leih dein Ohr! 2 Siehe doch, ich habe meinen Mund geöffnet, / schon spricht am Gaumen meine Zunge. 3 Aus aufrichtigem Herzen kommen meine Worte, / lautere Weisheit reden meine Lippen. 4 Gottes Geist hat mich erschaffen, / der Atem des Allmächtigen mir das Leben gegeben. 5 Wenn du kannst, erwidere mir! / Leg es mir vor und stell dich! 6 Schau, ich bin wie du vor Gott, / auch ich bin nur aus Lehm geformt. 7 Siehe, Furcht vor mir braucht dich nicht zu erschrecken, / Druck von mir nicht auf dir lasten. 8 Jedoch, du sprachst vor meinen Ohren / und ich vernahm der Worte Laut: 9 Rein bin ich und ohne Sünde, / makellos und ohne Schuld. 10 Seht, Vorwürfe sucht er gegen mich zu finden, / er sieht mich an als seinen Feind. 11 Meine Füße legt er in den Block, / er überwacht alle meine Pfade. 12 Sieh, da bist du nicht im Recht, sage ich dir, / denn Gott ist größer als der Mensch. 13 Warum hast du mit ihm gestritten, / dass er auf deine Worte keine Antwort gibt?*

Gottes vielfältige Zeichen

14 Denn einmal redet Gott / und zweimal, man achtet nicht darauf. 15 Im Traum, im Nachtgesicht, / wenn tiefer Schlaf auf die Menschen fällt, / im Schlummer auf dem Lager, 16 da öffnet er der Menschen Ohr / und schreckt sie auf durch Warnung,* 17 um von seinem Tun den Menschen abzubringen, / den Hochmut aus dem Manne auszutreiben,* 18 seine Seele vor dem Grab zu retten, / sein Leben davor, in den Todesschacht hinabzusteigen. 19 Er wird gemahnt durch Schmerz auf seinem Lager / und ständig ist Kampf in seinen Gliedern. 20 Am Brot verspürt sein Leben Ekel / und seine Seele an der Lieblingsspeise. 21 Es schwindet sein Fleisch, man sieht es nicht mehr. / Abgemagert bis auf die Knochen, / die man sonst nicht sieht. 22 Dem Grabe nähert sich seine Seele, / sein Leben den Todesboten. 23 Wenn dann ein Engel ihm zur Seite steht, / ein Mittler, einer von den Tausenden, / dem Menschen zu verkünden, was recht ist, 24 wenn dieser sich seiner erbarmt und spricht: / Erlös ihn, dass er nicht ins Grab hinabsteige, / Lösegeld habe ich für ihn gefunden!, 25 dann blüht sein Fleisch in Jugendfrische, / zu den Tagen seiner Jugend kehrt er zurück. 26 Betet er zu Gott, so ist er ihm gnädig, / er darf sein Angesicht schauen in festlichem Jubel. / Dem Menschen gibt er seine Gerechtigkeit wieder. 27 Er singt bei den Menschen und spricht: / Gesündigt hatte ich und das Recht verkehrt; / doch hat er mir nicht mit Gleichem vergolten. 28 Losgekauft hat er meine Seele vor dem Abstieg ins Grab, / mein Leben darf schauen das Licht. 29 Sieh, alles das pflegt Gott zu tun, / zweimal, ja dreimal mit dem Menschen, 30 um fernzuhalten seine Seele von dem Grab, / um ihm zu leuchten mit dem Licht des Lebens. 31 Merk auf, Ijob, hör mich an, / schweig still, dass ich rede! 32 Hast Worte du bereit, entgegne mir! / Sprich nur; denn gern gebe ich dir Recht. 33 Wenn aber nicht, hör du mich an! / Schweig still, damit ich dich Weisheit lehre!