Esra 10 | Neue Genfer Übersetzung Lutherbibel 2017

Esra 10 | Neue Genfer Übersetzung

Das Volk verspricht, die Ehen mit nichtjüdischen Frauen aufzulösen

1 Während Esra vor dem Tempelgebäude auf den Knien lag und unter Tränen die Schuld seines Volkes vor Gott bekannte, sammelten sich viele Tempelbesucher um ihn* – Männer, Frauen und Kinder. Sie alle weinten laut. 2 Schließlich sagte Schechanja, der Sohn Jehiëls aus der Sippe Elam, zu Esra: » ´Es stimmt:` Wir sind unserem Gott untreu geworden und haben Frauen aus der Bevölkerung des Landes geheiratet. Aber auch jetzt gibt es für Israel noch Hoffnung: 3 Wir wollen mit unserem Gott einen Bund schließen ´und uns verpflichten`, dass wir alle nichtjüdischen Frauen* mit ihren Kindern wegschicken. Wir werden tun, was du und die anderen, die Gottes Gebote ernst nehmen, uns sagen. Das Gesetz Gottes muss befolgt werden! 4 ´Esra`, du musst diese Sache in die Hand nehmen! Wir stehen hinter dir. Darum sei mutig und handle!« 5 Da stand Esra auf. Er ließ die leitenden Priester und Leviten sowie die führenden Männer des Volkes schwören, dass sie Schechanjas Vorschlag umsetzen würden.* 6 Danach zog er sich in die Tempelkammer Johanans, des Sohnes Eljaschibs, zurück und blieb dort über Nacht*. Er aß und trank nicht, denn er trauerte über die Untreue der heimgekehrten Israeliten. 7 Die führenden Männer und Sippenoberhäupter des Volkes ließen in der ganzen Stadt und in ganz Juda folgenden Beschluss bekannt geben:* »Alle aus dem Exil heimgekehrten Israeliten haben sich ´in drei Tagen beim Tempel` in Jerusalem einzufinden. 8 Wer nicht zur festgesetzten Zeit erscheint, wird aus der Gemeinschaft der Heimgekehrten ausgestoßen. Sein gesamter Besitz wird eingezogen und dem Tempelschatz übereignet.*« 9 So kamen innerhalb von drei Tagen alle Männer aus den Stämmen Juda und Benjamin nach Jerusalem. Am zwanzigsten Tag des neunten Monats versammelten sie sich auf dem freien Platz vor dem Tempel. Sie zitterten aus Angst vor dem, was ihnen bevorstand, ´aber auch vor Kälte`, denn es regnete in Strömen. 10 Da erhob sich der Priester Esra und sagte: »Ihr habt Gott die Treue gebrochen und Frauen aus der Bevölkerung des Landes* geheiratet. Damit habt ihr die Schuld, die unser Volk bereits auf sich geladen hatte, noch vergrößert. 11 Gesteht vor dem HERRN, dem Gott eurer Vorfahren, eure Verfehlungen ein. Tut, was er von euch erwartet: Sondert euch von den Völkern des Landes ab und trennt euch von den nichtjüdischen Frauen!« 12 »Du hast recht«, rief die ganze Versammlung. »Wir müssen tun, was du gesagt hast! 13 Aber wir sind sehr zahlreich und es ist Regenzeit. Wir haben nicht die Kraft, hier im Freien zu stehen, ´bis jeder Einzelfall geklärt ist`. Das wird längere Zeit in Anspruch nehmen*, weil so viele von uns davon betroffen sind. 14 Die führenden Männer unseres Volkes sollen hierbleiben und die ganze Angelegenheit regeln*. Für jede Stadt wird ein Zeitraum festgelegt, in dem alle männlichen Einwohner, die nichtjüdische Frauen haben, ´hier in Jerusalem` erscheinen müssen, zusammen mit den Verantwortungsträgern und Richtern der Stadt. So können wir alles ordentlich abwickeln, und der Zorn Gottes kann von uns abgewendet werden*.« 15 ´Alle stimmten für diesen Vorschlag.` Nur Jonatan, der Sohn Asaëls, und Jachseja, der Sohn Tikwas, waren dagegen, und Meschullam sowie der Levit Schabbetei schlossen sich den beiden an. 16 Die Rückkehrer setzten ihren Beschluss in die Tat um. Der Priester Esra wählte einige Oberhäupter aus jeder Sippe namentlich aus, die jeden einzelnen Fall prüfen sollten. Sie traten am ersten Tag des zehnten Monats zusammen, 17 und ´nach und nach` mussten alle Männer, die nichtjüdische Frauen geheiratet hatten, vor ihnen erscheinen. Am ersten Tag des ersten Monats hatten sie alles geklärt.

Liste der Männer mit nichtjüdischen Frauen

18 ´Dies ist die Liste der Israeliten`, die Frauen aus der Bevölkerung des Landes geheiratet hatten. Bei den Priestern handelte es sich um folgende Männer: aus der Sippe ´des Hohenpriesters` Jeschua, des Sohnes Jozadaks, und seiner Brüder: Maaseja, Eliëser, Jarib und Gedalja. 19 Sie verpflichteten sich mit einem Handschlag, ihre nichtjüdischen Frauen wegzuschicken, und opferten zur Sühnung für ihre Schuld einen Schafbock. 20 Aus der Sippe Immer: Hanani und Sebadja; 21 aus der Sippe Harim: Maaseja, Elija, Schemaja, Jehiël und Usija; 22 aus der Sippe Paschhur: Eljoënai, Maaseja, Jischmaël, Netanel, Josabad und Elasa. 23 Bei den Leviten handelte es sich um Josabad, Schimi, Kelaja, der auch Kelita genannt wurde, Petachja, Juda und Eliëser; 24 bei den Sängern um Eljaschib und bei den Torwächtern um Schallum, Telem und Uri. 25 Bei den übrigen Israeliten handelte es sich um folgende Männer: aus der Sippe Parosch: Ramja, Jisija, Malkija, Mijamin, Eleasar, Malkija* und Benaja; 26 aus der Sippe Elam: Mattanja, Secharja, Jehiël, Abdi, Jeremot und Elija; 27 aus der Sippe Sattu: Eljoënai, Eljaschib, Mattanja, Jeremot, Sabad und Asisa; 28 aus der Sippe Bebai: Johanan, Hananja, Sabbai und Atlai; 29 aus der Sippe Bani: Meschullam, Malluch, Adaja, Jaschub, Scheal und Jeremot; 30 aus der Sippe Pahat-Moab: Adna, Kelal, Benaja, Maaseja, Mattanja, Bezalel, Binnui und Manasse; 31 aus der Sippe Harim: Eliëser, Jischija, Malkija, Schemaja, Simeon, 32 Benjamin, Malluch und Schemarja; 33 aus der Sippe Haschum: Mattenai, Mattatta, Sabad, Elifelet, Jeremai, Manasse und Schimi; 34 aus der Sippe Bani*: Maadai, Amram, Uël, 35 Benaja, Bedja, Keluhi, 36 Wanja, Meremot, Eljaschib, 37 Mattanja, Mattenai, Jaasai, 38 Bani, Binnui, Schimi*, 39 Schelemja, Natan, Adaja, 40 Machnadbai*, Schaschai, Scharai, 41 Asarel, Schelemja, Schemarja, 42 Schallum, Amarja und Josef; 43 aus der Sippe Nebo: Jëiël, Mattitja, Sabad, Sebina, Jaddai, Joël und Benaja. 44 All diese Männer hatten Frauen aus der Bevölkerung des Landes geheiratet. Unter den Frauen waren auch etliche, die Kinder geboren hatten*.

Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ). © Neues Testament und Psalmen: Genfer Bibelgesellschaft Romanel-sur-Lausanne, Schweiz. © Altes Testament: Genfer Bibelgesellschaft Romanel-sur-Lausanne, Schweiz, Brunnen Verlag GmbH Gießen, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung. Alle Rechte vorbehalten.

Lutherbibel 2017

Entlassung der fremden Frauen

1 Und als Esra so betete und bekannte, weinte und vor dem Hause Gottes niedergefallen war, sammelte sich um ihn aus Israel eine sehr große Gemeinde von Männern, Frauen und Kindern; denn das Volk weinte sehr. 2 Und Schechanja, der Sohn Jehiëls, von den Söhnen Elam, hob an und sprach zu Esra: Wir haben unserm Gott die Treue gebrochen, als wir fremde Frauen von den Völkern des Landes genommen haben. Nun, es ist trotz allem noch Hoffnung für Israel! 3 So lasst uns nun einen Bund schließen mit unserm Gott, dass wir all die Frauen und die von ihnen geboren sind, fortschicken nach dem Rat meines Herrn und derer, die die Gebote unseres Gottes fürchten, dass man tue nach dem Gesetz. 4 So steh nun auf! Denn an dir ist’s zu handeln, und wir wollen mit dir sein. Sei getrost und tu es! 5 Da stand Esra auf und nahm einen Eid von den obersten Priestern, den Leviten und ganz Israel, dass sie nach diesem Wort tun sollten. Und sie schworen. 6 Und Esra ging fort von dem Platz vor dem Hause Gottes und ging in die Kammer Johanans, des Sohnes Eljaschibs. Und er blieb dort über Nacht, aß kein Brot und trank kein Wasser; denn er trug Leid um den Treubruch derer, die aus der Gefangenschaft gekommen waren. 7 Und man ließ ausrufen in Juda und Jerusalem für alle, die in der Gefangenschaft gewesen waren, dass sie sich in Jerusalem versammeln sollten; 8 und wer nicht in drei Tagen nach dem Ratschluss der Oberen und Ältesten käme, dessen ganze Habe sollte dem Bann verfallen und er selbst ausgeschlossen sein aus der Gemeinde derer, die aus der Gefangenschaft gekommen waren. 9 Da versammelten sich alle Männer von Juda und Benjamin in Jerusalem auf den dritten Tag, den zwanzigsten im neunten Monat. Und alles Volk saß auf dem Platz vor dem Hause Gottes, zitternd wegen der Sache und des strömenden Regens. 10 Und Esra, der Priester, stand auf und sprach zu ihnen: Ihr habt dem Herrn die Treue gebrochen, als ihr fremde Frauen genommen und so die Schuld Israels gemehrt habt. 11 So bekennt nun vor dem HERRN, dem Gott eurer Väter, und tut seinen Willen und scheidet euch von den Völkern des Landes und von den fremden Frauen. 12 Da antwortete die ganze Gemeinde und sprach mit lauter Stimme: Es geschehe, wie du uns gesagt hast! 13 Aber es ist viel Volk hier, und es ist Regenzeit und man kann nicht draußen stehen; auch ist es nicht in ein oder zwei Tagen getan, denn wir haben in dieser Sache viel gesündigt. 14 Unsere Oberen sollen die ganze Gemeinde vertreten, und alle, die in unsern Städten fremde Frauen genommen haben, sollen zu bestimmten Zeiten kommen und mit ihnen die Ältesten einer jeden Stadt und ihre Richter, bis der Zorn unseres Gottes um dieser Sache willen von uns gewendet werde. 15 Nur Jonatan, der Sohn Asaëls, und Jachseja, der Sohn Tikwas, widersetzten sich dem, und Meschullam und Schabbetai, der Levit, halfen ihnen. 16 Doch die aus der Gefangenschaft gekommen waren, taten, wie sie versprochen hatten. Und der Priester Esra sonderte sich Männer aus, die Häupter ihrer Sippen, alle namentlich genannt, und sie traten zusammen am ersten Tage des zehnten Monats, um die Sache zu untersuchen. 17 Und sie brachten’s zum Abschluss bei allen Männern, die fremde Frauen hatten, bis zum ersten Tage des ersten Monats. 18 Und es wurden gefunden unter den Priestern, die fremde Frauen genommen hatten: bei den Söhnen Jeschuas, des Sohnes Jozadaks, und seinen Brüdern: Maaseja, Eliëser, Jarib und Gedalja, 19 und sie gaben die Hand darauf, dass sie ihre Frauen fortschicken wollten. Und ihr Schuldopfer war ein Widder für ihre Schuld; 20 und von den Söhnen Immer: Hanani und Sebadja; 21 und von den Söhnen Harim: Maaseja, Elija, Schemaja, Jehiël und Usija; 22 und von den Söhnen Paschhur: Eljoënai, Maaseja, Jischmael, Netanel, Josabad und Elasa; 23 und von den Leviten: Josabad, Schimi und Kelaja, das ist Kelita, Petachja, Juda und Eliëser; 24 und von den Sängern: Eljaschib; unter den Torhütern: Schallum, Telem und Uri. 25 Und von den übrigen Israeliten: bei den Söhnen Parosch: Ramja, Jisija, Malkija, Mijamin, Eleasar, Haschabja und Benaja; 26 und von den Söhnen Elam: Mattanja, Secharja, Jehiël, Abdi, Jeremot und Elija; 27 und von den Söhnen Sattu: Eljoënai, Eljaschib, Mattanja, Jeremot, Sabad und Asisa; 28 und von den Söhnen Bebai: Johanan, Hananja, Sabbai und Atlai; 29 und von den Söhnen Bani: Meschullam, Malluch, Adaja, Jaschub, Scheal und Jeremot; 30 und von den Söhnen Pahat-Moab: Adna, Kelal, Benaja, Maaseja, Mattanja, Bezalel, Binnui und Manasse; 31 und von den Söhnen Harim: Eliëser, Jischija, Malkija, Schemaja, Simeon, 32 Benjamin, Malluch, Schemarja; 33 von den Söhnen Haschum: Mattenai, Mattatta, Sabad, Elifelet, Jeremai, Manasse und Schimi; 34 bei den Söhnen Bani*: Maadai, Amram, Uël, 35 Benaja, Bedja, Keluhi, 36 Wanja, Meremot, Eljaschib, 37 Mattanja, Mattenai, Jaasai; 38 von den Söhnen Binnui: Schimi, 39 Schelemja, Nathan, Adaja, 40 Machnadbai, Schaschai, Scharai, 41 Asarel, Schelemja, Schemarja, 42 Schallum, Amarja und Josef; 43 von den Söhnen Nebo: Jëiël, Mattitja, Sabad, Sebina, Jaddai, Joel und Benaja. 44 Diese alle hatten fremde Frauen genommen; und nun entließen sie Frauen und Kinder.