2.Könige 22 | Neue Genfer Übersetzung Lutherbibel 2017

2.Könige 22 | Neue Genfer Übersetzung

Südreich Juda: König Joschija

1 Joschija war acht Jahre alt, als er König wurde. Er regierte einunddreißig Jahre in Jerusalem. Seine Mutter hieß Jedida, sie war eine Tochter von Adaja aus Bozkat. 2 Joschija tat, was dem HERRN gefiel. In allem folgte er dem Vorbild seines Vorfahren David und ließ sich durch nichts von diesem Weg abbringen.

Ein Gesetzbuch wird gefunden

3 In seinem achtzehnten Regierungsjahr schickte König Joschija den Hofschreiber Schafan, den Sohn Azaljas und Enkel Meschullams, mit folgendem Auftrag zum Tempel des HERRN: 4 »Geh zum Hohenpriester Hilkija. Er soll festellen lassen, wie viel Geld* bis jetzt zum Tempel gebracht und bei den Aufsicht führenden Priestern* abgegeben worden ist. 5 Dieses Geld soll man den Bauführern geben, die für die Ausbesserungen am Tempel verantwortlich sind. Sie sollen davon die Handwerker bezahlen, die mit der Ausführung der Arbeiten betraut werden: 6 die Zimmerleute, die Maurer und alle anderen Bauleute. Auch das nötige Baumaterial – ´vor allem` das Holz und die behauenen Steine – sollen die Bauführer von diesem Geld kaufen. 7 Sie brauchen über ihre Ausgaben keine Rechenschaft abzulegen. Man soll auf ihre Ehrlichkeit vertrauen.« 8 ´Als Schafan alles ausgerichtet hatte`, gab ihm der Hohepriester Hilkija eine Schriftrolle und sagte: »Ich habe im Tempel das Gesetzbuch des HERRN gefunden.« Nachdem Schafan es gelesen hatte, 9 ging er zurück zum König und erstattete ihm Bericht: »Wir haben das Geld gezählt*, das im Tempel abgegeben wurde, und es den Bauführern ausgehändigt, die für die Ausbesserungsarbeiten verantwortlich sind.« 10 Dann berichtete er dem König von der Schriftrolle, die Hilkija ihm gegeben hatte, und las sie dem König vor.

Joschija befragt die Prophetin Hulda

11 Als König Joschija hörte, was in dem Gesetzbuch stand, zerriss er ´betroffen` sein Gewand. 12 Er befahl Hilkija, ´dem Hohenpriester`, Ahikam, dem Sohn Schafans, Achbor, dem Sohn Michajas, Schafan, dem Hofschreiber, und Asaja, dem königlichen Vertrauten*: 13 »Geht und befragt den HERRN wegen der Worte, die in dieser Schriftrolle stehen. ´Findet heraus`, was sie für mich, für das Volk und für ganz Juda bedeuten. Der HERR muss sehr zornig auf uns sein, weil unsere Vorfahren den Weisungen in diesem Gesetzbuch nicht gefolgt sind und nicht getan haben, was darin für uns geschrieben steht.« 14 Da gingen die fünf Männer zu der Prophetin Hulda, die in der Neustadt* von Jerusalem wohnte. Ihr Mann Schallum, der Sohn Tikwas und Enkel Harhas, verwaltete die Kleiderkammer. Die Männer trugen ihre Frage vor, 15 und sie antwortete ihnen: »Richtet dem Mann, der euch zu mir geschickt hat, im Namen des HERRN, des Gottes Israels, Folgendes aus:* 16 So spricht der HERR: ›Ich lasse über diese Stadt und ihre Bewohner Unheil hereinbrechen. Alles, was ´du`, König von Juda, in dieser Schriftrolle gelesen hast, wird eintreffen. 17 Denn die Leute von Juda haben mich verlassen und anderen Göttern ihre Opfer dargebracht. Mit ihren selbst gemachten ´Götzen` haben sie mich erzürnt. Darum lodert mein Zorn über diese Stadt wie ein Feuer, das nicht erlöscht.‹ 18 Für den König, der euch hergeschickt hat, um den HERRN zu befragen, habe ich noch eine ´persönliche` Botschaft: So spricht der HERR, der Gott Israels: ›Du hast die Worte gehört, 19 die ich gegen diese Stadt und ihre Bewohner gerichtet habe: dass der Name Jerusalem zu einem Inbegriff der Zerstörung werden soll, mit dem die Leute einander verfluchen*. Aber du hast dir meine Worte zu Herzen genommen und dich vor mir gedemütigt, du hast dein Gewand zerrissen und vor mir geweint. Deshalb habe auch ich mir dein Gebet zu Herzen genommen*, und ´ich`, der HERR, verspreche dir: 20 Du wirst das Unheil, das ich über diese Stadt kommen lasse, nicht mehr mit ansehen müssen. Ich lasse dich in Frieden sterben, und du wirst in der Grabstätte deiner Vorfahren beigesetzt werden.*‹« Diese Botschaft überbrachten die Abgesandten dem König.

Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ). © Neues Testament und Psalmen: Genfer Bibelgesellschaft Romanel-sur-Lausanne, Schweiz. © Altes Testament: Genfer Bibelgesellschaft Romanel-sur-Lausanne, Schweiz, Brunnen Verlag GmbH Gießen, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung. Alle Rechte vorbehalten.

Lutherbibel 2017

Josia, König von Juda, und die Auffindung des Gesetzbuches

1 Josia war acht Jahre alt, als er König wurde; und er regierte einunddreißig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Jedida, eine Tochter Adajas aus Bozkat. 2 Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, und wandelte ganz in dem Wege seines Vaters David und wich nicht davon ab, weder zur Rechten noch zur Linken. 3 Und im achtzehnten Jahr des Königs Josia sandte der König den Schreiber Schafan, den Sohn Azaljas, des Sohnes Meschullams, in das Haus des HERRN und sprach: 4 Geh hinauf zu dem Hohenpriester Hilkija, dass er bereit mache alles Silber, das zum Hause des HERRN gebracht ist, das die Hüter an der Schwelle gesammelt haben vom Volk, 5 damit man es gebe den Werkmeistern, die bestellt sind im Hause des HERRN, und sie es geben den Arbeitern am Hause des HERRN, dass sie ausbessern, was baufällig ist am Hause, 6 nämlich den Zimmerleuten und Bauleuten und Maurern und denen, die Holz und gehauene Steine kaufen sollen, um das Haus auszubessern; 7 doch dass sie keine Rechnung zu legen brauchten von dem Geld, das ihnen gegeben wird, sondern dass sie auf Treu und Glauben handeln sollten. 8 Und der Hohepriester Hilkija sprach zu dem Schreiber Schafan: Ich habe das Buch des Gesetzes gefunden im Hause des HERRN. Und Hilkija gab das Buch Schafan, und der las es. 9 Und der Schreiber Schafan kam zum König und gab ihm Bericht und sprach: Deine Knechte haben das Silber bereit gemacht, das sich im Hause fand, und haben’s den Werkmeistern gegeben, die bestellt sind am Hause des HERRN. 10 Dazu sagte der Schreiber Schafan dem König und sprach: Der Priester Hilkija gab mir ein Buch. Und Schafan las es vor dem König. 11 Da aber der König die Worte des Gesetzbuches hörte, zerriss er seine Kleider. 12 Und der König gebot dem Priester Hilkija und Ahikam, dem Sohn Schafans, und Achbor, dem Sohn Michajas, und Schafan, dem Schreiber, und Asaja, dem Knecht des Königs, und sprach: 13 Geht hin und befragt den HERRN für mich, für das Volk und für ganz Juda über die Worte dieses Buches, das gefunden ist; denn groß ist der Grimm des HERRN, der über uns entbrannt ist, weil unsere Väter nicht gehorcht haben den Worten dieses Buches und nicht alles taten, was darin geschrieben ist. 14 Da gingen hin der Priester Hilkija, Ahikam, Achbor, Schafan und Asaja zu der Prophetin Hulda, der Frau Schallums, des Sohnes Tikwas, des Sohnes des Harhas, des Hüters der Kleider, und sie wohnte in Jerusalem in der Neustadt; und sie redeten mit ihr. 15 Sie aber sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Sagt dem Mann, der euch zu mir gesandt hat: 16 So spricht der HERR: Siehe, ich will Unheil über diese Stätte und ihre Einwohner bringen, alle Worte des Buches, das der König von Juda hat lesen lassen, 17 weil sie mich verlassen und andern Göttern geräuchert haben, mich zu erzürnen mit allen Werken ihrer Hände; darum wird mein Grimm gegen diese Stätte entbrennen und nicht ausgelöscht werden. 18 Aber dem König von Juda, der euch gesandt hat, den HERRN zu befragen, sollt ihr sagen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Was die Worte angeht, die du gehört hast: 19 Weil dein Herz verzagt ist und du dich gedemütigt hast vor dem HERRN, als du hörtest, was ich geredet habe gegen diese Stätte und ihre Einwohner, dass sie sollen zum Entsetzen und zum Fluch werden, und weil du deine Kleider zerrissen hast und vor mir geweint hast, so habe ich’s auch erhört, spricht der HERR. 20 Darum will ich dich zu deinen Vätern versammeln, dass du mit Frieden in dein Grab kommst und deine Augen nicht sehen all das Unheil, das ich über diese Stätte bringen will. Und sie sagten es dem König wieder.