2.Chronik 7 | Neue Genfer Übersetzung Lutherbibel 2017

2.Chronik 7 | Neue Genfer Übersetzung

Die ersten Feste im Tempel

1 Als Salomo sein Gebet beendet hatte, fiel Feuer vom Himmel und verzehrte das Brandopfer und die Schlachtopfer. Schon zuvor hatte die herrliche Gegenwart des HERRN* den Tempel erfüllt 2 und die Priester konnten das Gebäude nicht mehr betreten, weil es von der Herrlichkeit des HERRN durchflutet* war.* 3 Die versammelten Israeliten sahen, wie das Feuer auf die Opfer fiel und die Herrlichkeit des HERRN sich über dem Tempel zeigte*. Da fielen sie alle auf die Knie und berührten mit der Stirn das Steinpflaster. Sie beteten den HERRN an und priesen ihn mit dem Lied: »Der HERR ist gut und seine Liebe währt ewig.« 4 Der König und das ganze Volk feierten zu Ehren des HERRN ein ´großes` Opferfest: 5 Salomo opferte 22.000 Rinder und 120.000 Schafe. So weihte er zusammen mit den Israeliten das Haus Gottes ein. 6 Während die Priester den Opferdienst versahen, lobten die Leviten mit ihren Instrumenten den HERRN. David hatte die Instrumente einst anfertigen lassen. Die Leviten sollten damit in seinem Auftrag den HERRN preisen, dessen Liebe ewig währt.* Den Leviten gegenüber standen die Priester und bliesen auf ihren Trompeten. Das ganze Volk beteiligte sich am Lob Gottes.* 7 Damals weihte Salomo den gesamten inneren Bereich des Tempelvorhofs ´als Opferstätte` und ließ dort die Brandopfer, die Speiseopfer sowie das Fett der Gemeinschaftsopfer verbrennen. Denn der bronzene Altar, den er hatte anfertigen lassen, war zu klein für die große Menge der Opfer. 8 ´Nach der Einweihung des Tempels` feierten Salomo und die Israeliten sieben Tage lang das Laubhüttenfest vor dem HERRN, ihrem Gott. Eine gewaltige Menschenmenge war ´aus dem ganzen Land` zusammengekommen, von Lebo-Hamat ´im äußersten Norden` bis zu dem Bachtal ´an der Grenze zu` Ägypten. 9 Am letzten Tag des Laubhüttenfests* hielten sie noch einmal eine große Festversammlung ab. Sieben Tage hatten sie die Einweihung des Altars gefeiert und sieben weitere Tage das Laubhüttenfest. 10 Dann aber, am dreiundzwanzigsten Tag des siebten Monats, entließ Salomo das Volk und alle kehrten nach Hause zurück*. Sie waren voll Freude und Dankbarkeit, weil der HERR ´den Königen` David und Salomo und seinem ganzen Volk Israel so viel Gutes erwiesen hatte.

Gott antwortet auf Salomos Gebet

11 Salomo hatte den Tempel und seinen eigenen Palast fertiggestellt. Alles, was er sich dabei vorgenommen hatte, war ihm gelungen. 12 Da erschien ihm der HERR in der Nacht und sagte zu ihm: »Ich habe dein Gebet erhört und diesen Tempel als den Ort erwählt, an dem ihr mir eure Opfer darbringen könnt. 13 Wenn ich den Himmel verschließe und es nicht mehr regnen lasse, wenn ich den Heuschrecken befehle, das Land kahlzufressen, oder wenn ich in meinem Volk eine Seuche ausbrechen lasse; 14 wenn dann mein Volk, das meinen Namen trägt, sich besinnt*, wenn sie zu mir beten, meine Nähe suchen und sich von ihren bösen Taten abwenden, dann werde ich im Himmel ihr Gebet erhören. Ich werde ihre Sünden vergeben und ´allen Schaden im` Land wieder heilen. 15 Ich werde freundlich auf jeden blicken, der hier zu mir betet, und auf seine Bitten hören. 16 Denn ich habe diesen Tempel als den Ort erwählt, wo ich für immer wohnen will.* Mein Blick wird allezeit auf diesem Haus ruhen und mein Herz ist ihm zugewandt. 17 Wenn du, ´Salomo`, mir aufrichtig dienst wie dein Vater David, wenn du alles tust, was ich dir geboten habe, wenn du nach meinen Ordnungen und Rechtsbestimmungen lebst, 18 dann werde ich deinem Königshaus für immer Bestand geben. So habe ich es deinem Vater versprochen. Als ich meinen Bund mit ihm schloss, ´sagte ich zu ihm`: ›Immer soll einer deiner Nachkommen über Israel herrschen.‹ 19 Aber wenn ihr euch von mir abwendet und nicht mehr nach meinen Ordnungen und Geboten lebt, wenn ihr anderen Göttern nachlauft und sie anbetet, 20 dann werde ich euch aus dem Land herausreißen, das ich euch gegeben habe. Auch diesen Tempel, den ich erwählt habe, damit mein Name dort verehrt wird*, werde ich verwerfen. Ich werde ihn zum Inbegriff ´des Unglücks` und zum Gespött aller Völker machen. 21 Jetzt ist der Tempel hoch erhaben. Doch dann wird jeder, der vorübergeht, voll Entsetzen fragen: ›Warum hat der HERR dieses Land und diesen Tempel so zugerichtet?‹ 22 Und man wird ihm antworten: ›Weil die Israeliten sich vom HERRN, dem Gott ihrer Vorfahren, abgewandt haben. Er hat sie aus Ägypten geführt, aber sie haben sich anderen Göttern zugewandt, haben sie angebetet und ihnen gedient. Darum hat der HERR all dieses Unglück über sie hereinbrechen lassen.‹«

Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ). © Neues Testament und Psalmen: Genfer Bibelgesellschaft Romanel-sur-Lausanne, Schweiz. © Altes Testament: Genfer Bibelgesellschaft Romanel-sur-Lausanne, Schweiz, Brunnen Verlag GmbH Gießen, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung. Alle Rechte vorbehalten.

Lutherbibel 2017

Gottes Herrlichkeit erfüllt den Tempel

1 Und als Salomo sein Gebet vollendet hatte, fiel Feuer vom Himmel und verzehrte das Brandopfer und die Schlachtopfer, und die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus, 2 sodass die Priester nicht ins Haus des HERRN hineingehen konnten, weil die Herrlichkeit des HERRN das Haus des HERRN füllte. 3 Und alle Israeliten sahen das Feuer herabfallen und die Herrlichkeit des HERRN über dem Hause, und sie fielen auf ihre Knie mit dem Antlitz zur Erde aufs Pflaster und beteten an und dankten dem HERRN, dass er gütig ist und seine Barmherzigkeit ewiglich währt.

Opfer und Abschluss der Tempelweihe

4 Der König aber und das ganze Volk opferten vor dem HERRN; 5 zweiundzwanzigtausend Rinder und hundertzwanzigtausend Schafe opferte der König Salomo. Und so weihten sie das Haus Gottes ein, der König und das ganze Volk. 6 Die Priester aber taten ihren Dienst, ebenso die Leviten mit den Saitenspielen des HERRN, die der König David hatte machen lassen, dem HERRN zu danken, dass seine Barmherzigkeit ewiglich währt, mit dem Lobgesang Davids, den sie sangen. Und die Priester bliesen Trompeten ihnen gegenüber, und ganz Israel stand. 7 Und Salomo weihte die Mitte des Vorhofes, der vor dem Hause des HERRN war; denn er hatte dort Brandopfer und das Fett der Dankopfer dargebracht. Denn der bronzene Altar, den Salomo hatte machen lassen, konnte nicht alle Brandopfer, Speisopfer und das Fett fassen. 8 Und Salomo hielt damals das Fest sieben Tage lang und ganz Israel mit ihm, eine sehr große Gemeinde, von dort, wo es nach Hamat geht, bis an den Bach Ägyptens. 9 Am achten Tage aber hielten sie eine Versammlung; denn die Einweihung des Altars hielten sie sieben Tage und das Fest auch sieben Tage. 10 Aber am dreiundzwanzigsten Tage des siebenten Monats entließ er das Volk zu ihren Zelten, fröhlich und guten Mutes über all das Gute, das der HERR an David, Salomo und seinem Volk Israel getan hatte. 11 So vollendete Salomo das Haus des HERRN und das Haus des Königs. Und es gelang ihm, alles, was ihm in den Sinn gekommen war, am Hause des HERRN und an seinem Hause auszuführen.

Gottes Antwort auf Salomos Gebet

12 Und der HERR erschien Salomo des Nachts und sprach zu ihm: Ich habe dein Gebet erhört und diese Stätte mir zum Opferhaus erwählt. 13 Siehe, wenn ich den Himmel verschließe, dass es nicht regnet, oder die Heuschrecken das Land fressen oder eine Pest unter mein Volk kommen lasse 14 und dann mein Volk, über das mein Name genannt ist, sich demütigt, dass sie beten und mein Angesicht suchen und sich von ihren bösen Wegen bekehren, so will ich vom Himmel her hören und ihre Sünde vergeben und ihr Land heilen. 15 So sollen nun meine Augen offen sein und meine Ohren aufmerken auf das Gebet an dieser Stätte. 16 So habe ich nun dies Haus erwählt und geheiligt, dass mein Name dort sein soll ewiglich, und meine Augen und mein Herz sollen dort sein allezeit. 17 Und wenn du vor mir wandelst, wie dein Vater David gewandelt ist, dass du alles tust, was ich dich heiße, und meine Gebote und Rechte hältst, 18 so will ich den Thron deines Königtums bestätigen, wie ich mich deinem Vater David verbunden habe und gesagt: Es soll dir nicht fehlen an einem Mann, der über Israel Herr sei. 19 Werdet ihr euch aber abkehren und meine Rechte und Gebote, die ich euch vorgelegt habe, verlassen und hingehen und andern Göttern dienen und sie anbeten, 20 so werde ich Israel ausreißen aus meinem Lande, das ich ihnen gegeben habe, und dies Haus, das ich meinem Namen geheiligt habe, werde ich von meinem Angesicht verwerfen und werde es zum Sprichwort machen und zum Spott unter allen Völkern. 21 Und vor diesem Hause, das so hoch erhoben wurde, werden sich entsetzen alle, die vorübergehen, und sagen: Warum ist der HERR mit diesem Lande und mit diesem Hause so verfahren? 22 Und man wird sagen: Weil sie den HERRN, den Gott ihrer Väter, verlassen haben, der sie aus Ägyptenland geführt hat, und sie sich an andere Götter gehängt und sie angebetet und ihnen gedient haben, darum hat er all dies Unheil über sie gebracht.