5.Mose 10 | Neue Genfer Übersetzung Einheitsübersetzung 2016

5.Mose 10 | Neue Genfer Übersetzung

Gott schreibt die Gebote auf neue Tafeln und vernichtet das Volk nicht

1 Damals sagte der HERR zu mir: »Mach dir zwei ´neue` Steintafeln wie die ersten, ´die du zerbrochen hast`, und fertige eine Lade aus Holz an. Dann steig zu mir auf den Berg. 2 Ich will die Worte, die auf den Tafeln standen, noch einmal aufschreiben. Leg die Tafeln dann in die Lade.« 3 So baute ich eine Lade aus Akazienholz und fertigte zwei ´neue` Steintafeln an, die aussahen wie die ersten. Dann stieg ich auf den Berg; in meinen Händen hielt ich die beiden Steintafeln. 4 Der HERR schrieb darauf noch einmal die zehn Gebote, die er euch mitten aus dem Feuer vom Berg herab verkündet hatte, während ihr ´unten` versammelt wart. Dann gab er mir die Tafeln. 5 Ich stieg damit den Berg hinunter zu euch zurück und legte die Tafeln in die Lade, die ich gebaut hatte. Dort sind sie noch immer, wie der HERR es mir befohlen hat. 6 – Die Israeliten brachen ihre Zelte ab und zogen von Beerot-Bene-Jaakan nach Mosera. Dort starb Aaron und wurde auch dort begraben. Sein Sohn Eleasar wurde an seiner Stelle ´Hoher` priester. 7 Dann zogen sie weiter nach Gudgoda und von dort nach Jotbata, einer Gegend mit vielen wasserreichen Bächen. –* 8 Damals wählte der HERR den Stamm Levi aus und übertrug ihm die Aufgabe, die Lade mit dem Bundesgesetz zu tragen. Die Nachkommen Levis sollten im Heiligtum des HERRN den Dienst verrichten* und in seinem Namen ´dem Volk` den Segen zusprechen. Dies ist bis heute ihre Aufgabe. 9 Darum bekommen die Leviten keinen Anteil an Grundbesitz wie die anderen Stämme. Der HERR, euer Gott, selbst ist ihr Anteil ´und sorgt für sie`, wie er es ihnen zugesagt hat. 10 Wie beim ersten Mal blieb ich vierzig Tage und vierzig Nächte auf dem Berg. Wieder erhörte der HERR meine Gebete und beschloss, euch nicht zu vernichten. 11 Er forderte mich auf: »Gib dem Volk den Befehl zum Aufbruch und geh ihnen voran! Sie sollen in das Land ziehen, das ich ihren Vorfahren mit einem Eid zugesagt habe, und es in Besitz nehmen.«

Gehorcht eurem einzigartigen Gott

12 Und nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, von dir? Nur das eine: Habt Ehrfurcht vor dem HERRN, eurem Gott, und folgt seinen Wegen. Liebt ihn und dient ihm von ganzem Herzen und mit ganzer Hingabe*. 13 Richtet euch nach seinen Geboten und Ordnungen, die ich euch heute verkünde. Dann wird es euch gut gehen. 14 Haltet euch vor Augen: Dem HERRN, eurem Gott, gehören der Himmel und alle Himmelswelten*, die Erde und alles, was darauf lebt. 15 Doch nur euren Vorfahren hat der HERR sich in besonderer Liebe zugewandt. Euch, ihre Nachkommen, hat er aus allen Völkern auserwählt, und so ist es bis heute. 16 ´Als Zeichen seines Bundes hat der HERR euch zur Beschneidung verpflichtet.` Beschneidet nun auch den Wildwuchs an euren Herzen* und gebt eure Eigensinnigkeit auf. 17 Denn der HERR, euer Gott, ist Gott über alle Götter und Herr über alle Herren. Er ist der große und mächtige Gott, den man fürchten muss. Er urteilt ohne Ansehen der Person und lässt sich nicht bestechen. 18 Den Waisen und Witwen verhilft er zu ihrem Recht, er liebt die Ausländer und gibt ihnen Nahrung und Kleidung. 19 Auch ihr sollt alle lieben, die nicht zu eurem Volk gehören*, denn ihr wart selbst einmal Ausländer in Ägypten. 20 Vor dem HERRN, eurem Gott, sollt ihr Ehrfurcht haben, ihm ´allein` sollt ihr dienen und ihn lieben*. Schwört nur bei seinem Namen! 21 Er ist der Eine, den ihr rühmen sollt;* er ist der Gott, der große und Ehrfurcht gebietende Taten für euch vollbracht hat. Das habt ihr mit eigenen Augen gesehen. 22 Als eure Vorfahren nach Ägypten zogen, waren sie nur siebzig Leute. Doch jetzt hat der HERR, euer Gott, euch so zahlreich gemacht wie die Sterne am Himmel.

Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ). © Neues Testament und Psalmen: Genfer Bibelgesellschaft Romanel-sur-Lausanne, Schweiz. © Altes Testament: Genfer Bibelgesellschaft Romanel-sur-Lausanne, Schweiz, Brunnen Verlag GmbH Gießen, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung. Alle Rechte vorbehalten.

Einheitsübersetzung 2016
1 Damals sagte der HERR zu mir: Hau zwei Steintafeln zurecht, so wie die ersten, und steig zu mir auf den Berg! Fertige auch eine hölzerne Lade an! 2 Ich will auf die Tafeln die gleichen Worte schreiben wie auf die ersten, die du zerschmettert hast; diese Tafeln sollst du dann in die Lade legen. 3 Ich fertigte eine Lade aus Akazienholz an, hieb zwei Steintafeln zurecht, so wie die ersten, und stieg auf den Berg. Ich hielt die beiden Tafeln in der Hand. 4 Wie bei der ersten Inschrift schrieb der HERR auf die Tafeln die Zehn Worte, die er am Tag der Versammlung auf dem Berg mitten aus dem Feuer zu euch gesprochen hatte, und der HERR übergab sie mir. 5 Ich wandte mich um, stieg den Berg hinunter und legte die Tafeln in die Lade, die ich angefertigt hatte. Dort blieben sie, wie der HERR es mir befohlen hatte. 6 Die Israeliten zogen von Beerot-Bene-Jaakan nach Moser. Dort starb Aaron, dort wurde er auch begraben. Sein Sohn Eleasar wurde an seiner Stelle Priester. 7 Von dort zogen sie nach Hor-Gidgad, von Hor-Gidgad nach Jotbata, einer Gegend, wo es Bäche gab, die immer Wasser führten. 8 Damals sonderte der HERR den Stamm Levi aus, damit er die Lade des Bundes des HERRN trage, vor dem HERRN stehe, vor ihm Dienst tue und in seinem Namen den Segen spreche. So geschieht es noch heute. 9 Deshalb erhielt Levi nicht wie seine Brüder Landanteil und Erbbesitz. Der HERR ist sein Erbbesitz, wie es der HERR, dein Gott, ihm zugesagt hat. 10 Was aber mich betrifft: Als ich wie beim ersten Mal vierzig Tage und vierzig Nächte lang auf dem Berg geblieben war und der HERR mich auch diesmal erhört hatte, weil er sich weigerte, dich dem Verderben preiszugeben, 11 da sprach der HERR zu mir: Steh auf und tritt zum Aufbruch an die Spitze des Volkes! Sie sollen in das Land hineinziehen und es in Besitz nehmen, das Land, von dem du weißt: Ich habe ihren Vätern geschworen, es ihnen zu geben.

Bundestreue und Ernte

12 Und nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, von dir außer dem einen: dass du den HERRN, deinen Gott, fürchtest, indem du auf allen seinen Wegen gehst, ihn liebst und dem HERRN, deinem Gott, mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele dienst; 13 dass du ihn fürchtest, indem du die Gebote des HERRN und seine Satzungen bewahrst, auf die ich dich heute verpflichte. Dann wird es dir gut gehen. 14 Sieh, dem HERRN, deinem Gott, gehören der Himmel, der Himmel über den Himmeln, die Erde und alles, was auf ihr lebt. 15 Doch nur deine Väter hat der HERR ins Herz geschlossen, nur sie hat er geliebt. Und euch, ihre Nachkommen, hat er später unter allen Völkern ausgewählt, wie es sich heute zeigt. 16 Ihr sollt die Vorhaut eures Herzens beschneiden und nicht länger halsstarrig sein. 17 Denn der HERR, euer Gott, ist der Gott über den Göttern und der Herr über den Herren. Er ist der große Gott, der Held und der Furchterregende. Er lässt kein Ansehen gelten und nimmt keine Bestechung an. 18 Er verschafft Waisen und Witwen ihr Recht. Er liebt die Fremden und gibt ihnen Nahrung und Kleidung - 19 auch ihr sollt die Fremden lieben, denn ihr seid Fremde in Ägypten gewesen. 20 Du sollst den HERRN, deinen Gott, fürchten. Ihm sollst du dienen, an ihm sollst du dich festhalten, bei seinem Namen sollst du schwören. 21 Er ist dein Lobgesang, er ist dein Gott. Für dich hat er all das Große und Furchterregende getan, das du mit eigenen Augen gesehen hast. 22 Als deine Vorfahren nach Ägypten zogen, waren sie nur siebzig an der Zahl; jetzt aber hat der HERR, dein Gott, dich so zahlreich gemacht wie die Sterne am Himmel.