4.Mose 21 | Neue Genfer Übersetzung Einheitsübersetzung 2016

4.Mose 21 | Neue Genfer Übersetzung

Sieg über den König von Arad

1 Der König von Arad im Süden Kanaans erfuhr, dass die Israeliten den Weg über Atarim* eingeschlagen hatten. Er griff sie an und nahm einige von ihnen gefangen. 2 Da legten die Israeliten vor dem HERRN ein Gelübde ab und versprachen: »Wenn du dieses Volk in unsere Gewalt gibst, dann werden wir an ihren Städten den Bann vollstrecken ´und sie zerstören`.« 3 Der HERR erhörte ihre Bitte und schenkte ihnen den Sieg über die Kanaaniter. Die Israeliten töteten ihre Feinde und zerstörten deren Städte bis auf den Grund.* Deshalb bekam die Stadt, die ´heute` dort liegt, den Namen Horma (»Vernichtung«).

Die bronzene Schlange

4 Als die Israeliten vom Berg Hor aus weiterzogen, wandten sie sich zunächst wieder nach Süden in Richtung Schilfmeer, um das Land der Edomiter zu umgehen. Unterwegs verlor das Volk die Geduld*. 5 Sie erhoben schwere Vorwürfe gegen Gott und gegen Mose: »Warum habt ihr uns überhaupt aus Ägypten geholt? Damit wir hier in der Wüste sterben? Hier gibt es kein Brot und kein Wasser, und dieses elende Manna hängt uns zum Hals heraus!« 6 Da schickte der HERR giftige Schlangen* unter das Volk. Viele Israeliten wurden gebissen und starben. 7 Die Leute liefen zu Mose und sagten: »Wir haben Schuld auf uns geladen, als wir dem HERRN und dir Vorwürfe gemacht haben! Bitte den HERRN, dass er uns von den Schlangen befreit!« Mose betete für das Volk, 8 und der HERR sagte zu ihm: »Fertige eine Schlange ´aus Bronze` an und befestige sie ´oben` an einer Stange. Jeder, der gebissen wird, soll sie ansehen, dann bleibt er am Leben.« 9 Mose fertigte eine bronzene Schlange an und befestigte sie ´oben` an einer Stange. Von nun an blieb jeder, der gebissen wurde, am Leben, wenn er auf diese Schlange schaute.

Die Israeliten ziehen durch das Ostjordanland

10 Die Israeliten zogen weiter und schlugen ihr Lager in Obot auf. 11 Von dort zogen sie weiter nach Ije-Abarim, das in der Wüste östlich von Moab liegt. 12 Danach machten sie im Tal des Sered-Baches Halt. 13 Von dort ging es weiter in das Wüstengebiet nördlich des Flusses Arnon*. Der Arnon entspringt im Gebiet der Amoriter und bildet die Grenze zwischen den Moabitern und den Amoritern. 14 Das »Buch der Kriege des HERRN«* erwähnt diese Gegend mit den Worten: ». Waheb im Gebiet von Sufa, die Seitentäler des Arnons, 15 die Abhänge, die sich bis zur Gegend von Ar erstrecken und bis an das Bergland von Moab reichen.« 16 Vom Ufer des Arnons zogen die Israeliten weiter nach Beer (»Brunnen«). An diesem Brunnen hatte der HERR zu Mose gesagt: »Ruf das Volk zusammen, ich will ihnen Wasser geben!« 17 Damals sangen die Israeliten dieses Lied: »Brunnen, lass dein Wasser quellen! Dich besingen wir. 18 Fürsten haben dich gegraben, mit den Herrscherstäben in der Hand, Herrscher haben dich gebaut mit dem Zepter ihrer Macht.« Von der Wüste* zogen die Israeliten nach Mattana 19 und von dort über Nahaliël und Bamot-Baal 20 in das Tal, das im Gebiet der Moabiter liegt. Sie waren nun beim Berg Pisga angekommen, von dessen Gipfel man einen weiten Blick über die Jordanebene* hat.

Sieg über Sihon, den König der Amoriter

21 Die Israeliten schickten Boten zu Sihon, dem König der Amoriter, und ließen ihm ausrichten: 22 »Gestatte uns, durch dein Land zu ziehen! Wir werden eure Äcker und Weinberge nicht betreten und kein Wasser aus euren Brunnen trinken. Wir bleiben auf der Königsstraße, bis wir dein Land durchquert haben.« 23 Aber Sihon erlaubte ihnen nicht, durch sein Land zu ziehen. Er rief sein Heer zusammen und zog Israel in der Wüste entgegen. Bei Jahaz kam es zur Schlacht. 24 Die Israeliten brachten ihm eine vernichtende Niederlage bei und besetzten sein Land vom Arnontal ´im Süden` bis zum Fluss Jabbok ´im Norden`. Am Jabbok begann das Gebiet der Ammoniter, deren Grenze gut gesichert war.* 25 Israel nahm Heschbon und die dazugehörigen Ortschaften sowie alle anderen Städte der Amoriter ein und ließ sich dort nieder. 26 Heschbon war die Residenz des Amoriterkönigs Sihon gewesen. Dieser hatte einst gegen den früheren moabitischen König gekämpft und dessen Gebiet bis zum Arnon eingenommen. 27 Darum sagen die Dichter: »Kommt nach Heschbon, zur Stadt Sihons! Baut sie ´wieder` auf und befestigt ihre Mauern! 28 Ein Feuer ging aus von Heschbon, Flammen schlugen aus der Stadt Sihons. Sie fraßen die Stadt Ar in Moab, den Sitz der Herrscher hoch über dem Arnon-Tal. 29 Wehe euch, ihr Moabiter! ´Euer Ende war beschlossen.` Kemosch, euer Gott, ließ euch im Stich.* Eure Männer machte er zu Flüchtlingen und eure Frauen zu Gefangenen, ´er gab euch` in die Hand des Amoriterkönigs Sihon. 30 Doch nun haben wir die Amoriter besiegt.* Zerstört sind ihre Städte von Heschbon bis nach Dibon. Bis nach Nofach haben wir sie verwüstet, bis nach Medeba ´sie verbrannt`.« 31 So ließen sich die Israeliten im Land der Amoriter nieder. 32 Mose schickte Männer los, um die Stadt Jaser zu erkunden. Die Israeliten eroberten die Stadt und ihre umliegenden Orte und vertrieben auch dort die Amoriter.

Sieg über Og, den König von Baschan

33 Dann zogen sie nach Norden in Richtung des Landes Baschan. Og, der König von Baschan, kam ihnen mit seinem Heer entgegen. Bei Edreï trafen sie aufeinander. 34 Da sagte der HERR zu Mose: »Hab keine Angst vor ihm! Ich gebe ihn, sein ganzes Volk und sein Land in deine Gewalt. Vernichte ihn wie den Amoriterkönig Sihon, der in Heschbon regierte.« 35 Die Israeliten töteten Og, seine Söhne und sein gesamtes Heer*. Niemand wurde am Leben gelassen. So nahmen die Israeliten das Land Baschan in Besitz.

Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ). © Neues Testament und Psalmen: Genfer Bibelgesellschaft Romanel-sur-Lausanne, Schweiz. © Altes Testament: Genfer Bibelgesellschaft Romanel-sur-Lausanne, Schweiz, Brunnen Verlag GmbH Gießen, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung. Alle Rechte vorbehalten.

Einheitsübersetzung 2016

SEGEN UND BEWAHRUNG IN DER WÜSTE

Widerstand des Königs von Arad. Israels Sieg

1 Als der Kanaanäer, der König von Arad, der im Negeb wohnte, hörte, dass Israel auf dem Weg von Atarim heranzog, griff er die Israeliten an und machte Gefangene. 2 Da gelobte Israel dem HERRN: Wenn du mir dieses Volk in meine Hand gibst, dann vollziehe ich den Bann an ihren Städten. 3 Der HERR hörte auf Israel und gab die Kanaaniter in seine Hand. Israel vollzog an ihnen und an ihren Städten den Bann. Daher nannte man den Ort Horma, Bannung.

Die kupferne Schlange

4 Die Israeliten brachen vom Berg Hor auf und schlugen die Richtung zum Roten Meer ein, um Edom zu umgehen. Das Volk aber verlor auf dem Weg die Geduld, 5 es lehnte sich gegen Gott und gegen Mose auf und sagte: Warum habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt? Etwa damit wir in der Wüste sterben? Es gibt weder Brot noch Wasser und es ekelt uns vor dieser elenden Nahrung. 6 Da schickte der HERR Feuerschlangen unter das Volk. Sie bissen das Volk und viel Volk aus Israel starb. 7 Da kam das Volk zu Mose und sagte: Wir haben gesündigt, denn wir haben uns gegen den HERRN und gegen dich aufgelehnt. Bete zum HERRN, dass er uns von den Schlangen befreit! Da betete Mose für das Volk. 8 Der HERR sprach zu Mose: Mach dir eine Feuerschlange und häng sie an einer Stange auf! Jeder, der gebissen wird, wird am Leben bleiben, wenn er sie ansieht. 9 Mose machte also eine Schlange aus Kupfer und hängte sie an einer Stange auf. Wenn nun jemand von einer Schlange gebissen wurde und zu der Kupferschlange aufblickte, blieb er am Leben.

Der Weg zu den Steppen von Moab

10 Die Israeliten brachen auf und schlugen ihr Lager in Obot auf. 11 Dann brachen sie von Obot auf und schlugen in Ije-Abarim ihr Lager auf, in der Wüste, die östlich von Moab liegt. 12 Von dort brachen sie auf und schlugen ihr Lager am Bach Sered auf. 13 Von dort brachen sie auf und schlugen das Lager jenseits des Arnon auf, in der Wüste, die sich vom Amoritergebiet bis zum Arnon ausdehnt. Der Arnon bildet nämlich die Grenze zwischen Moab und den Amoritern. 14 Deshalb heißt es im Buch der Kriege des HERRN: Waheb in Sufa und die Bäche des Arnon 15 und die Wasserscheide, die sich zum Wohngebiet von Ar hinneigt und sich an das Gebiet von Moab anlehnt. 16 Von dort ging es weiter nach Beer, Brunnen; es ist der Brunnen, von dem der HERR zu Mose gesagt hat: Versammle das Volk, damit ich ihnen Wasser gebe! 17 Damals sang Israel das folgende Lied: Steig auf, Brunnen! / Singt über ihn ein Lied! / 18 Brunnen, den Heerführer gruben, / den die Edlen des Volkes aushoben / mit dem Zepter, mit ihren Stäben. Aus der Wüste nach Mattana, 19 von Mattana nach Nahaliël, von Nahaliël nach Bamot, 20 von Bamot zum Tal im Grünland von Moab, zum Gipfel des Pisga, der auf das Ödland herabschaut.

Eroberung des Ostjordanlandes

21 Israel schickte Boten zum Amoriterkönig Sihon und ließ ihm sagen: 22 Ich möchte durch dein Land ziehen. Wir werden nicht in die Felder und Weinberge abbiegen und wir werden kein Wasser aus euren Brunnen trinken. Wir wollen nur die Königsstraße benutzen, bis wir dein Gebiet durchzogen haben. 23 Doch Sihon ließ Israel nicht durch sein Gebiet ziehen. Er versammelte sein ganzes Volk und zog Israel in die Wüste entgegen. Als er nach Jahaz gekommen war, griff er Israel an. 24 Aber Israel schlug ihn mit scharfem Schwert und nahm sein Land in Besitz vom Arnon bis zum Jabbok, das heißt bis zu den Ammonitern, denn Jaser bildete damals die Grenze zu den Ammonitern. 25 Die Israeliten nahmen alle jene Städte ein und ließen sich in den Amoriterstädten nieder, in Heschbon und allen seinen Tochterstädten. 26 Heschbon war nämlich die Stadt Sihons, des Amoriterkönigs. Dieser hatte aber gegen den ersten König von Moab Krieg geführt und hatte ihm sein ganzes Land bis zum Arnon abgenommen. 27 Darum sagen die Spruchdichter: Kommt nach Heschbon! / Gebaut und befestigt werde Sihons Stadt. / 28 Denn von Heschbon ging ein Feuer aus, / eine Flamme von Sihons Burg, / sie hat Ar-Moab gefressen / und die Arnonhöhen verschlungen. 29 Weh dir, Moab, / mit dir ist es aus, Volk des Kamosch. / Seine Söhne hat er zu Flüchtlingen gemacht, / seine Töchter zu Gefangenen des Amoriterkönigs Sihon. / 30 Denn wir haben auf sie geschossen; / verloren ist Heschbon bis Dibon, / von Naschim bis Nofach bei Medeba. 31 Die Israeliten ließen sich im Land der Amoriter nieder. 32 Mose schickte Boten aus, um Jaser auskundschaften zu lassen. Die Israeliten eroberten Jasers Tochterstädte und vertrieben die Amoriter, die dort wohnten. 33 Dann änderten sie die Richtung und zogen den Weg zum Baschan hinauf. Og, der König des Baschan, zog ihnen mit seinem ganzen Volk nach Edreï zum Kampf entgegen. 34 Der HERR sagte zu Mose: Hab keine Angst vor ihm; denn hiermit gebe ich ihn mit seinem ganzen Volk und seinem Land in deine Hand. Mach mit ihm, was du schon mit dem Amoriterkönig Sihon gemacht hast, der in Heschbon wohnte! 35 Da erschlugen die Israeliten Og und seine Söhne und sein ganzes Volk; keiner von ihnen konnte entrinnen. Die Israeliten aber nahmen sein Land in Besitz.