3.Mose 24 | Neue Genfer Übersetzung Einheitsübersetzung 2016

3.Mose 24 | Neue Genfer Übersetzung

Der goldene Leuchter und die geweihten Brote

1 Der HERR sagte zu Mose: 2 »Fordere die Israeliten auf, dir besonders reines Olivenöl* zu bringen. ´Der Ölvorrat soll dazu dienen`, dass das Licht auf dem Leuchter jede Nacht brennen kann. 3 Aaron soll ´den Leuchter` im Zelt der Begegnung vor dem Vorhang ´aufstellen`, der die Bundeslade mit den Gesetzestafeln verhüllt*. Er muss dafür sorgen, dass ´das Licht jede Nacht` vom Abend bis zum Morgen vor ´mir`, dem HERRN, ´leuchtet`. Diese Ordnung gilt für alle Generationen. 4 Jeden Abend soll er die Lampen auf dem goldenen Leuchter im Heiligtum herrichten und anzünden.* 5 Außerdem sollst du zwölf Ringbrote backen lassen, jedes aus zwei Kilogramm* Weizenmehl. 6 Leg sie in zwei Stapeln zu je sechs auf den goldenen Tisch im Heiligtum*. 7 Leg auf beide Stapel reinen Weihrauch. Verbrenne ihn danach – anstelle der Brote – auf dem Altar als Zeichen, dass die Brote mir geweiht sind*. 8 An jedem Sabbat sollen die Brote im Heiligtum* ´neu` aufgeschichtet werden. Das ist für die Israeliten eine Bundesverpflichtung*, die für alle Zeiten gilt. 9 Die ´weggeräumten` Brote stehen Aaron und seinen Nachkommen zu, die sie an heiliger Stätte verzehren sollen. Die Brote sind besonders heilig, denn sie sind ein Teil der Gaben, die dem HERRN dargebracht werden. Diese Ordnung gilt für immer.«

Strafen für Gotteslästerung, Totschlag und Körperverletzung

10 Im Lager der Israeliten lebte ein Mann, der eine israelitische Mutter und einen ägyptischen Vater hatte. Dieser Mann geriet ´eines Tages` in Streit mit einem Israeliten. 11 Dabei verfluchte er ´den HERRN` und verlästerte seinen Namen. Die Mutter des Mannes hieß Schelomit und war eine Tochter Dibris vom Stamm Dan. Man brachte den Mann zu Mose 12 und nahm ihn ´erst einmal` in Gewahrsam, um auf eine Weisung des HERRN zu warten. 13 Der HERR sagte zu Mose: 14 »Führ den Mann, der ´mich` verflucht hat, aus dem Lager. Alle, die seine Lästerungen gehört haben, sollen ihm die Hand auf den Kopf legen. Dann soll die ganze Gemeinschaft ihn steinigen. 15 Sag den Israeliten: ›Wer seinen Gott verflucht, lädt Schuld auf sich. 16 Wer den Namen des HERRN verlästert, wird mit dem Tod bestraft. Die ganze Gemeinschaft soll ihn steinigen. Für Israeliten wie für Ausländer gilt: Wer den Namen ´des HERRN` verlästert, muss sterben! 17 Wenn jemand einen anderen Menschen umbringt, muss er getötet werden. 18 Wer das Nutztier eines anderen tötet, muss es ersetzen. ´Es gilt der Grundsatz:` Leben für Leben. 19 Wenn jemand seinem Mitmenschen ´körperlichen` Schaden zufügt, soll er dasselbe erleiden: 20 einen Knochenbruch für einen Knochenbruch, ein Auge für ein Auge, einen Zahn für einen Zahn. Die Verletzung, die jemand einem anderen zugefügt hat, soll auch ihm zugefügt werden. 21 Wer das Nutztier eines anderen tötet, muss es ersetzen. Wer aber einen Menschen umbringt, muss sterben. 22 Ein und dasselbe Recht gilt für ´alle`, für die Israeliten genauso wie für die Ausländer, ´die in Israel leben`. Ich bin der HERR, euer Gott.‹« 23 Mose richtete dies alles den Israeliten aus. Sie brachten den Mann, der ´den HERRN` verflucht hatte, vor das Lager und steinigten ihn. So gehorchten sie dem Befehl, den der HERR Mose gegeben hatte.

Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ). © Neues Testament und Psalmen: Genfer Bibelgesellschaft Romanel-sur-Lausanne, Schweiz. © Altes Testament: Genfer Bibelgesellschaft Romanel-sur-Lausanne, Schweiz, Brunnen Verlag GmbH Gießen, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung. Alle Rechte vorbehalten.

Einheitsübersetzung 2016

Öl für den Leuchter und Brot – Israels symbolische Anwesenheit im Haus Gottes

1 Der HERR sprach zu Mose: 2 Befiehl den Israeliten, dass sie dir für den Leuchter reines Öl aus zerstoßenen Oliven bringen, damit man ständig eine Lampe brennen lassen kann! 3 Im Offenbarungszelt, vor dem Vorhang vor dem Bundeszeugnis, soll Aaron diese Lampe aufstellen. Sie soll hier vor dem HERRN ständig vom Abend bis zum Morgen brennen. Das gelte bei euch als ewige Satzung für eure Generationen. 4 Aaron soll die Lampen auf dem reinen Leuchter vor dem HERRN ständig in Ordnung halten. 5 Du sollst Weizenfeinmehl nehmen und daraus zwölf Kuchen backen; aus zwei Zehntel Efa Weizenfeinmehl soll jeder einzelne Kuchen zubereitet sein. 6 Dann sollst du sie in zwei Schichten, sechs in jeder Schicht, auf den reinen Tisch vor den HERRN legen. 7 Auf jede Schicht sollst du reinen Weihrauch tun; er soll der Gedächtnisanteil des Brotes sein, ein Feueropfer für den HERRN. 8 Stets, Sabbat für Sabbat, soll man die Brote vor den HERRN hinlegen als ewiger Bund vonseiten der Israeliten. 9 Sie gehören Aaron und seinen Söhnen, die sie an einem heiligen Ort essen sollen; denn sie sind für ihn etwas Hochheiliges von den Feueropfern des HERRN - ein ewiges Gesetz.

Lästerung des Gottesnamens – Gottes Anwesenheit im Alltag Israels

10 Der Sohn einer Israelitin und eines Ägypters ging unter die Israeliten. Im Lager geriet er in Streit mit einem Mann, der Israelit war. 11 Der Sohn der Israelitin schmähte den Gottesnamen und fluchte. Da brachten sie ihn zu Mose. Der Name der Mutter war Schelomit; sie war die Tochter Dibris aus dem Stamm Dan. 12 Man nahm ihn in Gewahrsam, um auf ein Wort des HERRN hin zu entscheiden. 13 Der HERR sprach zu Mose: 14 Lass den, der den Fluch ausgesprochen hat, aus dem Lager hinausführen! Alle, die es gehört haben, sollen ihm ihre Hände auf den Kopf legen; dann soll ihn die ganze Gemeinde steinigen. 15 Sag den Israeliten: Jeder, der seinem Gott flucht, muss die Folgen seiner Sünde tragen. 16 Wer den Namen des HERRN schmäht, hat den Tod verdient; die ganze Gemeinde wird ihn steinigen. Das gilt für den Fremden ebenso wie für den Einheimischen: Wenn er den Gottesnamen schmäht, wird er getötet werden. 17 Wer einen Menschen erschlägt, hat den Tod verdient. 18 Wer ein Stück Vieh erschlägt, muss es ersetzen: Leben für Leben. 19 Wenn jemand einen Mitbürger verletzt, soll man ihm antun, was er getan hat: 20 Bruch für Bruch, Auge für Auge, Zahn für Zahn. Der Schaden, den er einem Menschen zugefügt hat, soll ihm zugefügt werden. 21 Wer ein Stück Vieh erschlägt, muss es ersetzen; wer aber einen Menschen erschlägt, wird getötet. 22 Gleiches Recht soll bei euch für den Fremden wie für den Einheimischen gelten; denn ich bin der HERR, euer Gott. 23 Nachdem Mose so zu den Israeliten gesprochen hatte, führten sie den, der den Fluch ausgesprochen hatte, aus dem Lager hinaus und steinigten ihn. Sie erfüllten es so, wie der HERR dem Mose geboten hatte.