1.Könige 11 | Neue Genfer Übersetzung Gute Nachricht Bibel 2018

1.Könige 11 | Neue Genfer Übersetzung

Salomos ausländische Frauen verführen ihn zum Götzendienst

1 König Salomo hatte neben der Tochter des Pharaos noch viele weitere ausländische Frauen, die er liebte: Moabiterinnen, Ammoniterinnen, Edomiterinnen, Sidonierinnen und Hetiterinnen. 2 Der HERR hatte den Israeliten verboten, sich mit den Angehörigen dieser Völker zu verbinden. Er hatte gesagt: »Ihr dürft euch auf keinen Fall mit ihnen einlassen und sie nicht heiraten*, sonst werden sie euch dazu verführen*, ihren Göttern zu dienen.« Trotzdem hing Salomo mit großer Liebe an seinen ausländischen Frauen. 3 Er hatte siebenhundert Frauen aus fürstlichem Hause und dreihundert Nebenfrauen. Sie brachten sein Herz vom HERRN ab*, 4 und als er alt wurde, verführten sie ihn dazu*, anderen Göttern zu dienen. Sein Herz gehörte nicht mehr ungeteilt dem HERRN, seinem Gott, wie es noch bei seinem Vater David gewesen war. 5 Er verehrte Astarte, die Göttin der Sidonier, und Milkom, den abscheulichen Götzen der Ammoniter. 6 So tat er, was dem HERRN missfiel, und folgte ihm nicht mehr von ganzem Herzen, wie sein Vater David es getan hatte. 7 Schließlich baute er sogar am Ölberg östlich von Jerusalem eine Opferstätte für Kemosch, den widerlichen Götzen der Moabiter, und für Moloch*, den abscheulichen Götzen der Ammoniter. 8 Alle seine ausländischen Frauen bekamen Opferstätten, an denen sie ihren Göttern Räucher- und Schlachtopfer darbringen konnten. 9 Da wurde der HERR zornig auf Salomo, weil sein Herz sich von ihm, dem Gott Israels, abgewandt hatte. Zweimal war er ihm erschienen 10 und hatte ihm ausdrücklich verboten, andere Götter zu verehren, doch Salomo hatte nicht auf ihn gehört. 11 Darum sagte der HERR zu ihm: »Du wusstest genau, was ich von dir wollte, und trotzdem hast du meinen Bund gebrochen und meine Weisungen missachtet.* Deshalb werde ich dir das Königtum entreißen und es einem der Männer geben, die für dich arbeiten. 12 Aber um deines Vaters David willen werde ich dies noch nicht zu deinen Lebzeiten tun, sondern werde die Herrschaft erst deinem Sohn wegnehmen. 13 Doch auch ihm werde ich nicht das gesamte Königtum entreißen, sondern ihm ´die Herrschaft über` einen Stamm lassen. Denn ich habe meinem Diener David ´ein ewiges Königtum` versprochen*, und Jerusalem ist die Stadt, die ich erwählt habe.«

Zwei erbitterte Feinde Salomos

14 Der HERR sorgte dafür, dass Hadad, ein Mann aus der edomitischen Königsfamilie, sich gegen Salomo auflehnte. 15 ´Der Grund für seine Feindschaft lag` in dem Krieg, den David gegen die Edomiter geführt hatte.* Damals war Joab nach Edom gezogen, um die gefallenen ´Israeliten` zu begraben, und hatte nahezu die gesamte männliche Bevölkerung Edoms ausgerottet. 16 Sechs Monate war er mit dem israelitischen Heer dort geblieben, bis sie auch den letzten männlichen Edomiter getötet hatten. 17 Hadad jedoch, der damals noch ein kleiner Junge war, konnte mit einigen Gefolgsleuten seines Vaters in Richtung Ägypten fliehen. 18 Sie durchquerten das Land Midian und erreichten ´die Wüste` Paran. Mit Hilfe ´ortskundiger` Männer, die sie in Paran anheuerten*, gelangten sie nach Ägypten und kamen zum Hof des Pharaos. Der Pharao wies Hadad ein Haus und ein Stück Land zu und sorgte für seinen Lebensunterhalt. 19 Er fand großes Gefallen an Hadad und gab ihm die Schwester seiner Gattin, der Königin Tachpenes, zur Frau. 20 Diese brachte einen Sohn namens Genubat zur Welt. Tachpenes ließ das Fest von Genubats Entwöhnung im königlichen Palast feiern*, und ´von da an` wurde er mit den Söhnen des Pharaos im Palast erzogen. 21 Als Hadad hörte, dass David gestorben und auch Israels Heerführer Joab tot war, bat er den Pharao: »Erlaube mir, in mein Land zurückzukehren.« 22 Der Pharao entgegnete: »Was fehlt dir denn bei mir? Warum willst du unbedingt zurück in dein Land?« »Mir fehlt nichts«, antwortete Hadad. »Aber bitte lass mich trotzdem gehen.« 23 Gott sorgte auch dafür, dass ´der Aramäer` Reson, der Sohn Eljadas, sich gegen Salomo auflehnte. Reson hatte einst im Dienst Hadad-Esers, des Königs von Zoba, gestanden und war vor ihm geflohen. 24 Nachdem David ´die Aramäer von Zoba und Damaskus besiegt und` viele von ihnen getötet hatte*, sammelte Reson Männer um sich und wurde Anführer einer Streifschar. Später ging er mit ihnen nach Damaskus*, ließ sich in der Stadt nieder und riss die Herrschaft an sich. 25 So wurde er König über die Aramäer. Er verabscheute die Israeliten aus tiefstem Herzen und wurde ihr erbitterter Feind. Genauso wie ´der Edomiter` Hadad fügt er ihnen während der ganzen Regierungszeit Salomos viel Schaden zu.

Jerobeam wird zu Salomos Gegenspieler

26 Auch einer von Salomos Beamten erhob sich gegen den König: Jerobeam, der Sohn Nebats, ein Efraimiter aus der Stadt Zereda. Seine Mutter war eine Witwe namens Zerua. 27 Und so kam es zu seinem Aufstand gegen den König: Als Salomo den Millo aufschütten und die Mauern Jerusalems instand setzen ließ*, 28 wurde Jerobeam als junger wehrpflichtiger Bürger zu den Arbeiten herangezogen. Salomo sah, wie gut er arbeitete*, und machte ihn zum Aufseher über alle Fronarbeiter* aus den Stämmen Efraim und Manasse. 29 Als Jerobeam einmal während dieser Zeit Jerusalem verließ, begegnete ihm unterwegs der Prophet Ahija aus Schilo. Ahija trug einen neuen Mantel. Die beiden waren allein – weit und breit war niemand, der sie beobachten konnte.* 30 Da nahm Ahija seinen neuen Mantel, zerriss ihn in zwölf Teile 31 und sagte zu Jerobeam: »Nimm dir zehn Stücke! Denn so spricht der HERR, der Gott Israels: ›Ich werde Salomo das Königtum entreißen und dir ´die Herrschaft` über zehn Stämme geben. 32 Nur den Stamm Juda lasse ich ihm.* Denn ich habe meinem Diener David ´ein ewiges Königtum` versprochen und Jerusalem ist die Stadt, die ich erwählt habe. 33 So strafe ich Salomo und die Israeliten* dafür, dass sie mich verlassen haben und ´andere Götter` anbeten: Astarte, die Göttin der Sidonier, Kemosch, den Gott der Moabiter, und Milkom, den Gott der Ammoniter. Sie führen ihr Leben nicht so, wie es mir gefällt. Sie haben nicht getan, was in meinen Augen recht ist. Anders als Salomos Vater David haben sie meine Rechtsbestimmungen und Ordnungen missachtet. 34 Allerdings werde ich Salomo das Königtum nicht vollständig wegnehmen. Um meines Dieners David willen, den ich erwählt habe und der meine Gebote und Ordnungen gehalten hat, lasse ich Salomo weiter regieren, solange er lebt. 35 Erst seinem Sohn nehme ich das Königtum weg. Dann werde ich dir ´die Herrschaft über` die zehn Stämme anvertrauen. 36 Salomos Sohn behält einen Stamm, damit das Licht meines Dieners David* für immer in Jerusalem leuchtet – in der Stadt, die ich mir als Wohnstätte erwählt habe*. 37 Dich aber mache ich zum König, wie du es dir gewünscht hast.* Du sollst über Israel regieren. 38 Wenn du auf alles hörst, was ich dir gebiete, wenn du dein Leben nach meinem Willen führst, wenn du tust, was in meinen Augen recht ist, und meine Ordnungen und Gebote hältst, wie mein Diener David es getan hat, dann werde ich dir beistehen. Du und deine Nachkommen werden für immer auf dem Thron sitzen*, wie ich es auch David versprochen habe. Die Herrschaft über ´die zehn Stämme` Israels wird dir gehören. 39 So werde ich die Nachkommen Davids dafür bestrafen, dass sie mir untreu geworden sind* – allerdings nicht für immer.‹« 40 Salomo wollte Jerobeam umbringen lassen, doch Jerobeam entkam und floh zu Pharao Schischak nach Ägypten. Dort blieb er, bis Salomo gestorben war.

Salomos Tod

41 Alles, was es sonst noch über Salomo zu berichten gibt, über seine Taten und seine Weisheit, ist in der amtlichen Chronik Salomos festgehalten. 42 Vierzig Jahre lang regierte er in Jerusalem über ganz Israel. 43 Als er starb, wurde er dort in Jerusalem, der Stadt seines Vaters David, beigesetzt*. Sein Sohn Rehabeam folgte ihm auf den Königsthron.

Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung (NGÜ). © Neues Testament und Psalmen: Genfer Bibelgesellschaft Romanel-sur-Lausanne, Schweiz. © Altes Testament: Genfer Bibelgesellschaft Romanel-sur-Lausanne, Schweiz, Brunnen Verlag GmbH Gießen, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung. Alle Rechte vorbehalten.

Gute Nachricht Bibel 2018

Salomo lässt sich zum Götzendienst verführen

1 König Salomo hatte außer der ägyptischen Königstochter noch viele andere ausländische Frauen aus den Völkern der Moabiter, Ammoniter, Edomiter, Phönizier und Hetiter. 2 Zwar hatte der HERR den Israeliten verboten, Angehörige dieser Völker zu heiraten. »Ihr sollt nichts mit ihnen zu tun haben«, hatte er gesagt; »sonst werden sie euch dazu verführen, auch ihre Götter zu verehren.« Aber Salomo liebte diese Ausländerinnen. 3 Insgesamt hatte Salomo 700 Ehefrauen und 300 Nebenfrauen. Sie hatten großen Einfluss auf ihn. 4 Als er älter wurde, brachten sie ihn dazu, andere Götter zu verehren. Er hielt nicht mehr mit ungeteiltem Herzen zum HERRN, seinem Gott, wie es sein Vater David getan hatte. 5 Er verehrte Astarte, die Göttin der Phönizier, und Milkom, den Götzen der Ammoniter. 6 So tat er, was dem HERRN missfällt, und hielt sich nicht mehr ausschließlich an den HERRN wie sein Vater David. 7 Damals baute Salomo auf dem Berg östlich von Jerusalem eine Opferstätte für Kemosch, den Götzen der Moabiter, und für Milkom,* den Götzen der Ammoniter. 8 Alle seine ausländischen Frauen bekamen Opferstätten, an denen sie ihren Göttern Räucheropfer darbringen und Opfermähler abhalten konnten. 9 Obwohl der HERR ihm zweimal erschienen war und ihm verboten hatte, fremde Götter zu verehren, hatte Salomo nicht darauf gehört und hatte sich vom HERRN abgewandt. Deshalb wurde der HERR zornig auf Salomo 11 und sagte zu ihm: »Du hast meinen Bund gebrochen und meine Weisungen nicht befolgt. Darum werde ich dir das Königtum wegnehmen und es einem deiner Leute geben. 12 Aber deinem Vater David zuliebe will ich das nicht schon zu deinen Lebzeiten tun, sondern erst wenn dein Sohn die Regierung übernimmt. 13 Und auch ihm werde ich die Herrschaft nicht ganz wegnehmen. Einen einzigen von den zwölf Stämmen will ich ihm lassen, meinem Diener David zuliebe und weil ich Jerusalem erwählt habe.«

Gott lässt Feinde gegen Salomo aufstehen

14 Der HERR ließ Salomo einen Gegner erstehen, Hadad, einen Edomiter von königlicher Abstammung. 15 Er war in jugendlichem Alter mit einigen Gefolgsleuten seines Vaters nach Ägypten entkommen, als David alle männlichen Edomiter töten ließ. Davids Heerführer Joab war damals mit dem Heer Israels in Edom einmarschiert, um die Israeliten zu bestatten, die dort umgebracht worden waren. Sechs Monate war Joab mit dem ganzen Heer in Edom, bis er den Befehl ausgeführt hatte. 18 Hadad und seine Begleiter waren über das Land Midian in die Oase Paran gelangt; dort fanden sie ortskundige Männer, die sie zum Pharao nach Ägypten führten. Der Pharao gab Hadad ein Haus und ein Stück Land und sorgte für seinen Lebensunterhalt. 19 Er fand so viel Gefallen an ihm, dass er ihm die Schwester seiner Frau, der Königin Tachpenes, zur Frau gab. 20 Diese gebar Hadad einen Sohn namens Genubat. Als das Kind von der Mutterbrust entwöhnt war, feierte Tachpenes dies durch ein Fest im Palast des Pharaos, und von da ab wurde Genubat gemeinsam mit den Königssöhnen im Palast erzogen. 21 Als Hadad hörte, dass David und sein Heerführer Joab tot waren, sagte er zum Pharao: »Erlaube mir, dass ich in mein Land zurückkehre!« 22 »Du hast hier doch alles, was du dir wünschen kannst«, erwiderte der Pharao. »Warum willst du in dein Land ziehen?« Hadad aber bestand darauf und kehrte nach Edom zurück. 23 Der HERR ließ Salomo noch einen Gegner erstehen, Reson, den Sohn von Eljada. Er hatte im Dienst Hadad-Esers, des Königs von Zoba, gestanden und war geflohen, 24 als David die syrischen Hilfstruppen Hadad-Esers niedermachte. Er sammelte Männer um sich und wurde zum Anführer einer Horde von Kriegsleuten. Später zog er mit ihnen nach Damaskus, nahm die Stadt in Besitz und riss die Herrschaft an sich. 25 So wurde Reson König über ganz Syrien. Er war ein entschiedener Gegner Israels. Während der ganzen Regierungszeit Salomos fügte er ebenso wie der Edomiter Hadad den Israeliten Schaden zu.

Ankündigung der Strafe für Salomos Ungehorsam

26 Auch einer von Salomos Beamten machte einen Aufstand gegen den König: Jerobeam aus Zereda im Gebiet des Stammes Efraïm. Sein Vater Nebat war gestorben und seine Mutter Zerua lebte als Witwe. 27 Zu seinem Aufstand kam es auf folgende Weise: Salomo hatte auf der Nordseite Jerusalems die befestigte Aufschüttung, den Millo, verstärken lassen, um der Davidsstadt einen besseren Schutz zu geben. 28 Jerobeam war als wehrpflichtiger Bürger zu den Arbeiten herangezogen worden. Als Salomo sah, wie er sich dabei auszeichnete, übertrug er ihm die Aufsicht über die Fronarbeiter aus den Stämmen Efraïm und Manasse. 29 Als Jerobeam während dieser Zeit einmal Jerusalem verließ, begegnete ihm unterwegs der Prophet Ahija aus Schilo. Der Prophet trug einen neuen Mantel. Weit und breit war niemand, der die beiden beobachten konnte. 30 Da nahm Ahija seinen neuen Mantel, riss ihn in zwölf Stücke 31 und sagte zu Jerobeam: »Nimm dir zehn! Der HERR, der Gott Israels, lässt dir sagen: ›Ich werde Salomo die Herrschaft entreißen und dir zehn von den zwölf Stämmen geben. 32 Nur einen Stamm lasse ich ihm, meinem Diener David zuliebe und weil ich Jerusalem aus allen Stämmen Israels als meine Stadt ausgewählt habe. 33 So bestrafe ich Salomo dafür, dass er mir den Rücken gekehrt und die phönizische Göttin Astarte, den moabitischen Gott Kemosch und den ammonitischen Gott Milkom verehrt hat. Er hat mir nicht gehorcht und ist vom rechten Weg abgewichen. Er hat nicht getan, was mir gefällt, und sich nicht wie sein Vater David an meine Weisungen und Gesetze gehalten. 34 Aber seinem Vater zuliebe, den ich erwählt habe und der meine Gebote befolgt hat, werde ich ihn selbst noch verschonen und ihm die Herrschaft nicht entreißen; er soll, solange er lebt, der Anführer meines Volkes bleiben. 35 Erst seinem Sohn werde ich das Königtum wegnehmen und es dann dir geben, die Herrschaft über die zehn Stämme. 36 Einen Stamm werde ich seinem Sohn belassen, damit im Haus meines Dieners David das Licht nicht erlischt und in alle Zukunft einer seiner Nachkommen in Jerusalem regiert, in der Stadt, die ich dazu bestimmt habe, dass mein Name dort wohnt.* 37 Dich aber mache ich zum König über alles, was du nur wünschen kannst: Du sollst König sein über die zehn Stämme Israels.* 38 Wenn du mir in allem gehorchst und nicht vom rechten Weg abgehst, wenn du tust, was mir gefällt, und dich nach meinen Weisungen und Geboten richtest wie mein Diener David, dann werde ich dir beistehen. Ich werde dir die Herrschaft über die zehn Stämme Israels geben und dafür sorgen, dass immer einer deiner Nachkommen auf deinem Thron sitzt, wie ich es auch David versprochen habe. 39 Den Nachkommen Davids werde ich einen Teil ihres Herrschaftsgebietes wegnehmen, aber nicht für alle Zeiten.‹« 40 Salomo wollte Jerobeam umbringen lassen; doch er entkam und floh zu Schischak, dem König von Ägypten. Dort blieb er bis zu Salomos Tod.

Das Ende der Regierung Salomos

41 Alles, was es sonst noch über Salomo zu berichten gibt, über seine Regierungstätigkeit und über seine Weisheit, ist in der amtlichen Chronik Salomos nachzulesen. 42 Vierzig Jahre lang regierte Salomo in Jerusalem über ganz Israel. 43 Als er starb, wurde er in der Davidsstadt bestattet. Sein Sohn Rehabeam wurde sein Nachfolger.