Hosea 10 | Menge Bibel Einheitsübersetzung 2016

Hosea 10 | Menge Bibel

Verwüstung der Götzenstätten Israels

1 Ein üppig rankender Weinstock war Israel, (ein Weinstock,) der auch Früchte ansetzte; aber wie seine Früchte sich mehrten, so mehrten sich bei ihm auch die Altäre; je reicher sein Land trug, desto schönere Malsteine* fertigten sie an. 2 Untreu war ihr Herz: jetzt sollen sie es büßen! Ihre Altäre wird er* zertrümmern, ihre Malsteine zerschlagen. 3 Sie sagen jetzt ja bereits: »Wir haben keinen König mehr! Denn den HERRN haben wir nicht gefürchtet, und der König – was kann der für uns tun?« 4 Sie reden leere Worte, schwören trügliche Eide, schließen Bündnisse: so sproßt denn das Gericht auf wie Giftkraut in den Ackerfurchen. 5 Um ihren Stier von Beth-Awen sind die Bewohner Samarias in Angst; ja, sein Volk trauert um ihn, und seine Pfaffen zittern für ihn, für seine Herrlichkeit*, weil diese von ihm weggewandert ist. 6 Auch ihn selbst* wird man nach Assyrien schleppen als Geschenk* für den Großkönig (s. 5,13); Schmach wird Ephraim sich holen und Israel zuschanden* werden ob seiner Staatskunst*. 7 Vernichtet wird Samaria: sein König gleicht dem Gischt* auf weiter Wasserflut; 8 und verwüstet werden die Höhen von Awen*, die Stätten der Versündigung Israels: Dornen und Disteln werden auf den Altären dort wuchern; da wird man denn den Bergen zurufen: »Bedeckt uns!« und den Hügeln: »Fallet über uns!«

Israels andauernde Sündhaftigkeit; seine Bestrafung und schließliche Vernichtung durch Krieg

9 »Seit den Tagen von Gibea hast du gesündigt, Israel; dort* sind sie auch stehengeblieben; sollte sie zu Gibea der Krieg gegen die (Rotte der) Frevler nicht erreichen? 10 Nach Herzenslust will ich sie züchtigen, und Völker werden gegen sie versammelt werden, wenn ich sie für ihre zwiefache Verschuldung büßen lasse. 11 Ephraim war ein angelerntes* Rind, willig zum Dreschen; so habe denn ich selbst ihm das Joch auf den schönen Nacken gelegt und habe Ephraim eingespannt: Juda sollte pflügen, Jakob die Egge für sich ziehen. 12 Macht Gerechtigkeit zu eurer Aussaat und erntet nach Maßgabe der Liebe*! Brecht euch einen Neubruch (der Erkenntnis), da es noch Zeit ist, den HERRN zu suchen, damit er endlich kommt und Gerechtigkeit* über euch regnen läßt! 13 Ihr aber habt Gottlosigkeit eingepflügt, Unheil geerntet, habt die Frucht der Treulosigkeit essen müssen. Weil du dein Vertrauen auf deine Kriegswagen, auf die Menge deiner Krieger gesetzt hast, 14 darum wird sich Kriegslärm in deinen Städten erheben, und alle deine festen Plätze werden zerstört werden, so wie Salman (jüngst die Stadt) Beth-Arbel am Tage der Schlacht zerstört hat: die Mutter wurde samt den Kindern zerschmettert. 15 Solches Geschick bringt Bethel über euch infolge eurer grenzenlosen Bosheit; wie das Morgenrot (verschwindet), so wird Israels König dahingerafft*.«

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Einheitsübersetzung 2016

Verlust von König und Kultorten

1 Israel war ein üppiger Weinstock, / der seine Frucht brachte. Je fruchtbarer er war, / desto zahlreicher machte man die Altäre. Je schöner sein Land wurde, / umso schöner schmückten sie die Steinmale. 2 Ihr Herz ist geteilt, / jetzt müssen sie büßen: Er selbst wird ihre Altäre zerbrechen, / ihre Steinmale verwüsten. 3 Dann werden sie sagen: / Wir haben keinen König mehr; denn wir haben den HERRN nicht gefürchtet. / Aber auch ein König - was könnte er für uns tun? 4 Sprüche machen, Meineide schwören, / Bündnisse schließen; und die Rechtsprechung wuchert / wie das giftige Unkraut in den Ackerfurchen. 5 Um das Kalb von Bet-Awen / müssen die Bewohner von Samaria zittern, / ja, es trauert darum sein Volk, seine Priester jubeln noch über seine Herrlichkeit - / doch sie ist weg von ihm in die Verbannung gezogen. 6 Auch das Kalb wird nach Assur gebracht / als Geschenk für den König, der das Gericht vollziehen wird. Efraim erntet Schande, / Israel wird zuschanden wegen seiner Ratschläge. 7 Vernichtet ist Samaria, / sein König - wie ein abgebrochener Zweig auf dem Wasser. 8 Verwüstet werden die Kulthöhen von Awen, / die Sünde Israels: Dornen und Disteln werden ihre Altäre überwuchern. / Dann wird man zu den Bergen sagen: Deckt uns zu! / und zu den Hügeln: Fallt auf uns!

Die bevorstehende Niederlage

9 Seit den Tagen von Gibea hast du gesündigt, Israel. / Sie sind seither nicht anders geworden. Wird sie nicht wie in Gibea / der Krieg gegen die Kinder des Verbrechens einholen? 10 Ich bin entschlossen, sie zu züchtigen. / Und Völker werden sich gegen sie versammeln, / denn sie sind verstrickt in ihre doppelte Schuld. 11 Efraim war ein gelehriges Rind, / willig zum Dreschen. Als ich vorbeikam an seinem kräftigen Nacken, / spannte ich Efraim ein: Juda sollte pflügen; / Jakob für sich eggen: 12 Sät für euch in Gerechtigkeit, / erntet in Liebe! Nehmt Neuland unter den Pflug! / Es ist Zeit, den HERRN zu suchen; dann wird er kommen / und Gerechtigkeit auf euch regnen lassen. 13 Ihr aber habt Frevel eingepflügt; / darum habt ihr Verbrechen geerntet / und die Frucht der Lüge gegessen. Du hast auf deine Wege vertraut / und auf die Menge deiner Krieger; 14 darum erhebt sich Kriegslärm gegen dein Volk / und alle deine Festungen werden zerstört, wie Schalman im Krieg Bet-Arbeel zerstörte, am Tag der Schlacht, / an dem man die Mutter niederstreckte / über ihren Kindern. 15 Das also hat euch Bet-El eingebracht / wegen der Bosheit eurer Bosheit. Zur Zeit der Morgenröte / wird der König von Israel völlig vernichtet.