Hesekiel 30 | Menge Bibel Einheitsübersetzung 2016

Hesekiel 30 | Menge Bibel
1 Weiter erging das Wort des HERRN an mich folgendermaßen: 2 »Menschensohn, verkünde folgende Weissagungen: ›So hat Gott der HERR gesprochen: Wehklagt! O welch ein Tag! 3 Denn nahe ist der Tag, ja, nahe ist der Tag des HERRN, ein dunkelbewölkter Tag: die Endzeit* für die Heidenvölker wird er sein! 4 Da wird ein Schwert nach* Ägypten kommen und in Äthiopien große Angst herrschen, wenn Durchbohrte in Ägypten hinsinken und man seinen Reichtum wegschleppt und seine Grundfesten eingerissen werden. 5 Die Äthiopier, Put und Lud* samt all dem Völkergemisch und Kub samt den Bewohnern der verbündeten Länder werden mit ihnen durch das Schwert fallen.‹« 6 So hat der HERR gesprochen: »Da werden dann die Stützen Ägyptens fallen und seine stolze Pracht dahinsinken; von Migdol bis nach Syene (29,10) werden sie im Lande durch das Schwert fallen!« – so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN. 7 »Ihr Land soll verwüstet daliegen inmitten verwüsteter Länder und seine Städte zerstört sein inmitten zerstörter Städte. 8 Da werden sie denn erkennen, daß ich der HERR bin, wenn ich Feuer an Ägypten lege und alle, die ihnen helfen, zerschmettert werden. 9 An jenem Tage werden Boten von mir ausfahren auf Schiffen, um Äthiopien aus seiner Sicherheit aufzuschrecken, und große Angst wird unter ihnen herrschen wegen des Unglückstages Ägyptens; denn dieser kommt unfehlbar!« 10 So hat Gott der HERR gesprochen: »So will ich denn dem Gepränge* Ägyptens ein Ende machen durch die Hand Nebukadnezars, des Königs von Babylon. 11 Er und sein Kriegsvolk mit ihm, die wildesten der Heidenvölker, werden herbeigeholt werden, um das Land zu verheeren; sie werden ihre Schwerter gegen Ägypten zücken und das Land mit Erschlagenen füllen. 12 Und ich will die Ströme* trocken legen und das Land der Gewalt von Bösewichtern preisgeben und das Land samt allem, was darin ist, durch die Hand von Fremden verwüsten: ich, der HERR, habe es gesagt!« 13 So hat Gott der HERR gesprochen: »Ja, ich will die Götzen vernichten und den falschen Göttern in Memphis ein Ende machen; es soll künftig auch keine Fürsten mehr im Lande Ägypten geben, und ich will das Land Ägypten in Furcht versetzen. 14 Ich will Oberägypten verwüsten und Feuer an Zoan* legen und Strafgerichte an Theben vollstrecken; 15 ich will meinen Zorn an Pelusium, dem Bollwerk Ägyptens, auslassen und das Gepränge (V.10) von Theben vernichten; 16 und ich will Feuer an Ägypten legen: Pelusium soll zittern und beben, Theben wird erstürmt werden und Memphis Feinde am hellen Tage sehen. 17 Die jungen Krieger von Heliopolis und Bubastis werden durch das Schwert fallen, die übrigen Bewohner aber in die Gefangenschaft wandern. 18 Und in Daphne soll sich der Tag in Finsternis verwandeln, wenn ich daselbst die Herrscherstäbe* Ägyptens zerbreche und seiner stolzen Pracht dort ein Ende gemacht wird; es selbst – Gewölk wird es umhüllen, und seine Tochterstädte müssen in die Verbannung* wandern. 19 So werde ich Strafgerichte an Ägypten vollziehen, damit sie erkennen, daß ich der HERR bin!« 20 Im elften Jahre, am siebten Tage des ersten Monats, erging das Wort des HERRN an mich folgendermaßen: 21 »Menschensohn, den (einen) Arm des Pharaos, des Königs von Ägypten, habe ich zerbrochen; und siehe, er ist nicht verbunden worden, daß man Heilmittel angewandt, daß man eine Binde als Verband angelegt hätte, damit er wieder stark genug würde, das Schwert zu führen.« 22 Darum hat Gott der HERR so gesprochen: »Nunmehr will ich an den Pharao*, den König von Ägypten, und will ihm beide Arme zerschmettern, den gesunden und den zerbrochenen, und ihm das Schwert aus der Hand schlagen; 23 dann will ich die Ägypter unter die Völker zerstreuen und sie in die Länder versprengen. 24 Dagegen will ich dem König von Babylon die Arme stärken und ihm mein Schwert in die Hand geben; aber die Arme des Pharaos will ich zerbrechen, daß er vor ihm ächzen soll wie ein tödlich Verwundeter. 25 Ja, die Arme des Königs von Babylon will ich stärken, während die Arme des Pharaos herabsinken sollen, damit man erkennt, daß ich der HERR bin, wenn ich dem König von Babylon mein Schwert in die Hand gebe, damit er es gegen das Land Ägypten schwinge. 26 Alsdann werde ich die Ägypter unter die Völker zerstreuen und sie in die Länder versprengen, damit sie erkennen, daß ich der HERR bin.«

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Einheitsübersetzung 2016

Drittes Wort gegen Ägypten Der Tag des Herrn über Ägypten

1 Das Wort des HERRN erging an mich: 2 Menschensohn, tritt als Prophet auf und sag: So spricht GOTT, der Herr: Heult: Weh über den Tag! 3 Denn ein Tag ist nahe, / ein Tag des HERRN ist nahe, ein Tag des Gewölkes. / Eine Zeit für die Nationen ist da. 4 Ein Schwert dringt ein in Ägypten. / Ein Zittern überfällt Kusch, / wenn in Ägypten die Menschen erschlagen werden und fallen. Man schleppt seine Schätze hinweg / und reißt seine Grundmauern nieder. 5 Kusch, Put und Lud, / das ganze Völkergemisch, Kub und die Söhne des verbündeten Landes / fallen mit ihnen durch das Schwert. 6 So spricht der HERR: Es fallen, die Ägypten stützen, seine herrliche Macht sinkt dahin. Von Migdol bis hin nach Syene fallen sie unter dem Schwert - Spruch GOTTES, des Herrn. 7 Verwüstet liegen sie da inmitten verwüsteter Länder und seine Städte inmitten verödeter Städte. 8 Sie werden erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich an Ägypten Feuer lege, wenn all seine Helfer zusammenbrechen. 9 An jenem Tag fahren Boten auf Schiffen vor mir hinaus, um Kusch aus seiner Ruhe zu schrecken. Ein Zittern überfällt sie am Tag Ägyptens. Siehe, es kommt! 10 So spricht GOTT, der Herr: Ich mache der Pracht Ägyptens ein Ende durch die Hand Nebukadnezzars, des Königs von Babel. 11 Er und sein Volk mit ihm, die gewalttätigsten unter den Völkern, werden herbeigeholt, um das Land zu vernichten. Sie zücken ihre Schwerter gegen Ägypten und füllen das Land mit Erschlagenen. 12 Ich lege die Nilarme trocken, verkaufe das Land an Verbrecher, ich verwüste das Land und alles darin durch die Hände von Fremden. Ich, der HERR, habe gesprochen. 13 So spricht GOTT, der Herr: Ich will die Götzen vernichten. Ich führe das Ende der Götter von Memfis herbei. Der Fürst aus dem Land Ägypten wird nicht mehr leben. Ich stürze das Land Ägypten in Angst. 14 Patros will ich verwüsten, an Zoan lege ich Feuer, an No vollstrecke ich das Urteil. 15 Über Sin, die Festung Ägyptens, gieße ich meinen Zorn aus und ich vernichte die Pracht von No. 16 An Ägypten lege ich Feuer. Sin wird sich in Krämpfen winden; No wird man erstürmen und Memfis - Feinde am hellen Tag. 17 Die jungen Männer von On und Pi-Beset fallen unter dem Schwert und sie selber ziehen in die Gefangenschaft.* 18 Es wird der Tag zurückgehalten für Tachpanhes, wenn ich dort die Jochstangen Ägyptens zerbreche; dann ist es mit seiner herrlichen Macht zu Ende. Gewölk wird es bedecken und seine Töchter ziehen in die Gefangenschaft. 19 So vollstrecke ich an Ägypten das Urteil und sie werden erkennen, dass ich der HERR bin.

Viertes Wort gegen Ägypten Der zerbrochene Arm des Pharao

20 Es geschah im elften Jahr, im ersten Monat, am siebten Tag des Monats, da erging das Wort des HERRN an mich: 21 Menschensohn, ich habe dem Pharao, dem König von Ägypten, den Arm zerbrochen. Und siehe, man hat ihn nicht verbunden und nicht geschient und ihm keine Heilung gegönnt, damit er nicht wieder zu Kräften kommt und zum Schwert greift. 22 Darum - so spricht GOTT, der Herr: Siehe, ich gehe gegen den Pharao vor, den König von Ägypten: Ich zerbreche ihm die Arme, den gesunden und den zerbrochenen, und schlage ihm das Schwert aus seiner Hand. 23 Ich zerstreue die Ägypter unter die Nationen und vertreibe sie in die Länder. 24 Ich stärke die Arme des Königs von Babel und gebe ihm mein Schwert in seine Hand. Dem Pharao aber zerbreche ich die Arme, sodass er vor ihm stöhnt wie ein tödlich Verletzter. 25 Ich stärke die Arme des Königs von Babel; doch die Arme des Pharao sinken kraftlos herunter. Wenn ich dem König von Babel mein Schwert in die Hand gebe und er es gegen das Land Ägypten ausstreckt, dann werden sie erkennen, dass ich der HERR bin. 26 Ich zerstreue die Ägypter unter die Nationen und vertreibe sie in die Länder. Dann werden sie erkennen, dass ich der HERR bin.