5.Mose 33 | Menge Bibel Einheitsübersetzung 2016

5.Mose 33 | Menge Bibel
1 Dies ist der Segen, den Mose, der Mann Gottes, über die Israeliten vor seinem Tode ausgesprochen hat. 2 Er sprach (damals): »Der HERR kam vom Sinai her und erschien seinem Volk von Seir her in strahlendem Glanz; er ließ sein Licht vom Gebirge Paran leuchten und kam aus der Mitte heiliger Zehntausend-Scharen; zu seiner Rechten war loderndes Feuer für sie (?). 3 Ja, er umgab mit Liebe die Stämme; alle seine Heiligen* sind in seiner Hand; sie waren gelagert längs deiner Bahn, so daß jeder etwas von deinen Aussprüchen empfing. 4 Das Gesetz hat Mose uns verordnet als Erbbesitz der Gemeinde Jakobs. 5 So ist er denn König in Jeschurun geworden, als die Häupter des Volks sich versammelten, die Stämme Israels allzumal.« 6 »Ruben lebe, er sterbe nicht, und seine Mannen seien eine Anzahl*!« 7 Und dies ist der Segen für* Juda, und zwar sagte er: »Erhöre, HERR, die Stimme Judas und bring ihn zurück zu seinem Volk - mit seinen Händen hat er ja für es gestritten (?) – und sei ihm Hilfe wider seine Feinde!« 8 Und von* Levi sagte er: »Dein Recht-Orakel und dein Licht-Orakel gehört den Männern deines Getreuen, den du bei Massa versucht hast, für den du an den Wassern von Meriba gestritten hast, 9 jenen Männern, die von Vater und Mutter sagten: ›Ich kenne sie nicht!‹ und die ihre Brüder nicht ansahn, von ihren Kindern nichts wissen wollten; denn sie bewahrten dein Gebot und hielten an deinem Bunde fest. 10 Sie sollen Jakob deine Verordnungen lehren und Israel dein Gesetz; sie sollen Weihrauchduft zum Einatmen vor dich bringen und Ganzopfer auf deinen Altar. 11 Segne, HERR, seine Kraft* und laß dir das Tun seiner Hände gefallen! Zerschmettre seinen Gegnern die Hüften und seinen Widersachern, daß sie nicht mehr aufstehn!« 12 Von* Benjamin sagte er: »Als Liebling des HERRN wird er in Ruhe bei ihm wohnen; er beschirmt ihn allezeit und wohnt zwischen seinen Schultern*.« 13 Und von* Joseph sagte er: »Gesegnet vom HERRN ist* sein Land mit der köstlichsten Himmelsgabe, mit Tau, und mit der Wasserflut, die drunten lagert; 14 mit dem Köstlichsten, was die Sonne hervorbringt, und dem Köstlichsten, was die Monde sprossen lassen; 15 mit dem Besten, was vom Gipfel der uralten Berge kommt, und dem Köstlichsten der ewigen Hügel; 16 mit dem Köstlichsten der Erde und ihrer Fülle! Und das Wohlgefallen dessen, der im Dornbusch wohnte, das möge kommen auf das Haupt Josephs und auf den Scheitel des Geweihten unter seinen Brüdern! 17 Ein erstgeborener Stier ist er – etwas Herrliches, und seine Hörner sind die eines Wildochsen; mit ihnen stößt er Völker nieder, allesamt die Enden der Erde. So sind die Zehntausende Ephraims und so die Tausende Manasses.« 18 Und von* Sebulon sagte er: »Freue dich, Sebulon, deiner Meerfahrten und du, Issaschar, deiner Zelte! 19 Sie laden Völker ein auf den Berg, dort opfern sie rechte Opfer (eig. Opfer der Gerechtigkeit); denn den Reichtum der Meere saugen sie ein und die verborgensten Schätze des Sandes*.« 20 Und von* Gad sagte er: »Gepriesen sei der HERR, der Gad weiten Raum schafft! Wie eine Löwin hat er sich gelagert und zerfleischt Arm und Schädel. 21 Er hat sich das Erstlingsgebiet ersehen; denn dort ward ihm sein Anteil vom Anführer bestimmt. Doch ist er zu den Häuptern des Volks gekommen, hat die Gerechtigkeit des HERRN vollstreckt und seine Strafgerichte gemeinsam mit Israel.« 22 Und von* Dan sagte er: »Dan ist ein junger Löwe, der aus Basan hervorstürmt.« 23 Und von* Naphthali sagte er: »Naphthali ist gesättigt mit Glück und reichlich bedacht mit dem Segen des HERRN; Meer und Südland nimm in Besitz!« 24 Und von* Asser sagte er: »Der gesegnetste unter den Söhnen sei Asser! Er sei der Liebling seiner Brüder und tauche seinen Fuß in Öl! 25 Von Eisen und Erz seien deine Riegel, und solange du lebst, währe deine Ruhe*!« 26 »Keiner ist dem Gott Jeschuruns gleich, der über den Himmel dahinfährt als dein Helfer und in seiner Hoheit auf den Wolken. 27 Eine Zuflucht für dich ist der Gott der Urzeit, und unter dir sind ewige Arme ausgebreitet; er hat den Feind vor dir her vertrieben und dir geboten: ›Vertilge!‹ 28 So wohnt denn Israel in Sicherheit, abgesondert für sich der Quell Jakobs in einem Land voll Korn und Wein, und sein Himmel träufelt Tau. 29 Heil dir, Israel! Wer ist dir gleich? Ein Volk, gerettet durch den HERRN! Er ist der Schild, der dich schirmt, und das Schwert, das dir Ruhm* verschafft; deine Feinde müssen dir huldigen, du aber schreitest dahin auf ihren Höhen!«

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Einheitsübersetzung 2016

SEGEN DES MOSE

Einleitung

1 Und das ist der Segen, mit dem Mose, der Mann Gottes, die Israeliten segnete, bevor er starb. 2 Er sprach: Der HERR kam hervor aus dem Sinai, / er leuchtete vor ihnen auf aus Seïr, / er strahlte aus dem Gebirge Paran, / er trat heraus aus Tausenden von Heiligen. / Ihm zur Rechten flammte vor ihnen das Feuer des Gesetzes.* 3 Der du die Völker liebst: / In deiner Hand sind alle Heiligen eines jeden von ihnen. / Sie haben sich dir zu Füßen geworfen, / jeder wird sich erheben, wenn du es befiehlst. 4 Eine Weisung hat uns Mose geboten, / ein Besitztum für die Gemeinde Jakobs, 5 und ein König erstand in Jeschurun - / als sich die Häupter des Volkes versammelten, / die Vereinigung der Stämme Israels.*

Segen über die Stämme

6 Ruben soll leben, er sterbe nicht aus - / doch habe er wenig Männer. 7 Und dies soll gelten für Juda: Und er sagte: Höre, HERR, die Stimme Judas, / führ ihn heim zu seinem Volk. / Mit eigenen Händen kämpfe er dafür - / sei du ihm Hilfe gegen seine Feinde. 8 Und für Levi sagte er: Deine Tummim und Urim gehören deinem treuen Gefolgsmann, / den du in Massa auf die Probe stelltest, / mit dem du strittest am Wasser von Meriba;* 9 der von seinem Vater und seiner Mutter sagte: / Ich habe beide nie gesehen! / und der seine Brüder nicht erkannte / und von seinen Kindern nichts wissen wollte. / Denn die Leviten haben auf dein Wort geachtet - / nun wachen sie über deinen Bund. 10 Sie lehren Jakob deine Rechtsvorschriften, / Israel deine Weisung. / Sie legen Weihrauch auf, damit du ihn riechst, / legen das Ganzopfer auf deinen Altar. 11 Segne, HERR, Levis Besitz, / freu dich am Werk seiner Hände! / Zerschlag seinen Feinden die Hüften, / seinen Hassern, sodass sie sich nicht mehr erheben. 12 Für Benjamin sagte er: Der Liebling des HERRN, / er wohnt in Sicherheit bei ihm. / Er beschirmt ihn allezeit / und zwischen seinen Schultern wohnt er. 13 Und für Josef sagte er: Sein Land sei vom HERRN gesegnet / mit Köstlichem des Himmels, mit Tau, / mit Grundwasser, das in der Tiefe lagert, 14 mit Köstlichem aus den Erzeugnissen der Sonne, / mit Köstlichem aus dem, was jeden Monat sprießt, 15 mit dem Besten uralter Berge, / mit Köstlichem ewiger Hügel, 16 mit Köstlichem des Landes und seiner Bewohner. / Die Gnade dessen, der im Dornbusch wohnt, / komme über Josefs Haupt, / auf den Scheitel des Geweihten aus seiner Brüder Schar. 17 Der Erstling seines Stiers - wie herrlich ist er! / Seine Hörner sind Büffelhörner. / Mit ihnen stoße er die Völker nieder / bis an die Enden der Erde. / Das sind die Zehntausende aus Efraim, / das sind die Tausende aus Manasse. 18 Und für Sebulon sagte er: Lache, Sebulon, wenn du in See stichst, / und du, Issachar, in deinen Zelten! 19 Sie werden Völker zum Berge rufen, / dort werden sie gültige Opfer schlachten. / Denn sie nähren sich vom Überfluss der Meere, / von Schätzen, die im Sand verborgen sind. 20 Und für Gad sagte er: Gepriesen sei der, der Gad Raum schafft. / Gad lauert wie ein Löwe, / Arm und Kopf reißt er ab. 21 Das erste Stück hat er sich ausgesucht, / denn dort ist der Anteil des verborgenen Anführers / und dort erschien jeder aus den Häuptern des Volkes. / Was recht ist vor dem HERRN, führte er aus, / dessen Rechtsentscheide gemeinsam mit Israel. 22 Und für Dan sagte er: Dan ist ein junger Löwe, / der aus dem Baschan hervorspringt. 23 Und für Naftali sagte er: Naftali, gesättigt mit Gnade, / gefüllt mit dem Segen des HERRN - / See und Süden nimm in Besitz! 24 Und für Ascher sagte er: Mehr als die anderen Söhne sei Ascher gesegnet, / bei seinen Brüdern sei er beliebt, / er bade seinen Fuß in Öl. 25 Deine Riegel seien von Eisen und Bronze. / Hab Stärke, solange du lebst!

Schluss

26 Keiner ist wie der Gott Jeschuruns, / der in den Himmel steigt, um dir zu helfen, / auf die Wolken in seiner Hoheit.* 27 Eine Wohnung ist der Gott der Urzeit, / von unten tragen sie die Arme des Ewigen. / Er trieb den Feind vor dir her, / er sagte: Vernichte! 28 So siedelte Israel sich sicher an, / die Quelle Jakobs für sich allein, / in einem Land voller Korn und Wein, / dessen Himmel Tau träufeln lässt. 29 Wie glücklich bist du, Israel! / Wer ist dir gleich, du Volk, / gerettet durch den HERRN, / den Schild, der dir hilft, / deine Hoheit, wenn das Schwert kommt? Deine Feinde werden sich vor dir erniedrigen / und du setzt deinen Fuß auf ihre Rücken.