Hosea 10 | Lutherbibel 2017 English Standard Version

Hosea 10 | Lutherbibel 2017

Das Ende von Königtum und Gottesdienst

1 Israel war ein üppiger Weinstock, der seine Frucht trägt. Je mehr Früchte er hatte, desto mehr Altäre machten sie. Je besser sein Land, desto prächtiger die Steinmale. 2 Ihr Herz ist falsch; nun müssen sie ihre Schuld büßen. Er selbst zerbricht ihre Altäre, zerstört ihre Steinmale. 3 Schon müssen sie sagen: Wir haben keinen König, denn wir fürchteten den HERRN nicht. Und ein König, was könnte der uns schon helfen? 4 Viele Worte machen, Meineide schwören, Bündnisse schließen: So grünt das Recht wie giftiges Kraut in allen Furchen im Felde. 5 Die Einwohner von Samaria suchen Schutz beim Kalb von Bet-Awen. Sein Volk trauert darum, aber seine Pfaffen jubeln über seine Herrlichkeit; doch sie wird ihm genommen. 6 Ja, das Kalb wird nach Assyrien gebracht als Geschenk für den Großkönig. Ephraim trägt Schande davon, und Israel wird zuschanden an seinem Plan. 7 Dahin ist Samaria; sein König gleicht einem Zweig auf dem Wasser. 8 Die Höhen des Frevels werden verwüstet, auf denen sich Israel versündigte; Dornen und Disteln wachsen auf ihren Altären. Dann werden sie sagen zu den Bergen: Bedeckt uns!, und zu den Hügeln: Fallt über uns! 9 Israel, du hast seit den Tagen von Gibea gesündigt; dabei sind sie geblieben. Wird darum nicht in Gibea der Krieg über sie kommen wegen der bösen Leute? 10 Ich werde sie züchtigen nach meinem Willen; Völker sollen gegen sie versammelt werden, denn sie sind verstrickt in ihre doppelte Schuld. 11 Ephraim war eine junge Kuh, daran gewöhnt, gern zu dreschen. Als ich an ihrem kräftigen Nacken vorüberging, spannte ich Ephraim ein; Juda sollte pflügen, Jakob eggen. 12 Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe! Pflüget ein Neues, solange es Zeit ist, den HERRN zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit über euch regnen lässt! 13 Ihr aber habt Frevel gepflügt, Übel geerntet und Lügenfrüchte gegessen. Weil du dich auf deine Wagen verlässt und auf die Menge deiner Helden, 14 darum soll sich ein Getümmel erheben in deinem Volk, dass alle deine Festungen zerstört werden, gleichwie Schalman am Tage der Schlacht Bet-Arbeel zerstörte, als die Mutter zerschmettert wurde samt den Kindern. 15 So soll’s euch zu Bethel auch ergehen um eurer großen Bosheit willen. Beim Morgengrauen ist völlig vernichtet der König Israels.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Die Verwendung des Textes erfolgt mit Genehmigung der Deutschen Bibelgesellschaft. www.die-bibel.de

English Standard Version
1 Israel is a luxuriant vine that yields its fruit. The more his fruit increased, the more altars he built; as his country improved, he improved his pillars. 2 Their heart is false; now they must bear their guilt. The LORD* will break down their altars and destroy their pillars. 3 For now they will say: “We have no king, for we do not fear the LORD; and a king—what could he do for us?” 4 They utter mere words; with empty* oaths they make covenants; so judgment springs up like poisonous weeds in the furrows of the field. 5 The inhabitants of Samaria tremble for the calf* of Beth-aven. Its people mourn for it, and so do its idolatrous priests— those who rejoiced over it and over its glory— for it has departed* from them. 6 The thing itself shall be carried to Assyria as tribute to the great king.* Ephraim shall be put to shame, and Israel shall be ashamed of his idol.* 7 Samaria’s king shall perish like a twig on the face of the waters. 8 The high places of Aven, the sin of Israel, shall be destroyed. Thorn and thistle shall grow up on their altars, and they shall say to the mountains, “Cover us,” and to the hills, “Fall on us.” 9 From the days of Gibeah, you have sinned, O Israel; there they have continued. Shall not the war against the unjust* overtake them in Gibeah? 10 When I please, I will discipline them, and nations shall be gathered against them when they are bound up for their double iniquity. 11 Ephraim was a trained calf that loved to thresh, and I spared her fair neck; but I will put Ephraim to the yoke; Judah must plow; Jacob must harrow for himself. 12 Sow for yourselves righteousness; reap steadfast love; break up your fallow ground, for it is the time to seek the LORD, that he may come and rain righteousness upon you. 13 You have plowed iniquity; you have reaped injustice; you have eaten the fruit of lies. Because you have trusted in your own way and in the multitude of your warriors, 14 therefore the tumult of war shall arise among your people, and all your fortresses shall be destroyed, as Shalman destroyed Beth-arbel on the day of battle; mothers were dashed in pieces with their children. 15 Thus it shall be done to you, O Bethel, because of your great evil. At dawn the king of Israel shall be utterly cut off.