Lukas 7 | Lutherbibel 2017 Библия, синодално издание

Lukas 7 | Lutherbibel 2017

Der Hauptmann von Kapernaum

1 Nachdem Jesus seine Rede vor dem Volk vollendet hatte, ging er nach Kapernaum. 2 Ein Hauptmann aber hatte einen Knecht, der ihm lieb und wert war; der lag todkrank. 3 Da er aber von Jesus hörte, sandte er Älteste der Juden zu ihm und bat ihn, zu kommen und seinen Knecht gesund zu machen. 4 Als sie aber zu Jesus kamen, baten sie ihn inständig und sprachen: Er ist es wert, dass du ihm dies erfüllst; 5 denn er hat unser Volk lieb, und die Synagoge hat er uns erbaut. 6 Da ging Jesus mit ihnen. Als er aber nicht mehr fern von dem Haus war, sandte der Hauptmann Freunde zu ihm und ließ ihm sagen: Ach, Herr, bemühe dich nicht; ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach gehst; 7 darum habe ich auch mich selbst nicht für würdig geachtet, zu dir zu kommen; sondern sprich ein Wort, so wird mein Knecht gesund. 8 Denn auch ich bin ein Mensch, der einer Obrigkeit untersteht, und habe Soldaten unter mir; und wenn ich zu einem sage: Geh hin!, so geht er hin; und zu einem andern: Komm her!, so kommt er; und zu meinem Knecht: Tu das!, so tut er’s. 9 Da Jesus das hörte, wunderte er sich über ihn und wandte sich um und sprach zu dem Volk, das ihm nachfolgte: Ich sage euch: Solchen Glauben habe ich auch in Israel nicht gefunden. 10 Und als die Boten wieder nach Hause kamen, fanden sie den Knecht gesund.

Der Sohn der Witwe zu Nain

11 Und es begab sich danach, dass er in eine Stadt mit Namen Nain ging; und seine Jünger gingen mit ihm und eine große Menge. 12 Als er aber nahe an das Stadttor kam, siehe, da trug man einen Toten heraus, der der einzige Sohn seiner Mutter war, und sie war eine Witwe; und eine große Menge aus der Stadt ging mit ihr. 13 Und da sie der Herr sah, jammerte sie ihn, und er sprach zu ihr: Weine nicht! 14 Und trat hinzu und berührte den Sarg, und die Träger blieben stehen. Und er sprach: Jüngling, ich sage dir, steh auf! 15 Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden, und Jesus gab ihn seiner Mutter. 16 Und Furcht ergriff sie alle, und sie priesen Gott und sprachen: Es ist ein großer Prophet unter uns aufgestanden, und: Gott hat sein Volk besucht. 17 Und diese Kunde von ihm erscholl im ganzen jüdischen Land und in allen umliegenden Ländern.

Die Frage des Täufers

18 Und die Jünger des Johannes verkündeten ihm das alles. Und Johannes rief zwei seiner Jünger zu sich 19 und sandte sie zum Herrn und ließ ihm sagen: Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen andern warten? 20 Als aber die Männer zu ihm kamen, sprachen sie: Johannes der Täufer hat uns zu dir gesandt und lässt dir sagen: Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen andern warten? 21 Zu der Stunde machte Jesus viele gesund von Krankheiten und Plagen und bösen Geistern, und vielen Blinden schenkte er das Augenlicht. 22 Und er antwortete und sprach zu ihnen: Geht und verkündet Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote stehen auf, Armen wird das Evangelium gepredigt; 23 und selig ist, wer sich nicht ärgert an mir.

Jesu Zeugnis über den Täufer

24 Als aber die Boten des Johannes fortgingen, fing Jesus an, zu dem Volk über Johannes zu reden: Was wolltet ihr sehen, als ihr in die Wüste hinausgegangen seid? Ein Schilfrohr, das vom Wind bewegt wird? 25 Oder was wolltet ihr sehen, als ihr hinausgegangen seid? Einen Menschen in weichen Kleidern? Seht, die herrliche Kleider tragen und üppig leben, die sind an den königlichen Höfen. 26 Oder was wolltet ihr sehen, als ihr hinausgegangen seid? Einen Propheten? Ja, ich sage euch: Er ist mehr als ein Prophet. 27 Er ist’s, von dem geschrieben steht: »Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten soll.« 28 Ich sage euch, dass unter denen, die von einer Frau geboren sind, keiner größer ist als Johannes; der aber der Kleinste ist im Reich Gottes, ist größer als er. 29 Und alles Volk, das ihn hörte, und die Zöllner gaben Gott recht und ließen sich taufen mit der Taufe des Johannes. 30 Aber die Pharisäer und die Lehrer des Gesetzes verwarfen für sich Gottes Ratschluss und ließen sich nicht von ihm taufen. 31 Mit wem soll ich die Menschen dieses Geschlechts vergleichen, und wem sind sie gleich? 32 Sie sind den Kindern gleich, die auf dem Markt sitzen und rufen einander zu: Wir haben euch aufgespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt nicht geweint. 33 Denn Johannes der Täufer ist gekommen und aß kein Brot und trank keinen Wein; und ihr sagt: Er ist von einem Dämon besessen. 34 Der Menschensohn ist gekommen, isst und trinkt; und ihr sagt: Siehe, dieser Mensch ist ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund der Zöllner und Sünder! 35 Und doch ist die Weisheit gerechtfertigt worden von allen ihren Kindern.

Jesu Salbung durch eine Sünderin

36 Es bat ihn aber einer der Pharisäer, mit ihm zu essen. Und er ging hinein in das Haus des Pharisäers und setzte sich zu Tisch. 37 Und siehe, eine Frau war in der Stadt, die war eine Sünderin. Als die vernahm, dass er zu Tisch saß im Haus des Pharisäers, brachte sie ein Alabastergefäß mit Salböl 38 und trat von hinten zu seinen Füßen, weinte und fing an, seine Füße mit Tränen zu netzen und mit den Haaren ihres Hauptes zu trocknen, und küsste seine Füße und salbte sie mit dem Salböl. 39 Da aber das der Pharisäer sah, der ihn eingeladen hatte, sprach er bei sich selbst und sagte: Wenn dieser ein Prophet wäre, so wüsste er, wer und was für eine Frau das ist, die ihn anrührt; denn sie ist eine Sünderin. 40 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er aber sprach: Meister, sag es! 41 Ein Gläubiger hatte zwei Schuldner. Einer war fünfhundert Silbergroschen schuldig, der andere fünfzig. 42 Da sie aber nicht bezahlen konnten, schenkte er’s beiden. Wer von ihnen wird ihn mehr lieben? 43 Simon antwortete und sprach: Ich denke, der, dem er mehr geschenkt hat. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geurteilt. 44 Und er wandte sich zu der Frau und sprach zu Simon: Siehst du diese Frau? Ich bin in dein Haus gekommen; du hast mir kein Wasser für meine Füße gegeben; diese aber hat meine Füße mit Tränen genetzt und mit ihren Haaren getrocknet. 45 Du hast mir keinen Kuss gegeben; diese aber hat, seit ich hereingekommen bin, nicht abgelassen, meine Füße zu küssen. 46 Du hast mein Haupt nicht mit Öl gesalbt; sie aber hat meine Füße mit Salböl gesalbt. 47 Deshalb sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben, denn sie hat viel geliebt; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig. 48 Und er sprach zu ihr: Dir sind deine Sünden vergeben. 49 Da fingen die an, die mit zu Tisch saßen, und sprachen bei sich selbst: Wer ist dieser, der auch Sünden vergibt? 50 Er aber sprach zu der Frau: Dein Glaube hat dir geholfen; geh hin in Frieden!

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Die Verwendung des Textes erfolgt mit Genehmigung der Deutschen Bibelgesellschaft. www.die-bibel.de

Библия, синодално издание
1 Когато свърши всичките Си речи към народа, който слушаше, Той влезе в Капернаум. 2 Един стотник имаше слуга, когото много ценеше; и слугата беше болен на умиране. 3 Като чу за Иисуса, стотникът изпрати при Него иудейските стареи, да Го помолят да дойде, за да избави слугата му. 4 И те, като дойдоха при Иисуса, молеха Го усърдно и казваха: той заслужава да му сториш това, 5 защото обича народа ни, и синагогата той ни построи. 6 Иисус тръгна с тях. И когато беше вече недалеч от къщата, стотникът изпрати насреща Му приятели и Му каза: Господи, не си прави труд, защото не съм достоен да влезеш под покрива ми; 7 затова и аз сам не счетох себе си достоен да дойда при Тебе; но кажи дума, и слугата ми ще оздравее. 8 Защото и аз съм подвластен човек и имам мен подчинени войници; едному казвам: върви, и отива; и другиму: дойди, и дохожда; и на слугата си: направи това, и прави. 9 Като чу това, Иисус му се почуди, и като се обърна, каза на идещия подире Му народ: казвам ви, нито в Израиля намерих толкова голяма вяра. 10 Пратените, като се върнаха в къщата, намериха болния слуга оздравял. 11 На другия ден Иисус отиваше в града, наречен Найн; и с Него вървяха мнозина от учениците Му и много народ. 12 А когато се приближи до градските врата, ето, изнасяха мъртвец, едничък син на майка си, а тя беше вдовица; и много народ вървеше с нея от града. 13 Като я видя Господ, смили се над нея и рече и: не плачи. 14 И като се приближи, допря се до носилото; носачите се спряха, и Той рече: момко, тебе думам, стани! 15 Мъртвецът, като се подигна, седна и почна да говори; и Иисус го предаде на майка му. 16 И страх обвзе всички, и славеха Бога и казваха: велик пророк се издигна между нас, и Бог посети Своя народ. 17 Това мнение за Него се разнесе по цяла Иудея и по цялата околност. 18 И известиха на Иоана неговите ученици за всичко това. 19 Иоан, като повика двама свои ученици, изпрати ги при Иисуса да попитат: Ти ли си Оня, Който има да дойде, или другиго да чакаме? 20 А те, като дойдоха при Него, рекоха: Иоан Кръстител ни прати при Тебе да попитаме: Ти ли си Оня, Който има да дойде, или другиго да чакаме? 21 А в тоя час Той излекува мнозина от болести и недъзи и от зли духове и на мнозина слепи дарува зрение. 22 И отговори им Иисус и рече: идете и разкажете Иоану, каквото видяхте и чухте: слепи прогледват, хроми прохождат, прокажени се очистват, глухи прочуват, мъртви възкръсват, на бедни се благовествува; 23 и блажен е оня, който се не съблазни поради Мене. 24 След като заминаха изпратените от Иоана, Той почна да говори към народа за Иоана: какво излязохте в пустинята да видите? Тръстика ли, люлеена от вятъра? 25 Но какво излязохте да видите? Човек ли, облечен в меки дрехи? Ето, ония, които се обличат богато и живеят разкошно, са в царските палати. 26 Но какво тогава излязохте да видите? Пророк ли? Да, казвам ви, и повече от пророк. 27 Този е, за когото е писано: „ето, Аз изпращам пред лицето Ти Моя Ангел, който ще приготви Твоя път пред Тебе“. 28 Защото казвам ви: между родените от жени няма нито един пророк по-голям от Иоана Кръстителя; ала по-малкият в царството Божие е по-голям от него. 29 И целият народ и митарите, като чуха това, въздадоха Богу слава, задето се бяха кръстили с кръщението на Иоана; 30 а фарисеите и законниците, понеже не бяха се кръстили от него, отхвърлиха волята Божия спрямо себе си. 31 Тогава Господ рече: на кого, прочее, да уподобя човеците от тоя род? И кому те приличат? 32 Те приличат на деца, които седят на тържището, викат едно на друго и казват: свирихме ви с пищялка, и не играхте; пяхме ви жални песни, и не плакахте. 33 Защото дойде Иоан Кръстител: нито хляб яде, нито вино пие; а казвате: бяс има. 34 Дойде Син Човеческий: яде и пие; а казвате: ето човек многоядец и винопиец, приятел на митари и грешници. 35 И премъдростта биде оправдана от всички свои чеда. 36 Някой от фарисеите Го помоли да яде с него; и Той, като влезе в къщата на фарисея, седна на трапезата. 37 И ето, една жена от града, която беше грешница, като узна, че Той седи на трапеза в къщата на фарисея, донесе алабастрен съд с миро; 38 и като застана отзад при нозете Му, плачейки, почна да облива нозете Му със сълзи; и ги изтриваше с косата си, целуваше ги и мажеше с миро. 39 Като видя това фарисеинът, който Го бе поканил, рече в себе си: да беше пророк Тоя, щеше да знае, коя и каква е жената, която се допира до Него, защото тя е грешница. 40 Като се обърна към него, Иисус рече: Симоне, имам нещо да ти кажа. А той отвърна: кажи, Учителю! 41 Иисус рече: един заемодавец имаше двама длъжника: единият му дължеше петстотин динария, а другият – петдесет; 42 но, понеже нямаха с какво да заплатят, той прости и на двамата. Е, кажи, кой от тях повече ще го обикне? 43 Симон отговори и рече: мисля, тоя, комуто повече прости. А Той му рече: право отсъди. 44 И като се обърна към жената, рече Симону: видиш ли тая жена? Влязох у дома ти, вода за нозете ти Ми не даде, а тая със сълзи обля нозете Ми и с косата си ги изтри. 45 Ти целование Ми не даде; а тая, откак влязох, не престана да целува нозете Ми. 46 Ти с елей не помаза главата Ми; а тая с миро помаза нозете Ми. 47 Затова казвам ти: прощават и се многото грехове, задето много обикна; а комуто малко се прощава, той малко обича. 48 Ней пък рече: прощават ти се греховете. 49 И тия, които седяха с Него, на трапезата, почнаха да си думат: кой е Тоя, дето и грехове прощава? 50 А Той рече на жената: твоята вяра те спаси; иди си смиром.