Lukas 22 | Lutherbibel 2017
1Es war aber nahe das Fest der Ungesäuerten Brote, das Passa heißt.2Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten trachteten danach, wie sie ihn töten könnten; denn sie fürchteten sich vor dem Volk.
Der Verrat des Judas
3Es fuhr aber der Satan in Judas, genannt Iskariot, der zur Zahl der Zwölf gehörte.4Und er ging hin und redete mit den Hohenpriestern und mit den Hauptleuten darüber, wie er ihnen Jesus überantworten könnte.5Und sie wurden froh und kamen überein, ihm Geld zu geben.6Und er sagte es zu und suchte eine Gelegenheit, dass er ihn an sie ausliefere ohne Aufsehen.
Das Abendmahl
7Es kam nun der Tag der Ungesäuerten Brote, an dem man das Passalamm opfern musste.8Und er sandte Petrus und Johannes und sprach: Geht hin und bereitet uns das Passalamm, damit wir’s essen.9Sie aber fragten ihn: Wo willst du, dass wir’s bereiten?10Er sprach zu ihnen: Siehe, wenn ihr hineinkommt in die Stadt, wird euch ein Mensch begegnen, der trägt einen Wasserkrug; folgt ihm in das Haus, in das er hineingeht,11und sagt zu dem Hausherrn: Der Meister lässt dir sagen: Wo ist die Herberge, in der ich das Passalamm essen kann mit meinen Jüngern?12Und er wird euch einen großen Saal zeigen, schön ausgelegt; dort bereitet das Mahl.13Sie gingen hin und fanden’s, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Passalamm.14Und als die Stunde kam, setzte er sich nieder und die Apostel mit ihm.15Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dies Passalamm mit euch zu essen, ehe ich leide.16Denn ich sage euch, dass ich es nicht mehr essen werde, bis es erfüllt wird im Reich Gottes.17Und er nahm den Kelch, dankte und sprach: Nehmt ihn und teilt ihn unter euch;18denn ich sage euch: Ich werde von nun an nicht trinken von dem Gewächs des Weinstocks, bis das Reich Gottes kommt.19Und er nahm das Brot, dankte und brach’s und gab’s ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis.20Desgleichen auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund* in meinem Blut, das für euch vergossen wird!21Doch siehe, die Hand meines Verräters ist mit mir am Tisch.22Denn der Menschensohn geht zwar dahin, wie es beschlossen ist; doch weh dem Menschen, durch den er verraten wird!23Und sie fingen an, untereinander zu fragen, wer es wohl wäre unter ihnen, der das tun würde.
Gespräche mit den Jüngern
24Es erhob sich auch ein Streit unter ihnen, wer von ihnen als der Größte gelten sollte.25Er aber sprach zu ihnen: Die Könige herrschen über ihre Völker, und ihre Machthaber lassen sich Wohltäter nennen.26Ihr aber nicht so! Sondern der Größte unter euch soll sein wie der Jüngste und der Vornehmste wie ein Diener.27Denn wer ist größer: der zu Tisch sitzt oder der dient? Ist’s nicht der, der zu Tisch sitzt? Ich aber bin unter euch wie ein Diener.28Ihr aber seid’s, die ihr ausgeharrt habt bei mir in meinen Anfechtungen.29Und wie mir mein Vater das Reich bestimmt hat, so bestimme ich für euch,30dass ihr essen und trinken sollt an meinem Tisch in meinem Reich und sitzen auf Thronen und richten die zwölf Stämme Israels.31Simon, Simon, siehe, der Satan hat begehrt, euch zu sieben wie den Weizen.32Ich aber habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre. Und wenn du dann umkehrst, so stärke deine Brüder.33Er aber sprach zu ihm: Herr, ich bin bereit, mit dir ins Gefängnis und in den Tod zu gehen.34Er aber sprach: Petrus, ich sage dir: Der Hahn wird heute nicht krähen, ehe du dreimal geleugnet hast, dass du mich kennst.35Und er sprach zu ihnen: Als ich euch ausgesandt habe ohne Geldbeutel, ohne Tasche und ohne Schuhe, habt ihr je Mangel gehabt? Sie sprachen: Nein, keinen.36Da sprach er zu ihnen: Aber nun, wer einen Geldbeutel hat, der nehme ihn, desgleichen auch eine Tasche, und wer’s nicht hat, verkaufe seinen Mantel und kaufe ein Schwert.37Denn ich sage euch: Es muss das an mir vollendet werden, was geschrieben steht: »Er ist zu den Übeltätern gerechnet worden.« Denn was von mir geschrieben ist, das hat ein Ende.38Sie sprachen aber: Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter. Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug.
Jesus in Gethsemane
39Und er ging nach seiner Gewohnheit hinaus an den Ölberg. Es folgten ihm aber auch die Jünger.40Und als er dahin kam, sprach er zu ihnen: Betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt!41Und er riss sich von ihnen los, etwa einen Steinwurf weit, und kniete nieder, betete42und sprach: Vater, willst du, so nimm diesen Kelch von mir; doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe!43[Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und stärkte ihn.44Und er geriet in Todesangst und betete heftiger. Und sein Schweiß wurde wie Blutstropfen, die auf die Erde fielen.]*45Und er stand auf von dem Gebet und kam zu seinen Jüngern und fand sie schlafend vor Traurigkeit46und sprach zu ihnen: Was schlaft ihr? Steht auf und betet, damit ihr nicht in Anfechtung fallt!
Jesu Gefangennahme
47Als er aber noch redete, siehe, da kam eine Schar; und einer von den Zwölfen, der mit dem Namen Judas, ging vor ihnen her und nahte sich Jesus, um ihn zu küssen.48Jesus aber sprach zu ihm: Judas, verrätst du den Menschensohn mit einem Kuss?49Als aber, die um ihn waren, sahen, was geschehen würde, sprachen sie: Herr, sollen wir mit dem Schwert dreinschlagen?50Und einer von ihnen schlug nach dem Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm sein rechtes Ohr ab.51Da sprach Jesus: Lasst ab! Nicht weiter! Und er rührte sein Ohr an und heilte ihn.52Jesus aber sprach zu den Hohenpriestern und Hauptleuten des Tempels und den Ältesten, die zu ihm hergekommen waren: Ihr seid wie gegen einen Räuber mit Schwertern und mit Stangen ausgezogen?53Ich bin täglich bei euch im Tempel gewesen, und ihr habt nicht Hand an mich gelegt. Aber dies ist eure Stunde und die Macht der Finsternis.
Die Verleugnung des Petrus
54Sie ergriffen ihn aber und führten ihn ab und brachten ihn in das Haus des Hohenpriesters. Petrus aber folgte von ferne.55Da zündeten sie ein Feuer an mitten im Hof und setzten sich zusammen; und Petrus setzte sich mitten unter sie.56Da sah ihn eine Magd im Licht sitzen und sah ihn genau an und sprach: Dieser war auch mit ihm.57Er aber leugnete und sprach: Frau, ich kenne ihn nicht.58Und nach einer kleinen Weile sah ihn ein anderer und sprach: Du bist auch einer von denen. Petrus aber sprach: Mensch, ich bin’s nicht.59Und nach einer Weile, etwa nach einer Stunde, bekräftigte es ein anderer und sprach: Wahrhaftig, dieser war auch mit ihm; denn er ist auch ein Galiläer.60Petrus aber sprach: Mensch, ich weiß nicht, was du sagst. Und alsbald, während er noch redete, krähte der Hahn.61Und der Herr wandte sich und sah Petrus an. Und Petrus gedachte an des Herrn Wort, wie er zu ihm gesagt hatte: Ehe heute der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.62Und Petrus ging hinaus und weinte bitterlich.
Jesu Verspottung
63Die Männer aber, die Jesus gefangen hielten, verspotteten ihn und schlugen ihn,64verdeckten sein Angesicht und fragten: Weissage, wer ist’s, der dich schlug?65Und viele andere Lästerungen sagten sie gegen ihn.
Jesus vor dem Hohen Rat
66Und als es Tag wurde, versammelte sich der Rat der Ältesten des Volkes – Hohepriester und Schriftgelehrte –, und sie führten ihn vor ihren Hohen Rat67und sprachen: Bist du der Christus, so sage es uns! Er sprach aber zu ihnen: Sage ich’s euch, so glaubt ihr’s nicht;68frage ich aber, so antwortet ihr nicht.69Aber von nun an wird der Menschensohn sitzen zur Rechten der Kraft Gottes.70Da sprachen sie alle: Bist du denn Gottes Sohn? Er sprach zu ihnen: Ihr sagt es, ich bin es.71Sie aber sprachen: Was bedürfen wir noch eines Zeugnisses? Wir haben’s selbst gehört aus seinem Munde.
Библия, синодално издание
1Наближаваше празник Безквасници, наречен Пасха;2а първосвещениците и книжниците диреха, като как да Го погубят, защото се бояха от народа.3И влезе сатаната в Иуда, наричан Искариот, един от числото на дванайсетте.4И той отиде и се наговори с първосвещениците и воеводите, как да им Го предаде.5Те се зарадваха и се споразумяха да му дадат пари;6и той обеща, и търсеше сгодно време да им Го предаде не пред народа.7И настана денят Безквасници, когато трябваше да се заколи пасхалното агне,8и прати Иисус Петра и Иоана, като им рече: идете, пригответе ни пасха, за да ядем.9А те Му рекоха: де искаш да приготвим?10Той им отговори: ето, като влезете в града, ще ви срещне човек, който носи стомна с вода; идете след него в къщата, дето влезе,11и кажете на стопанина на къщата: Учителят ти казва: де е стаята, в която да ям пасхата с учениците Си?12И той ще ви покаже горница голяма, постлана; там пригответе.13Като отидоха, намериха, както им бе казал, и приготвиха пасхата.14И когато настана часът, Той седна на трапезата, и дванайсетте апостоли с Него,15и им рече: от сърце пожелах да ям с вас тая пасха, преди да пострадам,16понеже, казвам ви, няма вече да я ям, докле тя се не извърши в царството Божие.17И като взе чашата и благодари, рече: вземете я и разделете помежду си,18защото, казвам ви, няма да пия от лозовия плод, докле не дойде царството Божие.19И като взе хляб и благодари, преломи и им даде, казвайки: това е Моето тяло, което за вас се дава; това правете за Мой спомен.20Също взе и чашата след вечеря, като рече: тая чаша е новият завет с Моята кръв, която за вас се пролива.21Но ето, ръката на тогова, който Ме предава, е с Мене на трапезата;22прочее, Син Човеческий отива, според както е определено; но горко на оня човек, чрез когото се предава.23И те почнаха да се питат помежду си, кой ли ще е от тях оня, който ще направи това.24А имаше и препирня помежду им, кой от тях да се смята за по-голям.25А Той им рече: царете на езичниците господаруват над тях, а ония, които ги владеят, благодетели се наричат;26а вие недейте тъй: но по-големият между вас да бъде като по-малкия, и който началствува, да бъде като оня, който слугува.27Защото кой е по-голям: който седи на трапезата ли, или който слугува? Не е ли оня, който седи? Пък Аз съм среди вас като прислужник.28Но вие сте, които устояхте с Мене в Моите напасти,29и Аз ви завещавам, както Ми завеща Моят Отец, царство,30за да ядете и пиете на трапезата Ми в Моето царство, и да седнете на престоли да съдите дванайсетте колена Израилеви.31И рече Господ: Симоне, Симоне! Ето, сатаната поиска да ви сее като пшеница;32но Аз се молих за тебе, да не оскъднее вярата ти; и ти някога, кога се обърнеш, утвърди братята си.33Той Му отговори: Господи, готов съм да отида с Тебе и в тъмница и на смърт!34Но Той рече: казвам ти, Петре, не ще пропее днес петел, преди ти три пъти да се отречеш, че Ме познаваш.35И рече им: когато ви пратих без кесия, и без торба, и без обуща, останахте ли лишени от нещо? Те отговориха: от нищо.36Тогава им рече: но сега, който има кесия, нека я вземе, тъй също и торба; а който няма, нека продаде дрехата си и да купи нож;37защото, казвам ви, върху Мене трябва да се изпълни и това писано: „и към беззаконници бе причислен“. Понеже това, що се отнася до Мене, се привършва.38Те рекоха: Господи, ето тук има два ножа. Той им отвърна: достатъчни са.39И като излезе, тръгна, както обикновено, за Елеонската планина; след Него тръгнаха и учениците му.40А като дойде на мястото, рече им: молете се да не паднете в изкушение.41И Той се отдели от тях до един хвърлей камък, па преклони колене и се молеше,42като казваше: Отче, да щеше да отклониш от Мене тая чаша! Но нека бъде не Моята воля, а Твоята.43И яви Му се Ангел от небето и Го подкрепяше.44И понеже се намираше във вътрешна борба, молеше се по-усърдно, а потта Му беше като кървави капки, падащи на земята.45Като стана от молитва, дойде при учениците и ги намери заспали от тъга;46и рече им: защо спите? станете и се молете, за да не паднете в изкушение.47Докле още говореше Той, ето тълпа, а пред нея вървеше един от дванайсетте, наричан Иуда, който се приближи до Иисуса, за да Го целуне. Понеже такъв знак им бе дал: Когото целуна, Той е.48А Иисус му рече: Иудо, с целуване ли предаваш Сина Човечески?49Тия, които бяха с Него, като видяха, какво ще стане, рекоха Му: Господи, да ударим ли с нож?50И един от тях удари слугата на първосвещеника и му отряза дясното ухо.51Отговори Иисус и рече: оставете, спрете се! И като се допря до ухото му, изцери го.52А на първосвещениците и началниците на храма и на стареите, които бяха надошли против Него, Иисус рече: като на разбойник сте излезли с ножове и колове, за да Ме хванете!53Всеки ден бивах с вас в храма, и не дигнахте ръка срещу Мене, но сега е ваше времето и властта на мрака.54Като Го хванаха, поведоха и заведоха Го в дома на първосвещеника. А Петър следваше отдалеч.55Когато накладоха огън сред двора и седнаха наедно, седеше и Петър между тях.56Една слугиня, като го видя седнал срещу светлината, взря се в него и рече: и тоя беше с Него.57Но той се отрече от Него, като каза: жено, не Го познавам.58След малко друг един, като го видя, рече: и ти си от тях. Но Петър отвърна: човече, не съм.59А като се мина около час време, друг някой взе да твърди, като казваше: наистина, и тоя с Него беше, защото е галилеец.60Но Петър рече: човече, не зная, какво говориш. И веднага, докле още говореше той, петелът пропя.61Тогава Господ, като се обърна, погледна Петра, и Петър си спомни думите на Господа, както му бе казал: преди още петел да пропее, ти три пъти ще се отречеш от Мене.62И като излезе вън, горко плака.63Човеците, които държаха Иисуса, ругаеха Го и Го биеха;64и като Го забулиха, удряха Го по лицето и Го питаха: проречи, кой Те удари?65И много други хули казваха против Него.66А щом се съмна, събраха се стареите народни, първосвещениците и книжниците, и Го въведоха в синедриона си;67и казваха: ако си Ти Христос, кажи ни! Той им отговори: ако ви кажа, няма да повярвате;68ако ви пък и попитам, няма да Ми отговорите, нито да Ме пуснете;69отсега Син Човеческий ще седне отдясно на Божията сила.70И всички рекоха: и тъй, Ти ли си Син Божий? Той им отговори: вие казвате, че съм Аз.71А те рекоха: какво свидетелство ни трябва още? ние сами чухме от устата Му.
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