1Der Herr sagt: »Die Israeliten belügen und betrügen mich fortwährend; und die Bewohner von Juda sind mir, ihrem heiligen Gott, immer noch untreu, obwohl ich ihnen stets treu geblieben bin!«2Was die Leute von Ephraim tun, ist so sinnlos und dumm, wie den Wind einzufangen oder dem heißen Ostwind nachzujagen. Ihre Lügen und Verbrechen mehren sich Tag für Tag. Sie schließen ein Bündnis mit den Assyrern, und gleichzeitig schenken sie den Ägyptern kostbares Öl.3Auch die Bewohner von Juda wird der HERR zur Verantwortung ziehen! Denn die Nachkommen von Jakob gehen ihre eigenen Wege und tun, was sie wollen. Doch nun müssen sie die Folgen tragen!4Schon ihr Stammvater Jakob hat im Mutterleib seinen Zwillingsbruder betrogen*. Als er ein Mann war, kämpfte er mit Gott;5ja, er kämpfte mit dem Engel Gottes und besiegte ihn mit Weinen und Flehen. In Bethel begegnete ihm dann der Herr und sprach mit ihm*.6Der allmächtige Gott, dessen Name »der HERR« ist, sagte zu ihm:7»Eines Tages wirst du mit meiner Hilfe hierher zurückkehren. Halte mir die Treue, tu, was in meinen Augen richtig ist! Verlass dich voll und ganz auf mich, deinen Gott!«8Der Herr sagt: »Israel gleicht einem Händler, der mit falschen Gewichten die Leute betrügt und sich freut, wenn er andere übers Ohr hauen kann.9Die Leute von Ephraim sagen: ›Wir sind reich geworden und haben ein Vermögen gemacht. Keiner kann uns nachweisen, dass wir dabei Unrecht getan und Schuld auf uns geladen hätten.‹10Ich bin der HERR, euer Gott, der euch aus Ägypten befreit hat. Nun sorge ich dafür, dass ihr wieder in Zelten leben müsst – wie damals, als ich euch das erste Mal begegnete*.11Immer wieder habe ich durch die Propheten zu euch geredet. Ich gab ihnen viele Visionen und ließ sie Gleichnisse erzählen.«12Schon damals in Gilead haben die Israeliten großes Unheil angerichtet und dadurch ihre Vernichtung heraufbeschworen! In Gilgal haben sie Stiere geopfert, darum werden ihre Altäre zerstört, ja, sie werden wie die Steinhaufen am Ackerrand!13Israels Stammvater Jakob floh ins Gebiet der Aramäer, er arbeitete hart und hütete Schafe, um eine Frau zu bekommen.14Aber der HERR hütete Israel durch einen Propheten; er befreite sein Volk durch ihn aus der Sklaverei in Ägypten und brachte es in dieses Land.15Trotzdem haben die Leute von Ephraim den Herrn beleidigt und ihn zum Zorn gereizt. Nun müssen sie die Folgen tragen, denn der Herr wird ihnen all ihre Bosheiten und blutigen Verbrechen vergelten.
Einheitsübersetzung 2016
EFRAIMS SCHULD UND DER GOTT DER BEFREIUNG AUS ÄGYPTEN
Gottes Prozess gegen Israel und Juda
1Mit Lügen hat mich Efraim umzingelt, / mit Betrug das Haus Israel
und Juda ist Gott gegenüber immer noch unentschlossen / und hält an dem fest, was es für heilig hält.2Efraim weidet den Wind, / läuft dem Ostwind nach.
Den ganzen Tag häuft es Lüge auf Lüge, Gewalt auf Gewalt. / Man schließt mit Assur ein Bündnis / und liefert Öl nach Ägypten.3Darum verklagt der HERR Juda, / er wird Jakob für sein Verhalten heimsuchen / und ihm nach seinen Taten vergelten.
Israels Vergangenheit Jakob und Mose
4Schon im Mutterleib hinterging er seinen Bruder, / und als er ein Mann war, rang er mit Gott.5Er rang mit einem Gottesboten und hielt stand. / Weinend flehte er ihn um Gnade an.
Er fand ihn in Bet-El / und dort sprach er mit ihm.6Der HERR, der Gott der Heerscharen, / dessen Name HERR ist, sagte:7Du wirst mit Hilfe deines Gottes zurückkehren; / bewahre die Liebe und das Recht / und hoffe immer auf deinen Gott!8Der Händler hat eine Waage in der Hand, mit der er Betrug übt; / er liebt Ausbeutung.9Efraim sagt: Ich bin reich geworden / und habe mir Besitz erworben.
Was mein Vermögen angeht, / wird man an mir keine Schuld finden, die eine Sünde wäre.10Aber ich, der HERR, / bin dein Gott vom Land Ägypten her,
ich lasse dich wieder in Zelten wohnen / wie in den Tagen der ersten Begegnung.11Ich werde zu den Propheten reden / und sie viele Visionen sehen lassen / und durch die Propheten werde ich in Gleichnissen reden.12Schon in Gilead beging man Verbrechen / und auch jetzt handeln sie völlig verkehrt.
Sie bringen in Gilgal Stiere als Schlachtopfer dar; / darum werden auch ihre Altäre wie Steinhaufen an den Ackerfurchen sein.13Jakob floh in die Gegend von Aram; / um eine Frau diente Israel, / um einer Frau willen hütete er Schafe.14Aber durch einen Propheten führte der HERR Israel aus Ägypten heraus / und durch einen Propheten wurde es behütet.15Efraim hat Gott bitter gekränkt, / darum wird sein Herr ihn die Blutschuld büßen lassen / und ihm die Beschimpfung vergelten.
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