Hoheslied 1 | Hoffnung für alle Einheitsübersetzung 2016

Hoheslied 1 | Hoffnung für alle

Du bist mein König

1 Das schönste aller Lieder, von Salomo. Sie:* 2 Komm und küss mich, küss mich immer wieder! Ich genieße deine Liebe mehr als den besten Wein. 3 Der Duft deiner Salben betört mich. Dein Name ist wie ein besonderes Parfüm, darum lieben dich die Mädchen.

Schaut nicht auf mich herab!

4 Nimm mich bei der Hand! Schnell, lass uns laufen, bring mich zu dir nach Hause! Du bist mein König! Ich freue mich über dich, du bist mein ganzes Glück. Deine Liebe ist kostbarer als der edelste Wein. Kein Wunder, dass die Mädchen für dich schwärmen! Sie:

Wo bist du?

5 Schaut nicht auf mich herab, ihr Mädchen von Jerusalem, weil meine Haut so dunkel ist, braun wie die Zelte der Nomaden. Ich bin dennoch schön, so wie die wertvollen Zeltdecken Salomos. Meine Brüder waren streng mit mir, sie ließen mich ihre Weinberge hüten. Doch mich selbst zu pflegen, meinen eigenen Weinberg, dafür hatte ich keine Zeit! Darum bin ich von der Sonne braun gebrannt. Sie: 7 Sag mir, mein Geliebter, wo lässt du deine Schafe weiden, wo lässt du sie am Mittag lagern? Lass mich nicht vergebens nach dir suchen, nicht umherirren bei den Herden anderer Hirten! Er:

Du bist schön!

8 Weißt du’s wirklich nicht, du schönste aller Frauen? Folg den Spuren meiner Schafe und weide deine kleinen Ziegen bei den Hirtenzelten! Dort wirst du mich treffen. Er: 9 Wie schön du bist, meine Freundin, schön wie eine Stute vor dem Prachtwagen des Pharaos! 10 Deine Wangen sind von Ohrringen umrahmt, deinen Hals schmückt eine Kette. 11 Doch ich will dir noch mehr geben: Ein Geschmeide aus Gold sollst du haben und Perlen um den Hals, in Silber gefasst! Sie: 12 Wenn mein König mit mir speist, riecht er den Duft meines Nardenöls*. 13 Mein Geliebter ruht an meiner Brust wie ein Säckchen gefüllt mit Myrrhe. 14 Er duftet wie die Blüten des Hennastrauchs, der in den Weingärten von En-Gedi wächst. Er: 15 Wie schön du bist, meine Freundin, wunderschön bist du, deine Augen glänzen wie das Gefieder der Tauben. Sie: 16 Schön bist auch du, mein Liebster – wie stattlich anzusehen! Das Gras ist unser Lager, 17 Zedern sind die Balken unsres Hauses und die Zypressen unser Dach.

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Einheitsübersetzung 2016

BUCHTITEL

1 Das Hohelied Salomos.

Gegenseitige Liebe und Sehnsucht

2 Mit Küssen seines Mundes küsse er mich. / Süßer als Wein ist deine Liebe. 3 Köstlich ist der Duft deiner Salben, / dein Name hingegossenes Salböl; / darum lieben dich die jungen Frauen. 4 Zieh mich her hinter dir! Lass uns eilen! / Der König führt mich in seine Gemächer. Jauchzen lasst uns, deiner uns freuen, / deine Liebe höher rühmen als Wein. / Dich liebt man zu Recht. 5 Schwarz bin ich, doch schön, / ihr Töchter Jerusalems, wie die Zelte von Kedar, / wie Salomos Decken. 6 Schaut mich nicht so an, / weil ich so schwarz bin! / Die Sonne hat mich verbrannt. Meiner Mutter Söhne waren mir böse, / ließen mich Weinberge hüten; / meinen eigenen Weinberg habe ich nicht gehütet. 7 Du, den meine Seele liebt, / sag mir: Wo weidest du die Herde? / Wo lagerst du am Mittag? Wozu soll ich wie eine Verhüllte sein / bei den Herden deiner Gefährten? 8 Wenn du das nicht weißt, / du schönste der Frauen, dann folge den Spuren der Schafe, / dann weide deine Zicklein dort, / wo die Hirten lagern! 9 Mit einer Stute an Pharaos Wagen / vergleiche ich dich, meine Freundin. 10 Schön sind deine Wangen zwischen den Kettchen, / dein Hals in den Perlenschnüren. 11 Machen wir dir noch goldene Kettchen, / kleine Silberkugeln daran! 12 Bis dorthin, wo der König an seiner Tafel liegt, / gibt meine Narde ihren Duft. 13 Ein Beutel Myrrhe ist mir mein Geliebter, / der zwischen meinen Brüsten ruht. 14 Eine Hennablüte ist mein Geliebter mir / aus den Weinbergen von En-Gedi. 15 Siehe, schön bist du, meine Freundin, / siehe, du bist schön. / Deine Augen sind Tauben. 16 Schön bist du, mein Geliebter, verlockend. / Frisches Grün ist unser Lager, 17 Zedern sind die Balken unseres Hauses, / Zypressen die Wände.