Jeremia 8 | Bible Kralická Gute Nachricht Bibel 2018

Jeremia 8 | Bible Kralická
1 V ten čas, dí Hospodin, vyberou kosti králů Judských, i kosti knížat jejich, i kosti kněží, i kosti proroků, ano i kosti obyvatelů Jeruzalémských z hrobů jejich, 2 A rozmecí je proti slunci a měsíci, i proti všemu vojsku nebeskému, kteréž milují, a kterýmž slouží, a za kterýmiž chodí, a kterýchž hledají, a kterýmž se klanějí. Nebudou sebrány, ani pochovány, budou místo hnoje na svrchku země. 3 I bude žádostivější smrt nežli život všechněm ostatkům těm, kteříž pozůstanou z rodiny této nešlechetné na všech místech, kdež by koli pozůstali, tam kamž je zaženu, dí Hospodin zástupů. 4 Protož díš jim: Takto praví Hospodin: Tak-liž padli, aby nemohli povstati? Tak-liž se odvrátil, aby se nemohl zase navrátiti? 5 Proč se odvrátil lid tento Jeruzalemský odvrácením věčným? Chytají se lsti, a nechtí se navrátiti. 6 Pozoroval jsem a poslouchal. Nemluví, což pravého jest; není, kdo by želel zlosti své, říkaje: Což jsem učinil? Každý obrácen jest k běhu svému jako kůň, kterýž prudce běží k boji. 7 Ješto čáp u povětří zná nařízené časy své, a hrdlička i řeřáb i vlaštovice šetří času příletu svého, lid pak můj nezná soudu Hospodinova. 8 Jakž můžete říci: Moudří jsme a zákon Hospodinův máme? Aj, jistě nadarmo dělá písař péro, nadarmo jsou v zákoně zběhlí. 9 Kohož zahanbili ti moudří? Kdo jsou předěšeni a jati? Aj, slovem Hospodinovým pohrdají, jakáž tedy jest moudrost jejich? 10 A protož dám ženy jejich jiným, pole jejich těm, kteříž by je opanovali; nebo od nejmenšího až do největšího všickni napořád vydali se v lakomství, od proroka až do kněze všickni napořád provodí faleš. 11 Nebo hojí potření dcery lidu mého po vrchu, říkajíce: Pokoj, pokoj, ješto není žádného pokoje. 12 Jsou-liž zahanbováni, proto že ohavnost páchali? Ba ani se co ustydli, ani zahanbiti uměli. Protož padnou, když oni padati budou; v čas, v němž je navštívím, klesnou, praví Hospodin. 13 Do konce vykořením je, dí Hospodin. Nebude žádného hroznu na vinném kmenu, ani žádných fíků na fíku, ano i list sprchne, a což dám jim, odjato bude. 14 Proč my tu sedíme? Shromažďte se, a vejděme do měst hrazených, a odpočineme tam. Ale Hospodin Bůh náš káže odpočívati nám, když vodou jedovatou napojí nás, proto že jsme hřešili proti Hospodinu. 15 Čekej pokoje, ale nic dobrého, času uzdravení, ale aj, hrůza. 16 Od Dan slyšeti frkání koní jeho, od hlasu prokřikování silných jeho všecka země se třese, kteříž táhnou, aby zžírali zemi i všecko, což jest na ní, město i ty, kteříž bydlejí v něm. 17 Nebo aj, já pošli na vás hady nejjedovatější, proti nimž nic neprospívá zaklínání, a štípati vás budou, dí Hospodin. 18 Srdce mé ve mně, kteréž by mne mělo občerstvovati v zármutku, mdlé jest. 19 Aj, hlas křiku dcery lidu mého z země velmi daleké: Zdali Hospodina není na Sionu? Zdali krále jeho není na něm? Proč mne popouzeli rytinami svými, marnostmi cizozemců? 20 Pominula žeň, dokonalo se léto, a my nejsme vyproštěni. 21 Pro potření dcery lidu mého potřín jsem, smutek nesu, užasnutí podjalo mne. 22 Což není žádného lékařství v Galád? Což není žádného lékaře tam? Proč tedy není zhojena dcera lidu mého?

Public Domain

Gute Nachricht Bibel 2018

Die Gräber Jerusalems werden geschändet

1 »Wenn das geschieht«, sagt der HERR, »wird der Feind die Gebeine der Könige von Juda und ihrer hohen Beamten, die Gebeine der Priester und der Propheten und aller Bewohner Jerusalems aus ihren Gräbern holen. 2 Sie werden zerstreut umherliegen vor der Sonne, dem Mond und dem Sternenheer, vor den Göttern, die sie liebten und anbeteten, denen sie Opfer darbrachten, bei denen sie Weisung suchten und nach denen sie ihr Leben ausrichteten. Niemand wird die Gebeine sammeln, um sie wieder ins Grab zu legen. Sie werden zerfallen und zum Dünger für die Äcker werden.«

Sterben ist besser als Überleben

3 Der HERR, der Herrscher der Welt,* sagt: »Die Menschen, die ich übrig lasse von dieser bösen Generation, werde ich überallhin vertreiben und an jedem Ort werden sie lieber sterben wollen als leben.«

Beispiellose Halsstarrigkeit

4 »Sag zu ihnen: ›So spricht der HERR: Wenn jemand hinfällt, steht er dann nicht schnell wieder auf? Wenn jemand vom Weg abkommt, kehrt er nicht gleich wieder um? 5 Warum bleibt Jerusalem bei seinen falschen Göttern und weigert sich, zu mir zurückzukehren? 6 Ich habe genau gehört, was sie reden. Sie haben ihren Irrtum nicht erkannt. Niemand bereut seine Schlechtigkeit, niemand fragt sich: Was habe ich getan? Alle rennen auf ihrem Irrweg weiter wie Pferde, die sich in die Schlacht stürzen. 7 Alle Zugvögel kennen ihre Ordnung und gehen und kommen zu der Zeit, die ich ihnen bestimmt habe: der Storch, die Taube, die Schwalbe, die Drossel. Nur mein Volk hält sich nicht an die Ordnungen, die ich ihm gegeben habe.‹«

Warnung an das verführte Volk und an seine Verführer

8 Der HERR sagt: »Wie könnt ihr behaupten: ›Wir wissen Bescheid, wir haben doch das Gesetz des HERRN‹? Gewiss, ihr habt es, aber es ist durch seine Ausleger völlig verfälscht worden! 9 Diese Leute, die sich für weise halten, werden bestürzt und sprachlos dastehen, wenn das Unheil sie trifft und sie gefangen weggeführt werden. Sie haben mein Wort verachtet, und da wollen sie auf Weisheit Anspruch erheben? 10 Ihre Frauen und ihre Äcker nehme ich ihnen weg und gebe sie anderen. Denn Vornehme wie Geringe sind darauf aus, sich zu bereichern. Propheten wie Priester täuschen das Volk: 11 Sie tun so, als wären die Wunden meines Volkes nur leichte Schrammen. ›Alles steht gut‹, sagen sie, ›alles ist in Ordnung.‹ Aber nichts steht gut, nichts ist in Ordnung! 12 Sie müssten sich schämen wegen ihres schändlichen Treibens. Aber sie denken nicht daran; sie wissen gar nicht, was Schämen ist. Deshalb werden sie untergehen, zusammen mit allen anderen in Israel. Wenn ich komme und sie bestrafe, ist es aus mit ihnen.« Das sagt der HERR.

Keine falschen Hoffnungen!

13 »Will ich bei meinem Volk ernten«,* sagt der HERR, »so ist keine Traube und keine Feige zu finden und das Laub ist verwelkt. Darum habe ich dieses Volk aufgegeben; sollen die Fremden es doch zertreten!« 14 Die Leute in Juda sagen: »Was sitzen wir hier noch herum? Auf, los! Hinein in die befestigten Städte – auch wenn wir unser Leben dadurch nicht retten! Denn der HERR, unser Gott, hat unseren Tod beschlossen; er gibt uns vergiftetes Wasser zu trinken, weil wir vor ihm schuldig geworden sind. 15 Wir warteten darauf, dass sich alles noch zum Guten wenden würde, aber es kam nichts Gutes. Wir hofften auf eine Zeit, in der alle Wunden verheilen würden, aber nichts als Entsetzen ist gekommen: 16 Die Feinde stehen schon bei der Stadt Dan. Das Schnauben ihrer Pferde dringt bis zu uns herüber, von ihrem Wiehern zittert das Land. Sie kommen und werden alles vernichten: das offene Land und was darauf wächst, die Städte und ihre Bewohner.« 17 »Ja«, sagt der HERR, »ich lasse Giftschlangen auf euch los, gegen die keine Beschwörung hilft, und sie werden euch beißen!«

Jeremia leidet mit seinem Volk

18 Mein heiteres Gesicht verbirgt meinen Kummer. Er lastet auf mir und macht mich krank. 19 Aus dem ganzen Land höre ich mein Volk verzweifelt schreien: »Ist denn der HERR nicht mehr auf dem Zionsberg? Wohnt unser König nicht mehr dort?« Doch der HERR antwortet: »Warum haben sie mich mit ihren Götterbildern erzürnt, den fremden Götzen, die ihnen nichts helfen?« 20 Das Volk klagt: »Die Ernte ist vorüber, der Herbst vorbei und es ist keine Hilfe gekommen.« 21 Weil mein Volk zusammengebrochen ist, ist mein Herz zerbrochen. Trauer und Verzweiflung drücken mich nieder. 22 Gibt es denn in Gilead* keine Salbe mehr und ist dort kein Arzt zu finden? Gibt es für mein Volk* keine Heilung? Die Wunde will sich nicht schließen. 23 Wäre doch mein Kopf ein Brunnen, wären meine Augen Tränenquellen! Dann könnte ich Tag und Nacht weinen über die vielen aus meinem Volk, die erschlagen wurden!