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Zürcher Bibel

Die Worte Lemuels

1 Die Worte Lemuels, des Königs von Massa, die ihn seine Mutter gelehrt hat.
2 Mein Sohn, was soll ich dich lehren, Sohn meines Leibes, Sohn meiner Gelübde?
3 Gib deine Kraft nicht den Frauen hin, und widme dich nicht der Vernichtung von Königen.
4 Könige, Lemuel, sollen keinen Wein trinken und Mächtige nicht nach Bier verlangen.
5 Sonst trinken sie und vergessen die Satzung und beugen das Recht aller Elenden.
6 Dem, der zugrunde geht, gebt Bier, und Wein denen, die verbittert sind.
7 Sie sollen trinken und ihre Armut vergessen und nicht mehr an ihr Elend denken.
8 Öffne deinen Mund für den Stummen, für das Recht aller Schwachen.
9 Öffne deinen Mund, richte gerecht, und schaffe Recht dem, der elend ist und arm.

Die tüchtige Frau

10 Eine tüchtige Frau - wer findet sie? Ihr Wert ist weit höher als der von Perlen.
11 Das Herz ihres Mannes vertraut auf sie, und an Einkommen fehlt es ihm nicht.
12 Sie tut ihm Gutes und nicht Böses alle Tage ihres Lebens.
13 Sie sorgt für Wolle und Flachs und arbeitet, was ihren Händen gefällt.
14 Sie gleicht den Schiffen eines Kaufmanns, von weit her bringt sie ihre Speisen.
15 Noch in der Nacht steht sie auf und versorgt ihr Haus mit Nahrung und weist ihren Mägden die Arbeit zu.
16 Sie will einen Acker haben und nimmt ihn sich, vom Ertrag ihrer Hände pflanzt sie einen Weinberg.
17 Sie gürtet ihre Hüften mit Kraft und macht ihre Arme stark.
18 Sie sieht, dass ihr Handel Gewinn bringt, in der Nacht erlischt ihre Lampe nicht.
19 Mit ihren Händen greift sie nach dem Spinnrocken, und ihre Finger fassen die Spindel.
20 Ihre Hand öffnet sie für den Elenden, und dem Bedürftigen reicht sie ihre Hände.
21 Sie fürchtet nicht den Schnee für ihr Haus, denn ihr ganzes Haus ist gekleidet in Karmesin.
22 Decken hat sie für sich gemacht, aus feinem Leinen und rotem Purpur ist ihr Gewand.
23 Ihr Mann ist geachtet in den Toren, wenn er bei den Ältesten des Landes sitzt.
24 Sie stellt Hemden her und verkauft sie, und an die Händler liefert sie Gürtel.
25 Kraft und Hoheit sind ihr Gewand, und dem kommenden Tag lacht sie entgegen.
26 Sie öffnet ihren Mund mit Weisheit, und auf ihrer Zunge ist gütige Weisung.
27 Das Tun und Treiben in ihrem Haus überwacht sie, und das Brot des Müssiggangs isst sie nicht.
28 Ihre Söhne stehen auf und preisen sie, auch ihr Mann erhebt sich und rühmt sie:
29 Es gibt viele Frauen, die sich als tüchtig erwiesen haben, du aber übertriffst sie alle.
30 Anmut ist trügerisch und Schönheit flüchtig, aber eine Frau, die den HERRN fürchtet, darf sich rühmen.
31 Gebt ihr Anteil vom Ertrag ihrer Hände, und ihre Werke sollen ihren Ruhm verkünden in den Toren!
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