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Zürcher Bibel

Sag nicht: Ich will Böses heimzahlen

1 Ein Spötter ist der Wein, ein Lärmer das Bier, und keiner, der davon berauscht ist, wird weise.
2 Wie das Knurren eines Löwen ist das Drohen des Königs, wer seinen Zorn erregt, verwirkt sein Leben.
3 Es ehrt einen Mann, dem Streit fernzubleiben, jeder Tor aber fängt Streit an.
4 Im Herbst will der Faule nicht pflügen; wenn er dann in der Erntezeit sucht, findet er nichts.
5 Die Pläne im Herzen eines Mannes sind tiefe Wasser, ein einsichtiger Mann aber weiss daraus zu schöpfen.
6 Viele Menschen rühmen ihre Treue, wer aber findet einen zuverlässigen Mann?
7 Ein Gerechter geht schuldlos seinen Weg, wohl seinen Kindern, die nach ihm kommen.
8 Ein König, der auf dem Richterstuhl sitzt, zerstreut schon mit seinen Augen alles Böse.
9 Wer darf sagen: Ich habe mein Herz geläutert, ich bin rein geworden von meiner Sünde?
10 Zweierlei Gewicht und zweierlei Mass - der HERR verabscheut beides.
11 Ein junger Mann zeigt mit seinem Verhalten, ob sein Tun rein ist und recht.
12 Das Ohr, das hört, und das Auge, das sieht - der HERR hat beide geschaffen.
13 Liebe nicht den Schlaf, damit du nicht verarmst, halte deine Augen offen, so kannst du dich satt essen.
14 Schlecht, schlecht!, sagt der Käufer, doch wenn er weggeht, rühmt er sich.
15 Gold gibt es und viele Perlen, der kostbarste Schmuck aber sind verständige Lippen.
16 Nimm dem das Kleid, der für einen Fremden gebürgt hat, und pfände ihn statt der Ausländer.
17 Süss schmeckt dem Mann erlogene Speise, danach aber füllt sein Mund sich mit Kieseln.
18 Durch Beratung kommen Pläne zustande; und mit Überlegung führe Krieg.
19 Wer als Verleumder umhergeht, gibt Vertrauliches preis, darum lass dich nicht mit einem Schwätzer ein.
20 Wer seinen Vater und seine Mutter verflucht, dessen Leuchte wird erlöschen, wenn es finster wird.
21 Ein Erbe, zu Anfang verachtet, wird nicht gesegnet sein am Ende.
22 Sag nicht: Ich will Böses heimzahlen. Hoffe auf den HERRN, dass er dir hilft.
23 Zweierlei Gewichte verabscheut der HERR, und eine falsche Waage ist nicht gut.
24 Die Schritte des Mannes lenkt der HERR; wie könnte der Mensch seinen Weg verstehen?
25 Vorschnell zu geloben und erst danach zu überlegen, ist eine Falle für den Menschen.
26 Ein weiser König zerstreut die Frevler und drischt sie mit dem Rad.
27 Der Atem des Menschen ist eine Leuchte des HERRN, er erforscht alle Kammern des Leibes.
28 Güte und Treue behüten den König, und durch Güte stützt er seinen Thron.
29 Der Stolz der jungen Männer ist ihre Kraft, und der Schmuck der Alten ist das graue Haar.
30 Blutige Striemen läutern den Bösen und Schläge die Kammern des Leibes.
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