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Zürcher Bibel

Vertraue dem HERRN deine Werke an

1 Der Mensch überlegt in seinem Herzen, vom HERRN aber kommt, was die Zunge spricht.
2 Einem Mann erscheinen alle seine Wege rein, aber der HERR prüft den Geist1.
3 Vertraue dem HERRN deine Werke an, so werden deine Pläne gelingen.
4 Der HERR hat alles für seinen Zweck erschaffen, so auch den Frevler für den Tag des Unheils.
5 Der HERR verabscheut jeden Hochmütigen. Die Hand darauf: Er bleibt nicht ungestraft.
6 Durch Güte und Treue wird Schuld gesühnt, und in der Furcht des HERRN meidet man das Böse.
7 Wenn dem HERRN die Wege eines Mannes gefallen, versöhnt er mit ihm auch seine Feinde.
8 Besser wenig mit Gerechtigkeit als reichen Ertrag mit Unrecht.
9 Das Herz des Menschen plant seinen Weg, aber der HERR lenkt seinen Schritt.
10 Auf den Lippen des Königs ist Weissagung, sein Mund verfehlt sich nicht, wenn er Recht spricht.
11 Waage und gerechte Waagschalen gehören dem HERRN, alle Gewichtssteine im Beutel sind sein Werk.
12 Könige verabscheuen Freveltaten, denn durch Gerechtigkeit wird ein Thron gefestigt.
13 Königen gefallen gerechte Lippen, denn man liebt den, der aufrichtig redet.
14 Der Zorn eines Königs ist ein Bote des Todes, aber ein weiser Mann kann ihn besänftigen.
15 Im heiteren Gesicht eines Königs liegt Leben, und sein Wohlgefallen ist wie die Regenwolke im Frühling.
16 Es ist besser, Weisheit zu erwerben als Gold, und Verstand zu erwerben ist wertvoller als Silber.
17 Böses zu meiden, ist die Strasse der Rechtschaffenen, wer auf seinen Weg achtet, bewahrt sein Leben.
18 Stolz kommt vor dem Sturz und Hochmut vor dem Fall.
19 Besser bescheiden sein mit den Elenden, als Beute teilen mit den Stolzen.
20 Wer auf das Wort achtet, findet Glück, und wohl dem, der auf den HERRN vertraut.
21 Wer ein weises Herz hat, den nennt man verständig, und die gefällige Rede fördert die Belehrung.
22 Dem Verständigen ist der Verstand Quelle des Lebens, und den Toren ist die Torheit Strafe.
23 Das Herz des Weisen macht seinen Mund klug und mehrt auf seinen Lippen die Belehrung.
24 Freundliche Worte sind Honigwaben, süss für die Seele und heilsam für die Glieder.
25 Da ist ein Weg, der einem gerade erscheint, aber am Ende sind es Wege des Todes.
26 Der Hunger des Arbeiters arbeitet für ihn, denn sein Mund treibt ihn an.
27 Ein Nichtsnutziger gräbt nach Bösem, und auf seinen Lippen ist es wie versengendes Feuer.
28 Ein Falscher entfacht Streit, und ein Verleumder entzweit Freunde.
29 Ein Gewalttätiger verführt seinen Nächsten und bringt ihn auf einen Weg, der nicht gut ist.
30 Wer mit den Augen zwinkert, plant Falsches, wer die Lippen verzieht, hat das Böse schon getan.
31 Graues Haar ist eine prächtige Krone, man findet sie auf dem Weg der Gerechtigkeit.
32 Besser langmütig sein als ein Kriegsheld, und besser sich selbst beherrschen als Städte bezwingen.
33 In den Falten des Gewandes schüttelt man das Los, aber jeder Entscheid kommt vom HERRN.
1 Wörtlich: "... prüft die Geister."
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