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Zürcher Bibel

Die Weisheit der Frauen hat ihr Haus gebaut

1 Die Weisheit der Frauen hat ihr Haus gebaut, aber Torheit reisst es nieder mit ihren Händen.
2 Wer aufrichtig geht, fürchtet den HERRN, wer aber krumme Wege geht, verachtet ihn.
3 Was der Tor im Mund führt, kommt als Rute auf seinen Rücken, aber den Weisen bewahren seine Lippen.
4 Wo keine Rinder sind, spart man das Futter, aber die Kraft des Ochsen bringt reichen Ertrag.
5 Ein zuverlässiger Zeuge lügt nicht, aber ein falscher Zeuge bringt Lügen vor.
6 Der Spötter sucht Weisheit, aber vergeblich, doch dem Verständigen fällt das Erkennen leicht.
7 Geh einem dummen Mann aus dem Weg - du lernst keine verständigen Lippen kennen.
8 Die Weisheit des Klugen lässt ihn seinen Weg verstehen, aber die Torheit der Dummen ist trügerisch.
9 Die Schuld macht die Toren zu Spöttern, zwischen Rechtschaffenen aber herrscht gutes Einvernehmen.
10 Das Herz allein kennt die eigene Bitterkeit, und seine Freude kann kein anderer teilen.
11 Das Haus der Frevler wird vernichtet, das Zelt der Rechtschaffenen aber gedeiht.
12 Da ist ein Weg, der einem gerade erscheint, aber am Ende sind es Wege des Todes.
13 Auch beim Lachen kann das Herz voller Schmerzen sein, und am Ende wird aus Freude Bitterkeit.
14 Wer ein abtrünniges Herz hat, wird die Frucht seiner Wege ernten - und ein guter Mann die Frucht seiner Taten1.
15 Der Einfältige glaubt jedes Wort, aber der Kluge achtet auf seinen Schritt.
16 Der Weise fürchtet und meidet das Böse, der Dumme aber braust auf und fühlt sich sicher.
17 Ein Jähzorniger begeht eine Torheit, ein Umsichtiger aber macht sich verhasst.
18 Die Einfältigen haben die Unwissenheit geerbt, aber die Klugen schmücken sich mit Erkenntnis.
19 Böse mussten sich beugen vor Guten und Frevler an den Toren des Gerechten.
20 Selbst seinem Nächsten ist der Arme verhasst, der Reiche aber hat viele Freunde.
21 Wer seinen Nächsten verachtet, ist ein Sünder, aber wohl dem, der sich der Elenden erbarmt.
22 Gehen nicht in die Irre, die Böses planen? Wer aber Gutes plant, erfährt Güte und Treue.
23 Alle Mühe führt zu Gewinn, leeres Geschwätz aber führt nur zu Mangel.
24 Die Krone der Weisen ist ihr Reichtum, aber der Kranz2 der Dummen ist Torheit.
25 Ein ehrlicher Zeuge rettet Leben, wer aber Lügen vorbringt, ist ein Betrüger.
26 In der Furcht des HERRN liegt feste Zuversicht, es wird auch den Kindern eine Zuflucht sein.
27 Die Furcht des HERRN ist eine Quelle des Lebens, mit ihr entgeht man den Fallen des Todes.

Die Gerechtigkeit erhöht eine Nation

28 Die Ehre eines Königs ist ein grosses Volk, und ohne Nation geht ein Mächtiger zugrunde.
29 Ein Langmütiger hat viel Einsicht, aber ein Ungeduldiger stellt seine Torheit zur Schau.
30 Ein gelassenes Herz ist Leben für den Leib, Leidenschaft aber ist Knochenfrass.
31 Wer einen Geringen unterdrückt, schmäht seinen Schöpfer, aber wer Erbarmen hat mit einem Armen, ehrt ihn.
32 Durch seine Bosheit wird ein Frevler gestürzt, aber ein Gerechter ist selbst im Tod geborgen.
33 Weisheit bleibt im Herzen des Verständigen, bei den Dummen aber zeigt sie sich nicht3.
34 Die Gerechtigkeit erhöht eine Nation, aber die Sünde ist die Schande der Nationen.
35 Ein verständiger Diener findet das Wohlgefallen des Königs, sein Zorn aber trifft den, der schändlich handelt.
1 Die Übersetzung "und ein guter Mann die Frucht seiner Taten" beruht auf einer Korrektur des Massoretischen Texts.
2 Die Übersetzung "aber der Kranz der Dummen ist Torheit" beruht auf der griechischen Überlieferung; der Massoretische Text lautet überstezt: "die Torheit der Dummen ist Torheit".
3 Die Übersetzung "bei den Dummen aber zeigt sie sich nicht" beruht auf einer Korrektur des Massoretischen Texts.
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