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Zürcher Bibel

Dem Gerechten widerfährt kein Unheil

1 Wer die Unterweisung liebt, liebt Erkenntnis, wer aber die Ermahnung verschmäht, ist ein Narr.
2 Wer gut ist, erlangt Wohlgefallen beim HERRN, den Heimtückischen aber spricht er schuldig.
3 Durch Frevel gewinnt kein Mensch Bestand, aber fest bleibt die Wurzel der Gerechten.
4 Eine tüchtige Frau ist die Krone ihres Mannes, eine schändliche aber ist wie Fäulnis in seinen Knochen.
5 Die Gerechten trachten nach dem Recht, die Frevler planen Betrug.
6 Hinterhältig reden die Frevler, um Blut zu vergiessen, die Rechtschaffenen aber rettet der Mund.
7 Die Frevler werden gestürzt und sind nicht mehr da, das Haus der Gerechten aber bleibt bestehen.
8 Für seinen Verstand wird ein Mann gelobt, einer mit verkehrtem Sinn aber wird zum Gespött.
9 Besser, gering geachtet sein und einen Sklaven besitzen, als vornehm tun und nichts zu essen zu haben.
10 Der Gerechte kümmert sich um sein Vieh, das Erbarmen der Frevler aber ist grausam.
11 Wer seinen Acker bebaut, hat genug Brot, wer aber Nichtigem nachjagt, dem fehlt der Verstand.
12 Der Frevler verstrickt sich im Netz seiner Wünsche, die Gerechten aber sind fest verwurzelt.1
13 Der Böse verfängt sich2 in den falschen Worten seiner Lippen, der Gerechte aber entgeht der Not.
14 Von der Frucht seines Mundes wird man satt, und was seine Hände tun, wird dem Menschen vergolten.
15 Dem Toren erscheint sein Weg gerade, aber weise ist, wer auf Rat hört.
16 Ein Tor zeigt3 seinen Unmut auf der Stelle ein Kluger aber steckt eine Schmähung ein.
17 Wer die Wahrheit spricht, sagt, was recht ist, ein falscher Zeuge aber betrügt.
18 Mancher Schwätzer verletzt wie ein Schwert, die Zunge der Weisen aber bringt Heilung.
19 Wahrhaftige Lippen haben für immer Bestand, eine falsche Zunge aber nur für einen Augenblick.
20 Betrug ist im Herzen derer, die Böses planen, aber wer zum Frieden rät, wird Freude erfahren.
21 Dem Gerechten widerfährt kein Unheil, aber die Frevler trifft das Unglück voll.
22 Lügnerische Lippen verabscheut der HERR, wer aber für die Wahrheit eintritt, gefällt ihm.
23 Ein kluger Mensch verbirgt sein Wissen, das Herz der Dummen aber schreit die Torheit hinaus.
24 Die Hand der Fleissigen wird herrschen, die träge aber muss Frondienst tun.
25 Sorge drückt das Herz eines Mannes nieder, ein gutes Wort aber erfreut es.
26 Der Gerechte findet seine Weide, die Frevler aber führt ihr Weg in die Irre.4
27 Der Träge erjagt sich kein Wild, ein fleissiger Mensch aber gewinnt kostbares Gut.
28 Auf dem Pfad der Gerechtigkeit ist Leben, der schändliche Weg aber führt zum Tod.
1 Die Übersetzung des Verses beruht auf einer Korrektur des Massoretischen Texts.
2 Die Übersetzung "verfängt sich" beruht auf einer Korrektur des Massoretischen Texts.
3 Die Übersetzung "zeigt" beruht auf einer Umvokalisierung des Massoretischen Texts.
4 Der hebräische Text von 12,26-28 ist problematisch, die Übersetzung deshalb schwierig und an manchen Stellen unsicher. Der Text wurde stellenweise korrigiert.
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