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Zürcher Bibel

Die Fastenfrage

1 Und im vierten Jahr von Darius, dem König, erging das Wort des HERRN an Sacharja, am Vierten des neunten Monats, im Monat Kislew.
2 Und Bet-El sandte Sar-Ezer und Regem-Melech und seine Männer, um das Angesicht des HERRN zu besänftigen.
3 Und so fragte man die Priester, die zum Haus des HERRN der Heerscharen gehörten, und die Propheten: Soll ich im fünften Monat weinen und enthaltsam sein, wie ich es schon so viele Jahre getan habe?1
4 Und das Wort des HERRN der Heerscharen erging an mich:
5 Sprich zum ganzen Volk des Landes und zu den Priestern: Wenn ihr gefastet und geklagt habt im fünften und im siebten Monat, und dies seit siebzig Jahren, habt ihr dann wirklich für mich gefastet?
6 Und wenn ihr esst und wenn ihr trinkt, seid dann nicht ihr die, die essen, und seid dann nicht ihr die, die trinken?
7 Sind das nicht die Worte, die der HERR ausgerufen hat durch die früheren Propheten, als Jerusalem bewohnt und ohne Sorge war mit seinen Städten ringsum und als der Negev und die Schefela bewohnt waren?
8 Und das Wort des HERRN erging an Sacharja:
9 So spricht der HERR der Heerscharen: Fällt gerechte Urteile und übt Gnade und Barmherzigkeit, ein jeder gegenüber seinem Bruder!
10 Und unterdrückt nicht die Witwe und die Waise, den Fremden und den Armen. Und keiner ersinne in seinem Herzen Unheil gegen seinen Bruder.
11 Sie aber haben sich geweigert, darauf zu achten, und störrisch haben sie mit der Schulter gezuckt, und ihre Ohren haben sie schwerhörig gemacht, um nicht hören zu müssen.
12 Und ihr Herz haben sie zu Diamant gemacht, um die Weisung nicht hören zu müssen und die Worte, die der HERR der Heerscharen durch seinen Geist gesandt hat, durch die früheren Propheten. Da ging grosser Zorn aus vom HERRN der Heerscharen.
13 Und so, wie er gerufen hat und sie nicht gehört haben, so werden sie rufen, und ich werde nicht hören!, spricht der HERR der Heerscharen.
14 Und im Sturm wirble ich sie in alle möglichen Nationen, die sie nicht kennen, und hinter ihnen wird das Land verwüstet, so dass niemand hindurchzieht und niemand mehr dort wohnt: Ein wunderbares Land haben sie zur Wüstenei gemacht!
1 Mit 'weinen' ist ein rituelles Weinen gemeint.
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