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Zürcher Bibel

Die nahe Gerechtigkeit

1 Liebe Brüder und Schwestern, der Wunsch meines Herzens und mein Flehen zu Gott haben nur das eine Ziel: ihre Rettung.
2 Denn ihnen stelle ich das Zeugnis aus: Sie haben wohl Eifer für Gott - doch ohne rechte Erkenntnis.
3 Denn indem sie die Gerechtigkeit Gottes verkannten und die eigene aufzurichten suchten, haben sie sich nicht unter die Gerechtigkeit Gottes gestellt.
4 Ziel und Ende des Gesetzes nämlich ist Christus, zur Gerechtigkeit für jeden, der glaubt.
5 Mose schreibt von der Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt: Der Mensch, der tut, was darin geschrieben steht, wird dadurch leben.1 ..., sie tut, wird durch sie leben.
6 Die Gerechtigkeit aber, die aus dem Glauben kommt, spricht so: Sag nicht in deinem Herzen: Wer wird in den Himmel hinaufsteigen? - nämlich um Christus herabzuholen.
7 Oder: Wer wird in die Unterwelt hinabsteigen? - nämlich um Christus von den Toten heraufzuholen.
8 Sondern was sagt sie? Nahe ist dir das Wort, in deinem Mund und in deinem Herzen, nämlich das Wort des Glaubens, das wir verkündigen.
9 Denn wenn du mit deinem Mund bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden.
10 Mit dem Herzen nämlich glaubt man, auf Gerechtigkeit hin; mit dem Mund bekennt man, auf Rettung hin.
11 Denn die Schrift sagt: Keiner, der auf ihn vertraut, wird blossgestellt werden.
12 Es ist ja kein Unterschied zwischen Juden und Griechen, denn sie haben alle ein und denselben Herrn, der alle reich macht, die ihn anrufen.
13 Denn: Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.

Der Weg des Glaubens

14 Doch wie sollen sie den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie hören, wenn niemand da ist, der verkündigt?
15 Und wie soll man verkündigen, wenn man nicht gesandt wurde? Denn es steht geschrieben: Wie sind doch willkommen die Füsse der Boten, die Gutes verkünden!
16 Doch nicht alle haben auf das Evangelium gehört. Jesaja sagt: Herr, wer hat unserer Verkündigung geglaubt?
17 Also kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber geschieht durch das Wort von Christus.
18 Aber, so frage ich: Haben sie etwa nichts zu hören bekommen? Im Gegenteil: In die ganze Welt hinaus erging ihr Ruf, und an die Enden der Erde drangen ihre Worte.
19 Aber, so frage ich: Hat Israel etwa nicht verstanden? Schon Mose sagt: Ich werde euch eifersüchtig machen auf ein Volk, das kein Volk ist, auf ein unverständiges Volk werde ich euch zornig machen.
20 Und Jesaja hat die Kühnheit zu sagen: Ich wurde gefunden bei denen, die nicht nach mir suchten, ich habe mich gezeigt denen, die nicht nach mir fragten.
21 Zu Israel aber sagt er: Den ganzen Tag habe ich meine Hände ausgestreckt nach einem Volk, das ungehorsam und voller Widerspruch ist.
1 Andere Textüberlieferung:
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