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Zürcher Bibel

Erhebe dich, Richter der Erde

1 Gott der Rache, HERR, Gott der Rache, erscheine.
2 Erhebe dich, Richter der Erde, vergilt den Stolzen ihr Tun.
3 Wie lange sollen die Frevler, HERR, wie lange sollen die Frevler frohlocken?
4 Sie geifern, reden frech daher, es brüsten sich alle Übeltäter.
5 Dein Volk, HERR, zermalmen sie, und dein Erbe bedrücken sie.
6 Witwe und Fremdling töten sie, und sie ermorden die Waisen,
7 und sie sagen: Der HERR sieht es nicht, der Gott Jakobs merkt es nicht.
8 Merkt es, ihr Narren im Volk, ihr Toren, wann werdet ihr klug?
9 Der das Ohr einpflanzt, sollte der nicht hören? Der das Auge bildet, sollte der nicht sehen?
10 Der die Völker unterweist, sollte der nicht zurechtweisen, er, der die Menschen Erkenntnis lehrt?
11 Der HERR kennt die Gedanken der Menschen, denn sie sind Hauch.
12 Wohl dem, den du, HERR, erziehst, den du aus deiner Weisung belehrst,
13 um ihm Ruhe zu schaffen vor bösen Tagen, bis dem Frevler die Grube gegraben ist.
14 Denn der HERR wird sein Volk nicht verstossen und sein Erbe nicht verlassen.
15 Zur Gerechtigkeit wird zurückkehren das Recht, und alle werden ihm folgen, die aufrichtigen Herzens sind.
16 Wer steht auf für mich gegen die Bösen, wer tritt ein für mich gegen die Übeltäter?
17 Wäre der HERR nicht meine Hilfe, wohnte ich schon im Lande des Schweigens.1
18 Wenn ich auch denke: Jetzt wankt mein Fuss, stützt mich doch, HERR, deine Gnade.
19 Wenn dunkle Gedanken in meinem Herzen mächtig werden, erheitert dein Trost meine Seele.
20 Kann mit dir der Thron des Verderbens verschworen sein, der Unheil schafft gegen das Gesetz?
21 Sie rotten sich zusammen gegen das Leben des Gerechten und verurteilen unschuldiges Blut.
22 Doch der HERR ist mir zur Burg geworden und mein Gott zum Fels meiner Zuflucht.
23 Er vergilt ihnen ihren Frevel, und er vernichtet sie durch ihre eigene Bosheit, es vernichtet sie der HERR, unser Gott.
1 Wörtlich: "..., wohnte ich schon im Schweigen."
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