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Zürcher Bibel

Deine Weisung trage ich im Herzen

1 Für den Chormeister. Von David. Ein Psalm.
2 Sehnlichst hoffte ich auf den HERRN, da neigte er sich zu mir und hörte mein Schreien.
3 Er zog mich herauf aus der Grube des Grauens, aus Morast und Schlamm, und stellte meine Füsse auf Felsgrund, machte meine Schritte fest.
4 Er legte mir in den Mund ein neues Lied, einen Lobgesang auf unseren Gott. Viele werden es sehen und sich fürchten und auf den HERRN vertrauen.
5 Wohl dem, der auf den HERRN sein Vertrauen setzt, sich nicht zu den Trotzigen wendet noch zu denen, die sich in Lügen verstricken.
6 Zahlreich sind deine Wunder und Pläne, die du, HERR, mein Gott, für uns vollbracht hast, nichts ist dir zu vergleichen. Wollte ich davon künden und reden, zu viele sind es, sie zu zählen.
7 An Schlachtopfern und Speiseopfern hast du kein Gefallen, aber Ohren hast du mir aufgetan, Brandopfer und Sündopfer hast du nicht verlangt.
8 Da sprach ich: Sieh, ich bin gekommen, in der Schriftrolle steht geschrieben, was für mich gilt.
9 Deinen Willen zu tun, mein Gott, ist mir eine Lust, und deine Weisung trage ich im Herzen.
10 Froh künde ich Gerechtigkeit in grosser Versammlung, sieh, meine Lippen verschliesse ich nicht. HERR, du weisst es:
11 Deine Gerechtigkeit habe ich nicht verborgen in meinem Herzen, von deiner Treue und Hilfe habe ich geredet, deine Güte und Treue habe ich nicht verschwiegen vor grosser Versammlung.
12 Du, HERR, wirst mir dein Erbarmen nicht verschliessen, deine Güte und Treue werden mich immer behüten.
13 Denn Leiden umfangen mich ohne Zahl, meine Sünden haben mich eingeholt, ich kann nicht mehr aufsehen, zahlreicher sind sie als die Haare meines Hauptes, und verlassen hat mich mein Mut.
14 Möge es dir gefallen, HERR, mich zu retten, HERR, eile mir zu Hilfe.
15 In Schmach und Schande sollen geraten alle, die mir nach dem Leben trachten, es sollen zurückweichen und sich schämen, die mein Unglück wollen.
16 Erstarren sollen in ihrer Schande, die mich verlachen.
17 Frohlocken sollen und deiner sich freuen alle, die dich suchen. Die sich nach deiner Hilfe sehnen, sollen allezeit sagen: Gross ist der HERR!
18 Ich aber bin elend und arm, der Herr rechne es mir an. Meine Hilfe und mein Retter bist du, mein Gott, säume nicht.
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