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Zürcher Bibel

Befiehl dem HERRN deinen Weg

1 Von David. Erhitze dich nicht über die Übeltäter, ereifere dich nicht über die, die Unrecht tun.
2 Denn schnell wie das Gras verwelken sie, und wie grünes Kraut verdorren sie.
3 Vertraue dem HERRN und tue das Gute, bleibe im Land und bewahre die Treue.
4 Freue dich des HERRN, und er wird dir geben, was dein Herz begehrt.
5 Befiehl dem HERRN deinen Weg und vertraue auf ihn, er wird es vollbringen.
6 Er wird deine Gerechtigkeit aufgehen lassen wie das Licht und dein Recht wie den Mittag.
7 Sei still vor dem HERRN und harre auf ihn. Erhitze dich nicht über den, dessen Weg gelingt, und nicht über den, der Ränke schmiedet.
8 Lass ab vom Zorn, gib auf den Grimm, erhitze dich nicht, es bringt nur Böses.
9 Denn die Übeltäter werden ausgerottet, die aber auf den HERRN hoffen, sie werden das Land besitzen.
10 Nur eine Weile noch, und der Frevler ist nicht mehr, und suchst du seine Stätte, so ist sie dahin.
11 Die Gebeugten aber werden das Land besitzen und sich freuen an der Fülle des Friedens.
12 Arges sinnt der Frevler gegen den Gerechten, und er knirscht mit den Zähnen gegen ihn.
13 Der Herr aber lacht über ihn, denn er sieht, dass sein Tag kommt.
14 Die Frevler zücken das Schwert und spannen ihren Bogen, um den Elenden und Armen zu fällen, um hinzuschlachten, die auf geradem Wege sind.
15 Ihr Schwert dringt ihnen ins eigene Herz, und ihre Bogen werden zerbrochen.
16 Besser das wenige, das der eine Gerechte hat, als der Überfluss der vielen Frevler.
17 Denn die Arme der Frevler werden zerbrochen, die Gerechten aber stützt der HERR.
18 Der HERR kennt die Tage der Getreuen, und ihr Erbe wird ewig bestehen.
19 Sie werden nicht zuschanden in böser Zeit, in den Tagen des Hungers werden sie satt.
20 Doch die Frevler kommen um, die Feinde des HERRN; wie die Pracht der Auen schwinden sie dahin, im Rauch schwinden sie dahin.
21 Der Frevler borgt und zahlt nicht zurück, der Gerechte aber ist freigebig und schenkt.
22 Die von ihm gesegnet sind, werden das Land besitzen, die aber von ihm geschmäht sind, werden ausgerottet.
23 Der HERR festigt dem die Schritte, dessen Weg ihm gefällt.
24 Kommt er zu Fall, so stürzt er doch nicht, denn der HERR stützt seine Hand.
25 Ich bin jung gewesen und bin alt geworden, und nie sah ich den Gerechten verlassen, nie seine Nachkommen betteln um Brot.
26 Allezeit ist er freigebig und zu leihen bereit, und seine Nachkommen werden zum Segen.
27 Meide das Böse und tue das Gute, und du wirst auf ewig bleiben.
28 Denn der HERR liebt das Recht, und er verlässt seine Getreuen nicht; auf ewig sind sie behütet, das Geschlecht der Frevler aber wird ausgerottet.
29 Die Gerechten werden das Land besitzen und für immer darin wohnen.
30 Der Mund des Gerechten spricht Weisheit, und seine Zunge lehrt das Recht.
31 Die Weisung seines Gottes trägt er im Herzen, und seine Schritte wanken nicht.
32 Der Frevler lauert dem Gerechten auf und sucht ihn zu töten.
33 Der HERR aber überlässt ihn nicht seiner Hand und spricht ihn nicht schuldig vor Gericht.
34 Hoffe auf den HERRN und halte dich an seinen Weg, so wird er dich erhöhen, das Land in Besitz zu nehmen; du wirst sehen, wie die Frevler ausgerottet werden.
35 Ich sah den Frevler, bereit zur Gewalt, er spreizte sich wie eine üppige Zeder.1
36 Doch als ich wieder vorüberging,2 sieh, da war er nicht mehr, ich suchte ihn, und er war nicht zu finden.
37 Halte dich an den Getreuen, und sieh auf den Aufrichtigen, denn der Friedfertige hat Zukunft.
38 Die Abtrünnigen aber werden allesamt vertilgt, die Zukunft der Frevler wird zunichte gemacht.
39 Die Rettung der Gerechten kommt vom HERRN, er ist ihre Zuflucht in der Zeit der Not.
40 Der HERR steht ihnen bei und rettet sie, vor den Frevlern rettet er sie und hilft ihnen, denn sie suchen Zuflucht bei ihm.
1 Der Massoretische Text wurde korrigiert; er lautet übersetzt: "... wie ein üppiger Einheimischer."
2 Der Massoretische Text wurde korrigiert; er lautet übersetzt: "Doch als er wieder vorüberging, ..."
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