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Zürcher Bibel

Handle an mir um deines Namens willen

1 Für den Chormeister. Ein Psalm Davids. Gott, du mein Lobpreis, schweige nicht.
2 Denn Frevelmund und Lügenmaul haben sie gegen mich aufgetan, und mit falscher Zunge haben sie zu mir geredet.
3 Mit Worten voll Hass umringen sie mich, und ohne Grund bekämpfen sie mich.
4 Meiner Liebe wegen klagen sie mich an, während ich im Gebet verharre.
5 Gutes vergalten sie mir mit Bösem und meine Liebe mit Hass:
6 Man bestelle gegen ihn einen Frevler, und ein Ankläger trete zu seiner Rechten.
7 Aus dem Gericht gehe er als Schuldiger hervor, selbst sein Gebet werde zur Sünde.
8 Seine Tage sollen wenige werden, ein anderer nehme sein Amt ein.
9 Seine Kinder sollen Waisen werden und seine Frau eine Witwe.
10 Heimatlos sollen seine Kinder umherziehn und nichts mehr besitzen, betteln von ihren Trümmerstätten aus.
11 Der Gläubiger bemächtige sich all seiner Habe, und Fremde sollen den Ertrag seiner Arbeit rauben.
12 Keiner sei da, der ihm Gnadenfrist gibt, und keiner, der sich seiner Waisen erbarmt.
13 Seine Nachkommenschaft sei zur Vernichtung bestimmt, in der nächsten Generation schon erlösche ihr Name.
14 Die Schuld seiner Väter bleibe erinnert beim HERRN, und die Sünde seiner Mutter werde nicht gelöscht.
15 Stets seien sie dem HERRN gegenwärtig, und er tilge ihr Andenken von der Erde,
16 weil er nicht daran dachte, Gutes zu tun, sondern den Elenden und Armen verfolgte und zu töten trachtete den, der verzagten Herzens war.
17 Er liebte den Fluch, und er kam über ihn, er verschmähte den Segen, und er wich von ihm.
18 Den Fluch zog er an wie sein Gewand, und er drang ein in sein Inneres wie Wasser und wie Öl in seine Gebeine.
19 So werde er ihm wie das Kleid, in das er sich hüllt, und zum Gürtel, mit dem er stets sich gürtet.
20 Dies sei der Lohn des HERRN für meine Ankläger, für die, die Böses gegen mich reden.
21 Du aber, Gott, mein HERR, handle an mir um deines Namens willen, denn gut ist deine Gnade, errette mich.
22 Denn ich bin elend und arm, und mein Herz ist durchbohrt in meiner Brust.
23 Wie ein Schatten, der sich neigt, schwinde ich dahin, wie eine Heuschrecke bin ich abgeschüttelt.
24 Meine Knie wanken vom Fasten, und mein Fleisch nimmt ab und zerfällt.
25 Ich bin ihnen zum Gespött geworden, sehen sie mich, so schütteln sie ihr Haupt.
26 Hilf mir, HERR, mein Gott, rette mich nach deiner Gnade.
27 Erkennen sollen sie, dass deine Hand es war, dass du es, HERR, getan hast.
28 Sie mögen fluchen, du aber wirst segnen, erheben sie sich, werden sie zuschanden, dein Diener aber darf sich freuen.
29 Meine Ankläger müssen sich kleiden in Schmach, in ihre Schande sich hüllen wie in einen Mantel.
30 Ich will den HERRN laut preisen mit meinem Mund und inmitten vieler ihn loben.
31 Denn er tritt zur Rechten des Armen, um ihn zu retten vor denen, die ihn verdammen.
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