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Zürcher Bibel

Wie zahlreich sind deine Werke

1 Lobe den HERRN, meine Seele. HERR, mein Gott, du bist so gross. In Hoheit und Pracht bist du gekleidet,
2 der du dich hüllst in Licht wie in einen Mantel, der den Himmel ausspannt wie ein Zelt,
3 der im Wasser seine Gemächer baut, der Wolken zu seinem Wagen macht, auf Flügeln des Sturms dahinfährt,
4 der Winde zu seinen Boten bestellt, zu seinen Dienern lohendes Feuer.
5 Der die Erde auf ihre Pfeiler gegründet hat, dass sie niemals mehr wankt.
6 Mit der Urflut bedecktest du sie wie mit einem Kleid, hoch über den Bergen standen die Wasser.
7 Vor deinem Schelten flohen sie, vor deiner Donnerstimme wichen sie zurück.
8 Sie stiegen an Bergen hinan und sanken in Täler hinab,1 an den Ort, den du ihnen bestimmt hast.
9 Du hast eine Grenze gesetzt, die sie nicht überschreiten; nie dürfen sie wieder die Erde bedecken.
10 Quellen schickt er in die Täler, zwischen den Bergen fliessen sie dahin.
11 Sie tränken alle Tiere des Feldes, Wildesel stillen ihren Durst.
12 An ihren Ufern wohnen die Vögel des Himmels, aus dem Gezweig erschallt ihre Stimme.
13 Von seinen Gemächern aus tränkt er die Berge, von der Frucht deiner Werke wird die Erde satt.
14 Gras lässt er sprossen für das Vieh und Kraut dem Menschen zunutze, damit er Brot hervorbringe aus der Erde
15 und Wein, der des Menschen Herz erfreut, damit er das Angesicht erglänzen lasse von Öl und Brot das Herz des Menschen stärke.
16 Die Bäume des HERRN trinken sich satt, die Zedern des Libanon, die er gepflanzt hat;
17 dort nisten die Vögel, der Storch hat in den Zypressen sein Haus.
18 Die Gebirge gehören den Steinböcken, die Felsen bieten den Klippschliefern Zuflucht.
19 Er hat den Mond gemacht zur Bestimmung der Zeiten, die Sonne, die ihren Untergang weiss.
20 Du bringst Finsternis, und es wird Nacht, in ihr regen sich alle Tiere des Waldes.
21 Die Löwen brüllen nach Beute und fordern von Gott ihren Frass.
22 Strahlt die Sonne auf, ziehen sie sich zurück und lagern in ihren Verstecken.
23 Der Mensch geht hinaus an sein Werk, an seine Arbeit bis zum Abend.
24 Wie zahlreich sind deine Werke, HERR. Du hast sie alle in Weisheit gemacht, die Erde ist voll von deinen Geschöpfen.
25 Da ist das Meer, so gross und so weit, darin ein Gewimmel ohne Zahl, Tiere gross und klein.
26 Schiffe ziehen dahin, der Leviatan, den du gebildet hast, um mit ihm zu spielen.
27 Sie alle warten auf dich, dass du ihnen Speise gibst zur rechten Zeit.
28 Gibst du ihnen, so sammeln sie ein, tust du deine Hand auf, so werden sie satt von Gutem.
29 Verbirgst du dein Angesicht, erschrecken sie, nimmst du ihren Atem weg, kommen sie um und werden wieder zu Staub.
30 Sendest du deinen Atem aus, werden sie erschaffen, und du erneuerst das Angesicht der Erde.
31 Ewig währe die Herrlichkeit des HERRN, der HERR freue sich seiner Werke.
32 Er blickt die Erde an, und sie erbebt, er rührt die Berge an, und sie rauchen.
33 Ich will dem HERRN singen mein Leben lang, will meinem Gott spielen, solange ich bin.
34 Möge mein Dichten ihm gefallen, ich freue mich des HERRN.
35 Mögen die Sünder verschwinden von der Erde und die Frevler nicht mehr sein. Lobe den HERRN, meine Seele. Hallelujah.
1 Möglich ist auch die Übersetzung: "Berge stiegen empor, es senkten sich Täler, ..."
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