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Zürcher Bibel

1 Und an euch nun dieses Gebot, ihr Priester!
2 Wenn ihr nicht hört und wenn ihr es euch nicht zu Herzen nehmt, meinem Namen Ehre zu erweisen, spricht der HERR der Heerscharen, so schicke ich die Verfluchung unter euch und belege eure Segenssprüche mit einem Fluch! Und fürwahr, ich habe sie schon mit einem Fluch belegt, denn ihr nehmt es euch nicht zu Herzen!
3 Seht, ich vernichte1 euch die Saat und schleudere euch Kot ins Gesicht, den Kot eurer Feste! Und man wird euch zu ihm tragen.
4 Und ihr werdet erkennen, dass ich euch dieses Gebot gesandt habe, damit mein Bund mit Levi in Kraft bleibt!, spricht der HERR der Heerscharen.
5 Mit ihm war mein Bund Leben und Frieden. Und das habe ich ihm gegeben als Anlass zur Furcht, und er hat mich gefürchtet, und er hat gezittert vor meinem Namen.
6 Verlässliche Weisung war in seinem Mund, und auf seinen Lippen fand sich kein Unrecht. In Frieden und Aufrichtigkeit ist er mit mir gegangen, und viele brachte er zur Abkehr von der Schuld.
7 Die Lippen des Priesters müssen Erkenntnis bewahren, aus seinem Mund sucht man Weisung, denn er ist der Bote des HERRN der Heerscharen!
8 Ihr aber seid abgewichen vom Weg, habt viele straucheln lassen an der Weisung, habt den Bund Levis zerstört!, spricht der HERR der Heerscharen.
9 Und so wie ihr meine Wege nicht einhaltet und bei der Erteilung der Weisung auf die Person achtet, so habe auch ich euch beim ganzen Volk verächtlich und niedrig gemacht.

Über Mischehe und Scheidung

10 Haben wir nicht alle denselben Vater? Hat nicht ein und derselbe Gott uns geschaffen? Warum handeln wir treulos, ein jeder an seinem Bruder, und entweihen den Bund unserer Vorfahren?
11 Juda hat treulos gehandelt, und in Israel und in Jerusalem wurde Abscheuliches verübt, denn Juda hat das Heiligtum des HERRN entweiht, das er liebt, und die Tochter eines fremden Gottes geheiratet.
12 Dem Mann, der das tut, dem möge der HERR in den Zelten Jakobs den nehmen, der ihn schützt und der sich um ihn kümmert, und auch den, der dem HERRN der Heerscharen Gaben darbringt.
13 Und zum Zweiten tut ihr dies: den Altar des HERRN mit Tränen bedecken, mit Weinen und Stöhnen, da er sich der Gabe nicht mehr zuwendet und sie nicht mehr mit Wohlgefallen aus eurer Hand nimmt.
14 Ihr aber werdet sagen: Warum dies? - Weil der HERR zum Zeugen geworden ist zwischen dir und der Frau deiner Jugend, an der du treulos gehandelt hast. Sie aber ist deine Gefährtin und die Frau deines Bundes!
15 Und das hat keiner getan, der einen Rest von Geist hatte. Und was wollte dieser eine? Er wollte Nachkommenschaft von Gott. Und so hütet euch um eures Geistes willen: An der Frau deiner Jugend sollst du2 nicht treulos handeln.
16 Denn ich hasse es, wenn man sich scheidet, spricht der HERR, der Gott Israels, und wenn man seine Kleidung mit Gewalttat bedeckt3, spricht der HERR der Heerscharen, und so hütet euch um eures Geistes willen und handelt nicht treulos!

Über Lüge und Unterdrückung

17 Mit euren Worten ermüdet ihr den HERRN. Ihr aber werdet sagen: Womit haben wir ihn ermüdet? - Dadurch, dass ihr gesagt habt: Jeder, der Böses tut, ist gut in den Augen des HERRN, und an solchen hat er Gefallen!, oder: Wo ist der Gott des Gerichts?
1 Die Übersetzung "ich vernichte" beruht auf einer leichten Korrektur des Massoretischen Texts, der übersetzt "ich weise zurecht" lautet; vgl. Mal 3,11.
2 Wörtlich: "... soll man ..."
3 Möglich ist auch die Übersetzung: "..., und dass man die Spuren von Gewalttat auf seiner Kleidung überdeckt, ..."
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