Hilfe

Zürcher Bibel

Der Einsatz des Apostels

1 Ich will nämlich, dass ihr wisst, welch schweren Kampf ich führen muss für euch und die in Laodizea und alle, die mich nicht mit eigenen Augen gesehen haben,
2 damit ihre Herzen getröstet seien und in Liebe verbunden und es in allem zu umfassender Einsicht komme, zur Erkenntnis des Geheimnisses Gottes: Christus,
3 in dem alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen sind.
4 Das sage ich, damit euch niemand mit klugen Worten zu täuschen vermag.
5 Denn auch wenn ich persönlich nicht da bin, so bin ich doch im Geist bei euch, und ich sehe mit Freude euer geordnetes Leben und die Festigkeit eures Glaubens an Christus.

Die Auseinandersetzung mit den Gegnern

6 Wie ihr nun Christus Jesus, den Herrn, angenommen habt, so lebt nun auch in ihm:
7 verwurzelt in ihm und aufgebaut auf diesem Fundament, gefestigt im Glauben, so wie ihr unterrichtet worden seid, und voller Dankbarkeit.
8 Gebt acht, dass es niemandem gelingt, euch einzufangen durch Philosophie, durch leeren Betrug, der sich auf menschliche Überlieferung beruft, auf die kosmischen Elemente und nicht auf Christus.
9 Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig,
10 und in ihm, der das Haupt aller Macht und Gewalt ist, habt ihr teil an dieser Fülle.
11 In ihm habt ihr auch eine Beschneidung empfangen, die nicht durch Menschenhand vollzogen wird, sondern durch das Ablegen des vergänglichen Leibes: die Beschneidung, die in Christus geschieht.
12 Mit ihm seid ihr begraben worden in der Taufe, und mit ihm seid ihr auch mitauferweckt worden durch den Glauben an die Kraft Gottes, der ihn von den Toten auferweckt hat.
13 Euch, die ihr tot wart in euren Verfehlungen, im unbeschnittenen Zustand eures Fleisches, euch hat er zusammen mit ihm lebendig gemacht, indem er uns alle Verfehlungen vergeben hat.
14 Zerrissen hat er den Schuldschein, der aufgrund der Vereinbarungen gegen uns sprach und uns belastete. Er hat ihn aus dem Weg geräumt, indem er ihn ans Kreuz heftete.
15 Die Mächte und Gewalten hat er ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt, ja im Triumphzug hat er sie mit sich geführt.
16 Darum soll niemand über euch zu Gericht sitzen in Sachen Speise und Trank, Fest, Neumond oder Sabbat;
17 das alles ist ja nur ein Schatten des Künftigen, das Wirkliche ist Christus.1
18 Niemand soll euch den Siegespreis aberkennen, keiner, der sich gefällt in Demut und Engelverehrung und dem, was er als Eingeweihter geschaut hat. Ohne Grund bläht er sich auf in seinem auf das Irdische beschränkten Sinn
19 und hält sich nicht an das Haupt, von dem aus der ganze Leib, durch Sehnen und Bänder gestützt und zusammengehalten, in göttlichem Wachstum wächst.
20 Wenn ihr mit Christus gestorben und von den kosmischen Elementen befreit seid, was lasst ihr euch dann Bedingungen auferlegen, als lebtet ihr noch in der Welt?
21 'Das darfst du nicht anfassen, das nicht kosten, das nicht zu dir nehmen!' -
22 lauter Dinge, die doch dazu da sind, gebraucht und aufgebraucht zu werden. So lauten Gebote und Lehren, die von Menschen stammen.
23 Das sieht alles nach Weisheit aus und kommt fromm und demütig daher, um ja nicht den Leib zu schonen; sie wollen ihm nicht die Ehre erweisen und nicht der Befriedigung des Fleisches dienen.2
1 Andere Übersetzungsmöglichkeit: "... des Künftigen, der Leib aber ist der Leib des Christus."
2 Andere Übersetzungsmöglichkeit: "..., um ja nicht den Leib zu schonen; es ist aber gar nichts wert, es dient nur der Befriedigung des Fleisches."
© 2017 ERF Medien