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Zürcher Bibel

1 Wach auf! Wach auf! Kleide dich in deine Stärke, Zion! Kleide dich mit den Kleidern deiner Herrlichkeit, Jerusalem, heilige Stadt! Denn kein Unbeschnittener und kein Unreiner wird dich jemals mehr betreten.
2 Schüttle den Staub von dir, komm, setz dich, Jerusalem! Befrei dich von den Fesseln an deinem Hals, du Gefangene, Tochter Zion!
3 Denn so spricht der HERR: Ohne Gegenwert seid ihr verkauft worden, und nicht gegen Silber werdet ihr ausgelöst.
4 Denn so spricht Gott der HERR: Vor langer Zeit ist mein Volk hinabgezogen nach Ägypten, um sich dort in der Fremde aufzuhalten, und ohne Grund hat Assur ihm Gewalt angetan.
5 Aber nun, was hält mich hier? Spruch des HERRN. Denn ohne Gegenwert ist mein Volk fortgenommen worden. Seine Herrscher wehklagen, Spruch des HERRN, aber immerfort, dauernd, wird mein Name verlästert.
6 Darum soll mein Volk meinen Namen erkennen, darum, an jenem Tag, dass ich es bin, der spricht: Hier bin ich!

Gute Botschaft für Zion

7 Wie lieblich klingen die Schritte des Freudenboten auf den Bergen, der Frieden verkündet, der gute Botschaft bringt, der Rettung verkündet, der zu Zion spricht: Dein Gott ist König geworden!
8 Horch, deine Wächter haben die Stimme erhoben, allesamt jubeln sie, denn Auge in Auge werden sie sehen, wie der HERR zurückkehrt nach Zion.
9 Freut euch, jubelt allesamt, ihr Trümmerstätten Jerusalems! Denn der HERR hat sein Volk getröstet, hat Jerusalem erlöst.
10 Vor den Augen aller Nationen hat der HERR seinen heiligen Arm entblösst, und alle Enden der Erde werden das Heil unseres Gottes sehen.
11 Flieht! Flieht! Zieht weg von dort! Rührt nichts Unreines an. Zieht weg aus ihrer1 Mitte! Haltet euch rein, die ihr die Geräte des HERRN tragt!
12 Nicht in Hast werdet ihr ausziehen, und nicht als Flüchtlinge werdet ihr gehen, denn der HERR zieht vor euch her, und der Gott Israels ist eure Nachhut!

Das Leiden des Gottesknechts

13 Sieh, mein Diener wird Erfolg haben, er wird emporsteigen, wird hoch erhoben und sehr erhaben sein.
14 Wie sich viele über dich entsetzt haben - so entstellt, nicht mehr menschlich war sein Aussehen, und seine Gestalt war nicht wie die eines Menschen -,
15 so wird er viele Nationen besprengen,2 und Könige werden ihren Mund vor ihm verschliessen. Denn was ihnen nie erzählt wurde, werden sie gesehen haben, und was sie nie hörten, werden sie verstanden haben.
1 Mit 'ihrer' ist die Stadt Babel gemeint.
2 Mit dem Besprengen ist möglicherweise eine kultische Handlung gemeint. Viele korrigieren den Text zu: "so werden sich viele Nationen über ihn wundern, ..."
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