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Zürcher Bibel

Der Rechtsstreit des HERRN mit Israel, den Priestern und dem Königshaus

1 Hört das Wort des HERRN, ihr Israeliten! Der HERR hat einen Rechtsstreit mit den Bewohnern des Landes, denn es gibt keine Wahrhaftigkeit und keine Treue und keine Gotteserkenntnis im Land!
2 Verfluchen und Lügen und Töten und Stehlen und Ehebrechen haben sich ausgebreitet, und Blutschuld reiht sich an Blutschuld!
3 Darum wird das Land trauern, und hinfällig ist alles, was auf ihm lebt: die Tiere des Feldes und die Vögel des Himmels; und auch die Fische im Meer gehen zugrunde.
4 Doch niemand soll streiten und jemanden zurechtweisen, ist dein Volk doch wie jene, die mit dem Priester streiten!
5 Aber du wirst straucheln am Tag, und mit dir wird auch der Prophet straucheln in der Nacht. Auch deine Mutter lösche ich aus!
6 Mein Volk wird ausgelöscht, denn es ist ohne Erkenntnis! Du hast die Erkenntnis verworfen, und nun verwerfe ich dich, so dass du nicht mehr Priester bist für mich! Und du hast die Weisung deines Gottes vergessen, so werde auch ich deine Kinder vergessen!
7 Je zahlreicher sie wurden, desto mehr haben sie gesündigt gegen mich - ihre Ehre werde ich tauschen gegen Schmach!
8 Von der Sünde meines Volks ernähren sie sich, und nach ihrer Schuld haben sie Verlangen.
9 Und wie das Volk, so der Priester: Seiner Wege wegen werde ich ihn heimsuchen, und seine Taten werde ich ihm vergelten.
10 Und sie werden essen und nicht satt werden, Hurerei treiben und sich nicht ausbreiten, denn sie haben den HERRN verlassen, um festzuhalten
11 an Hurerei und Wein und Most - sie rauben den Verstand!
12 Mein Volk - es befragt seinen Baum, und sein Stab soll ihm Auskunft geben. Denn der Geist der Hurerei hat sie in die Irre geführt, und sie haben Hurerei getrieben, weg von ihrem Gott.
13 Auf den Höhen der Berge bringen sie Schlachtopfer dar und auf den Hügeln Rauchopfer unter Eiche und Pappel und Terebinthe, ihr Schatten ist ja so angenehm! Darum treiben eure Töchter Hurerei und brechen eure Schwiegertöchter die Ehe.
14 Ich werde eure Töchter nicht heimsuchen, weil sie Hurerei treiben, und eure Schwiegertöchter nicht, weil sie die Ehe brechen, denn die Männer1 sondern sich ab mit den Huren und bringen Opfer dar mit den geweihten Frauen. Und das Volk hat keine Einsicht, es kommt zu Fall!
15 Wenn du, Israel, Hurerei treibst, soll Juda sich nicht schuldig machen. Und ihr sollt nicht nach Gilgal kommen und nicht hinaufziehen nach Bet-Awen und nicht schwören: So wahr der HERR lebt!
16 Denn störrisch wie eine störrische Kuh ist Israel geworden. Und nun soll der HERR sie weiden wie ein Lamm auf grosser Weide?
17 Efraim ist mit Götzen im Bund - lass ihn nur machen!
18 Ist ihr Zechen vorüber, treiben sie Hurerei, sie lieben - her damit! -, was man ihnen schenkt, Schande!
19 Ein Wind wickelt sie in seine Flügel, und ihrer Schlachtopfer wegen werden sie zuschanden!
1 "denn die Männer sondern sich ab" ist wörtlich: "denn sie sondern sich ab".
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