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Zürcher Bibel

1 Wohin ist dein Geliebter gegangen, du schönste unter den Frauen? Wohin hat dein Geliebter sich gewandt? Suchen wollen wir ihn mit dir!
2 Mein Geliebter ist hinabgestiegen in seinen Garten, zu den Balsambeeten, auf die Weide in den Gärten, um Lotosblumen zu pflücken.
3 Ich gehöre meinem Geliebten, und mein Geliebter gehört mir, auf der Weide in den Lotosblumen.
4 Schön bist du, meine Freundin, wie Tirza, anmutig wie Jerusalem, erschreckend wie die Sternbilder.
5 Wende deine Augen ab von mir, denn sie haben mich verwirrt. Dein Haar ist wie die Herde der Ziegen, die herabsprangen von Gilead.
6 Deine Zähne sind wie die Herde der Mutterschafe, die von der Schwemme heraufstiegen. Sie alle werfen Zwillinge, und keines von ihnen ist ohne Junge.
7 Wie die Scheibe des Granatapfels ist deine Schläfe hinter deinem Schleier.
8 Sechzig sind Königinnen und achtzig Nebenfrauen, und zahllos sind die jungen Frauen.
9 Eine ist meine Taube, meine Makellose, einzigartig war sie für ihre Mutter, rein für die, die sie gebar. Junge Frauen sahen sie und priesen sie glücklich, Königinnen und Nebenfrauen, und rühmten sie.
10 Wer blickt da herab wie die Morgenröte, schön wie der weisse Mond, rein wie die glühende Sonne, erschreckend wie die Sternbilder?
11 In den Nussgarten stieg ich hinab, zu sehen nach den Sprossen der Palme, zu sehen, ob der Weinstock trieb, ob die Granatbäume blühten.
12 Ich wusste nicht wie, meine Seele brachte mich zu den Wagen Ammi-Nadibs.
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