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Zürcher Bibel

1 Sieh, die Hoffnung wird enttäuscht, schon wer es sieht, wird niedergeworfen.
2 Niemand ist so tollkühn, es aufzustören. Und wer könnte mir standhalten?
3 Wer hat je etwas für mich getan, dass ich ihm etwas schuldig wäre? Mir gehört alles, was unter dem Himmel ist.
4 Ich will nicht schweigen von seinen Gliedern, seiner grossen Kraft und seiner anmutigen Gestalt.
5 Wer hätte je sein Kleid aufgedeckt, wer könnte ihm zwischen die Zähne greifen?
6 Wer hätte das Tor seines Rachens geöffnet? Seine Zähne sind von Schrecken umgeben.
7 Sein Rücken besteht aus Reihen von Schilden, mit festem Siegel verschlossen.
8 Einer fügt sich an den andern, kein Lufthauch dringt zwischen ihnen durch.
9 Fest haftet einer am andern, sie greifen ineinander und lassen sich nicht trennen.
10 Sein Niesen lässt ein Licht aufstrahlen, und seine Augen sind wie die Lider der Morgenröte.
11 Fackeln fahren aus seinem Maul, Feuerfunken sprühen hervor.
12 Rauch kommt aus seinen Nüstern wie aus einem kochend heissen Topf.
13 Sein Atem entzündet Kohlen, und eine Flamme schlägt aus seinem Maul.
14 Stärke wohnt in seinem Nacken, und vor ihm her tanzt die Angst.
15 Straff ist sein Bauch, hart und fest.
16 Hart wie Stein ist sein Herz und hart wie der untere Mühlstein.
17 Selbst Göttern graut es, wenn es sich erhebt, vor Schrecken ziehen sie sich zurück.
18 Trifft man es, hält kein Schwert ihm stand, kein Speer, kein Wurfgeschoss oder Pfeil.
19 Eisen gilt ihm wie Häcksel, Bronze wie morsches Holz.
20 Ein Pfeil jagt es nicht in die Flucht, Schleudersteine sind ihm nur Stroh.
21 Wie Stroh gilt ihm die Keule, und es lacht über das Klirren des Schwerts.
22 An seiner Unterseite sind spitze Scherben, einen Dreschschlitten zieht es über den Schlamm.
23 Es macht die Tiefe zu einem siedenden Kessel, das Meer zu einem Salbentopf.
24 Hinter sich lässt es eine leuchtende Spur, man meint, die Flut sei Silberhaar.
25 Auf Erden gibt es nichts, das ihm gleicht: ein Geschöpf ohne Furcht.
26 Auf alles Hohe blickt es herab, es ist König über alle Stolzen.
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