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Zürcher Bibel

1 Und Elihu fuhr fort und sprach:
2 Habe etwas Geduld, so will ich dich belehren, denn es gibt noch mehr zu sagen für Gott.
3 Mein weites Wissen will ich zeigen und meinem Schöpfer Recht verschaffen.
4 Das ist gewiss: Meine Worte trügen nicht, vor dir steht ein Mann, der alles weiss.
5 Sieh, Gott ist gewaltig und gibt nicht nach, gewaltig ist die Kraft seines Herzens.
6 Den Frevler lässt er nicht am Leben, aber den Elenden schafft er Recht.
7 Er wendet seine Augen nicht ab von den Gerechten und setzt sie zu Königen auf den Thron, und sie werden für immer erhöht.
8 Doch wenn sie in Ketten gefesselt sind, in Stricken des Elends gefangen werden,
9 so hält er ihnen ihr Tun vor und ihre Vergehen, ihre Überheblichkeit.
10 Und er öffnet ihr Ohr für die Warnung und befiehlt ihnen, vom Bösen zu lassen.
11 Wenn sie hören und sich unterwerfen, vollenden sie ihre Tage im Glück und ihre Jahre in Freuden.
12 Wenn sie aber nicht hören, so laufen sie in den Tod und kommen um ohne Einsicht.
13 Ruchlos Gesinnte aber hegen Zorn, sie rufen nicht um Hilfe, wenn er sie gefesselt hat.
14 In der Jugend muss ihre Seele sterben, und ihr Leben endet im Jünglingsalter.
15 Den Elenden rettet er durch sein Elend und öffnet durch Drangsal sein Ohr.
16 Du aber wurdest verführt, weil die Not fern war, weit war dein Raum und ohne Bedrängnis und voll von fetten Speisen dein behaglicher Tisch.
17 Da hat dich das Gericht über den Frevler getroffen, Gericht und Urteil haben dich erfasst.
18 Lass dich nicht vom Zorn zum Spott verleiten und von hohem Lösegeld verführen.
19 Kann dein Schreien dich aus der Not befreien, oder können es alle Anstrengungen der Kraft?
20 Sehne nicht die Nacht herbei, da Völker sich erheben von ihrer Stätte.
21 Hüte dich, wende dich nicht zum Bösen, dass du es dem Elend vorziehst.
22 Sieh, Gott ist erhaben in seiner Macht. Wer ist ein Lehrer wie er?
23 Wer hat ihm seinen Weg vorgeschrieben, und wer hat je gesagt: Du hast Unrecht getan?
24 Denke daran, sein Tun zu preisen, das Menschen besungen haben.
25 Alle Menschen haben es gesehen, ein jeder kann es von ferne erblicken.
26 Sieh, Gott ist erhaben, und wir begreifen nichts, unerforschlich ist die Zahl seiner Jahre.
27 Er zieht die Wassertropfen herauf, als Regen fallen sie aus dem Dunst.
28 Die Wolken ergiessen den Regen und lassen ihn reichlich niedergehen auf die Menschen.
29 Wer versteht, wie er die Wolken ausbreitet, wie er donnert aus seinem Zelt?
30 Sieh, er hat sich mit Blitzen umgeben und die Gründe des Meeres bedeckt.
31 Damit richtet er die Völker, Speise gibt er im Überfluss.
32 Seine Hände sind mit Blitzen bedeckt, und er setzt sie gegen den Angreifer ein.
33 Sein Donner kündet ihn an, wenn er voll Zorn gegen den Frevel eifert.
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