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Zürcher Bibel

1 Elihu aber begann wieder und sprach:
2 Hältst du es für richtig, dass du sagst: Ich bin gerechter als Gott,
3 dass du fragst, was es dir nützt: Was habe ich davon, wenn ich ohne Sünde bin?
4 Ich will dir Antwort geben und deinen Freunden bei dir.
5 Blicke auf zum Himmel und sieh, und schau die Wolken an, hoch über dir.
6 Wenn du sündigst, was schadest du ihm, und wenn deine Missetaten zahlreich sind, was tust du ihm an?
7 Wenn du gerecht bist, was gibst du ihm, und was empfängt er aus deiner Hand?
8 Männer wie dich trifft dein Frevel und Menschen deine Gerechtigkeit.
9 Unter grosser Bedrückung schreien sie, vor dem Arm der Mächtigen rufen sie um Hilfe.
10 Aber keiner sagt: Wo ist Gott, mein Schöpfer, der Lobgesänge schenkt in der Nacht,
11 der uns verständiger macht als die Tiere der Erde und weiser als die Vögel des Himmels.
12 Da schreien sie - doch er gibt nicht Antwort -, weil die Bösen übermütig sind.
13 Es ist umsonst, Gott hört es nicht, und Schaddai achtet nicht darauf.
14 Und wenn du sagst, du kannst ihn nicht sehen: Der Rechtsfall liegt vor ihm, warte nur auf ihn!
15 Jetzt aber, da sein Zorn nicht gestraft hat und er sich um Torheit nicht viel kümmert,
16 reisst Hiob seinen Mund auf zu leerem Gerede, macht viele Worte ohne Einsicht.
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