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Zürcher Bibel

1 Und Hiob setzte seine Rede fort und sprach:
2 So wahr Gott lebt, der mir mein Recht entzogen, und Schaddai, der mein Leben verbittert hat:
3 Solange noch Lebensgeist in mir ist und Gottes Atem in meiner Nase,
4 sollen meine Lippen kein Unrecht reden, und meine Zunge soll nichts Falsches sprechen.
5 Fern sei es mir, euch Recht zu geben, bis in den Tod gebe ich meine Unschuld nicht preis.
6 An meiner Gerechtigkeit halte ich fest, und ich lasse sie nicht, keinen meiner Tage hält mein Gewissen mir vor.
7 Wie dem Frevler soll es meinem Feind ergehen und meinem Gegner wie dem Übeltäter.
8 Denn welche Hoffnung hat der Ruchlose, wenn er dahingeht, wenn Gott ihm sein Leben nimmt?
9 Wird Gott sein Schreien hören, wenn Not ihn überfällt?
10 Wird er seine Lust haben an Schaddai, Gott anrufen zu jeder Zeit?
11 Ich will euch über Gottes Macht belehren, euch nicht verhehlen, was Schaddai denkt.
12 Seht, ihr alle habt es gesehen, warum bringt ihr so Nichtiges vor?
13 Das ist das Los des Frevlers bei Gott und das Erbe jedes Gewalttätigen, das er von Schaddai empfängt:
14 Wenn seine Kinder zahlreich werden, so ist es für das Schwert, und seine Sprösslinge essen sich nicht satt.
15 Die übrig bleiben, bringt die Pest ins Grab, und seine Witwen beweinen ihn nicht.
16 Wenn er auch Silber anhäuft wie Staub und Kleider aufhäuft wie Lehm,
17 er häuft sie auf, doch tragen wird sie ein Gerechter, und das Silber wird ein Schuldloser bekommen.
18 Wie eine Motte hat er sein Haus gebaut, wie eine Hütte, die der Wächter aufstellt.
19 Reich legt er sich nieder, und nichts ist ihm genommen, aber schlägt er die Augen auf, ist nichts mehr da.
20 Schrecken holt ihn ein wie eine Wasserflut, bei Nacht rafft ihn der Sturmwind weg.
21 Der Ostwind packt ihn, dass er dahinfährt, er fegt ihn fort von seinem Ort.
22 Schonungslos wirft er sich auf ihn, vor seiner Macht muss er fliehen.
23 Man klatscht in die Hände über ihn und zischt ihm nach von seiner Stätte her.
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