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Zürcher Bibel

Hiobs Antwort

1 Da antwortete Hiob und sprach:
2 Auch heute ist meine Klage Widerspruch, die Last seiner Hand lässt mich stöhnen.
3 Wüsste ich doch, wie ich ihn finden, zu seiner Stätte gelangen könnte!
4 Ich wollte den Rechtsfall vor ihm darlegen und meinen Mund mit Beweisen füllen.
5 Ich möchte wissen, was er mir erwidert, und erfahren, was er mir zu sagen hat.
6 Würde er mit mir streiten in der Fülle seiner Macht? Wollte er doch nur auf mich achten!
7 Ein Aufrechter würde dort mit ihm streiten, und für immer hätte ich mein Recht gesichert.
8 Seht, geh ich nach Osten, so ist er nicht da, und nach Westen, so erkenne ich ihn nicht.
9 Wirkt er im Norden, so erblicke ich ihn nicht, verbirgt er sich im Süden, so sehe ich ihn nicht.
10 Er aber kennt meinen Weg, wenn er mich prüfte, wäre ich wie Gold.
11 Mein Fuss ist auf seiner Spur geblieben, seinen Weg hielt ich ein und wich nicht ab.
12 Ich liess nicht ab vom Gebot seiner Lippen, die Worte seines Mundes bewahrte ich in meiner Brust.
13 Er aber hat es beschlossen, und wer könnte ihn umstimmen? Und was er wollte, hat er getan.
14 Er wird vollenden, was mir bestimmt ist, und hält noch mehr davon bereit.
15 Darum erschrecke ich vor ihm. Denke ich daran, macht er mir Angst.
16 Gott hat mein Herz verzagt gemacht, und Schaddai hat mich erschreckt.
17 Denn nicht von der Finsternis werde ich vernichtet, und nicht, weil Dunkelheit mein Angesicht bedeckt.
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