Hilfe

Zürcher Bibel

Anweisungen für den Fürsten

1 So spricht Gott der HERR: Das Tor des inneren Vorhofs, das nach Osten gerichtet ist, bleibt während der sechs Werktage geschlossen; am Sabbattag aber wird es geöffnet, und am Neumondtag wird es geöffnet.
2 Und der Fürst wird von aussen auf dem Weg durch die Vorhalle des Tors kommen und beim Türpfosten des Tors stehen bleiben. Dann werden die Priester sein Brandopfer und sein Heilsopfer darbringen, er aber wird sich auf der Schwelle des Tors niederwerfen und dann hinausgehen, und das Tor soll bis zum Abend nicht geschlossen werden.
3 Und am Eingang dieses Tors soll das Volk des Landes sich an den Sabbaten und an den Neumonden niederwerfen vor dem HERRN.
4 Und das Brandopfer, das der Fürst dem HERRN darbringen wird: am Sabbattag sechs makellose Lämmer und einen makellosen Widder.
5 Und als Speiseopfer: ein Efa zum Widder; und als Speiseopfer zu den Lämmern so viel er geben kann, und an Öl ein Hin zu jedem Efa.
6 Und am Neumondtag: einen makellosen jungen Stier und sechs Lämmer und einen Widder; makellos sollen sie sein.
7 Und als Speiseopfer soll er ein Efa zum Stier und ein Efa zum Widder darbringen und zu den Lämmern, wie er es sich leisten kann, und an Öl ein Hin zu jedem Efa.
8 Und wenn der Fürst kommt, soll er auf dem Weg durch die Vorhalle des Tors kommen, und auf diesem Weg soll er hinausgehen.
9 Wenn aber das Volk des Landes zu den Festzeiten vor den HERRN kommt, soll, wer auf dem Weg durch das Nordtor hereinkommt, um sich niederzuwerfen, auf dem Weg durch das Südtor hinausgehen, und wer auf dem Weg durch das Südtor hereinkommt, soll auf dem Weg durch das Tor im Norden hinausgehen. Niemand darf durch das Tor zurückkehren, durch das er gekommen ist, sondern durch das gegenüberliegende soll er hinausgehen.
10 Und in ihrer Mitte soll der Fürst hereinkommen, wenn sie hereinkommen; und wenn sie hinausgehen, soll er hinausgehen.
11 Und an den Festen und den Festzeiten ist das Speiseopfer ein Efa zu jedem Stier und ein Efa zu jedem Widder, und zu den Lämmern so viel man geben kann, und an Öl ein Hin zu jedem Efa.
12 Und wenn der Fürst eine freiwillige Gabe darbringen will, ein Brandopfer oder Heilsopfer als freiwillige Gabe für den HERRN, soll man ihm das Tor öffnen, das nach Osten gerichtet ist, und er soll sein Brandopfer und seine Heilsopfer darbringen, wie er es am Sabbattag zu tun pflegt. Dann soll er hinausgehen, und nachdem er hinausgegangen ist, soll man das Tor schliessen.
13 Und als Brandopfer soll er dem HERRN täglich ein makelloses einjähriges Lamm darbringen; Morgen für Morgen soll er es darbringen.
14 Und als Speiseopfer soll er dazu Morgen für Morgen ein sechstel Efa darbringen, und an Öl ein drittel Hin, um das Feinmehl zu besprengen als Speiseopfer für den HERRN - ständige Satzungen auf ewig.
15 Und Morgen für Morgen soll man das Lamm und das Speiseopfer und das Öl darbringen als regelmässiges Brandopfer.
16 So spricht Gott der HERR: Wenn der Fürst einem seiner Söhne ein Geschenk macht: Es ist sein Erbbesitz, es wird seinen Söhnen gehören, es ist ihr Eigentum als Erbbesitz.
17 Wenn er aber einem seiner Diener ein Geschenk von seinem Erbbesitz macht, wird es diesem bis zum Jahr der Freilassung gehören und dann zurückfallen an den Fürsten. Nur seinen Söhnen, ihnen wird es als sein Erbbesitz bleiben.
18 Der Fürst darf aber nichts vom Erbbesitz des Volks nehmen, indem er sie mit Gewalt von ihrem Besitz vertreibt. Von seinem eigenen Besitz soll er seine Söhne erben lassen, damit mein Volk sich nicht zerstreut und damit niemand seinen Besitz verliert.
19 Dann brachte er mich durch den Eingang, der an der Seite des Tors zu den heiligen Kammern ist, die nach Norden ausgerichtet sind, zu den Priestern, und sieh, da war eine Stätte auf der Hinterseite, gegen Westen.
20 Und er sprach zu mir: Dies ist die Stätte, wo die Priester das Schuldopfer und das Sündopfer kochen, wo sie das Speiseopfer backen, damit man es nicht hinausbringt in den äusseren Vorhof und Heiligkeit auf das Volk überträgt.
21 Dann führte er mich hinaus in den äusseren Vorhof und liess mich an den vier Ecken des Vorhofs vorübergehen, und sieh, in jeder Ecke des Vorhofs war ein Hof.
22 In den vier Ecken des Vorhofs waren kleine1 Höfe, vierzig Ellen in der Länge und dreissig in der Breite; alle vier hatten dasselbe Mass2.
23 Und in ihnen verlief ringsum eine Steinlage, ringsum in allen vieren, und unten an den Steinlagen waren ringsum Kochstellen angelegt.
24 Und er sprach zu mir: Dies sind die Häuser der Köche, wo die Diener des Hauses das Schlachtopfer des Volks kochen.
1 Die Übersetzung "kleine Höfe" beruht auf der griechischen Überlieferung. Die Bedeutung der hebräischen Formulierung an dieser Stelle ist umstritten; möglicherweise bezeichnet sie Höfe, von denen Rauch aufsteigt.
2 Im Massoretischen Text folgt noch ein Wort ("Ecken"?), das nach Anweisung der Massoreten nicht beachtet werden sollte.
© 2018 ERF Medien